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Full text of "Parasitische Algen und Pilze Java's"

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PARASITISCHE 


ALGEN UND PILZE JAVA’. 


I. THEIL 


D*. M. RACIBORSKI 


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HERAUSGEGEBEN VOM BOTANISCHEN INSTITUT ZU BUITENZORG. 


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BATAVIA 
STAATSDRUCKEREI 
1900. 


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PARASITISCHE ALGEN UND PILZE JAVA. 


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M. RACIBORSKI. 


Im Folgenden ‚gebe ich kurze Beschreibungen parasitischer Pilze und 
Algen, die ich auf Java gesammelt habe. In der ersten Zeit meines Aufent- 
haltens in den Tropen konnte ich nicht viele pflanzliche Parasiten auf Java 
finden, doch nach dem meine Augen an die fremdartigen Pflanzengestalten sich 
mehr gewohnt haben, konnte ich auch die parasitären Pilze reichlicher auf- 
sammeln, obwohl ich noch heute der Meinung bin, dass die Zahl derselben, im 
Verhältniss zu der Zahl der Nährpflanzen in Europa bedeutend grösser ist. 


Bustenzorc, 7 November 1899. 


WENEDA Rac. 


Parasitisch, subeuticular in den Blättern wachsend, kleine runde Scheiben 
aus polygonalen, schmalen, aber hohen Zellen, mit rotheım Zellinhalt bildend. 
Die Sporangienträger bilden sich durch Quertheilungen der einzelnen, benach- 
barten Thalluszellen und wachsen, als niedrige, dicke Bündel, welche aus 
mehreren Zellreihen bestehen vertical nach oben. Die apicalen Zellen dieser 
Zellreihen bilden sich zu Sporangien um, deren Bildung "basipetal erfolgt, bis 
endlich alle Zellen der gelben Bündel in Sporangien verwandelt werden. 

Mit Cephaleuros verwandt, verschieden durch die fest mit einander ver- 
bundenen Zellen der Thallusscheiben und durch die sonderbaren Sporangienträger. 

Cephaleuros Candelabrum Schmidle scheint vegetativ ähnlich gebaut zu 
sein, bildet jedoch die Hackensporangien an isolirten, fertilen Haaren. 


WENEDA PURPUREA ARar. 


Auf fast allen jungen, noch nicht ausgewachsenen, jungen, und noch 
weichen Blätter der Shorea Dyerii in dem botanischen Garten in Buitenzorg 
sind kleine, bis 0.5 mm. breite, runde, purpurothe Flecke sichtbar zu mehreren 
auf einem Blatt, unregelmassig zerstreut. An etwas älteren Blättern erhebt 
sich auf der Unterseite des Blattes auf jedem kreisrundem Fleckchen ein 
orangegelbes Häufchen, welches den Teleutosporenlagern mancher Uredineen 
ähnlich ist. 

Die Flecken sind verursacht durch eine purpurn gefärbte Chroolepideae, 
welche subceuticular an den noch ganz jungen, und in fest geschlossenen 
knospen befindlichen Blatt- oder Nebenblattanlagen parasitisch sich ansiedelt, 
da eine kreisrunde Scheibe von parallelen, sehr dünnen doch hohen, eng 
anschliessenden und mit einander verwachsenen Zellen bildet, und welche 
die umliegenden Zellen der Nährpflanze zur stärkeren Chlorophylibildung, 
eventuell zur Bildung kleiner Emporwölbungen zwingt. Ich nenne diese Alge 
Weneda purpurea. 


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An noch ganz jungen Blättern sehen wir ganz junge Algenpflänzchen, 
als kreisrunde Scheiben, die ganzrandig sind, aus, im Querschnitt polygo- 
nalen, gewöhnlich viereckigen Zellen aufgebaut sind, und die durch rand- 
ständiges Wachsthum und rechtwinkliges Theilen ihrer Zellen ihren Umfang 
vergrössern. 

Am Querschnitt des Blattes erkennt man, dass die Alge nur eine Zellschicht 
bildet, die aus hohen und schmalen (3—5 „ breiten, 60—75 x hohen) 
Zellen besteht. Diese hilden zusammen eine flache Scheibe, welche in einer 
flachen schüsselförmigen Vertiefung des Blattes liegt. Die Cuticula der Epidermis- 
zellen geht auf diese Scheibe über, so dass dieselbe zwischen der Blattcuticula 
und Membranen der Epidermiszellen liegt. Die Epidermiszellen, welche sonst 
ebenso hoch als breit sind, werden jedoch unterhalb der Algenscheibe zu 
niedrigen flachen Zellen. 

Jede Zelle der Weneda ist purpurn gefärbt, zeigt einen grossen Zellkern 
und zahlreiche grosse Vacuolen; an den Kreuzungen der Plasmafäden sind 
dunklere Körperchen sichtbar, die möglicherweise Chloroplasten sind, doch 
konnte ich mich von der Anwesenheit des Chlorophylis in den Zellen der Alge 
nicht überzeugen. 

Sind die behafteten Blätter eben ausgewachsen dann fängt die Alge an 
die Sporangien zu bilden. An einem oder mehreren Punkten der Scheibe 
theilen sich mehrere benachbarte Zellen quer zu ihrer Länge. Während 
die untere der ersten Tochterzellen sich nicht weiter theilt, theilt sich 
die obere durch die, der Scheibenfläche parallele Wände immer mehr und 
bildet so eine Reihe von 5—17 Zellen. 

Die Zellreihen der benachbarten Zellen bleiben mit einander zu einen dicken 
Bündel verwachsen, die einzelnen Zellen der Reihe werden gegen die Spilze 
derselben immer grösser, und die apicalen verwandeln sich zu diekwandigen 
Sporangien. 

Die Sporangien sind unregelmässig rundlich und mit einem apicalen oder 
seitlichen, grossen Porus versehen. Ihre Membran ist farblos, der Rand des 
Porus besonders dick, der Porus selbt mit einer, wie ein Knopf aussehenden, 
im Wasser quellenden farblosen Membrann verstopft. Der Zellinhalt der 
Sporangien ist orange, und an Praeparaten sieht man im denselben eine grosse 
Menge von kleinen Zellkernen. In ganz reifen Sporangien zerfällt das Plasma 
in kleine kuglige Portionen, die nach dem Einlegen der Sporangien in Wasser 
sich abrunden, und als sehr kleine rundlich nierenförmige, mil je zwei langen 
Cilien versehene Schwärmsporen die Sporangien verlassen, nach kurz andauernder 
Schwärmperiode sich abrunden und zu Boden sinken. 


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.Die Sporangien sind 40—62 x lang, 35—56 « breit. 

An der Nährpflanze bilden die fruktificirenden Scheiben der Weneda 
niedrige, gelbe Häufchen, welche den Teleutosporenlagen der Uredineen makrosko- 
pisch ähnlich sind. Während die aeltesten, äusseren Zellen schon reif sind, 
sich entleeren und als feste Massen dem Sporangienhäufchen anbhaften, befinden 
sich unterhalb derselben noch immer gelbe, die nachträglich sich öffnen. In 
der Natur findet wahrscheinlich das Entleeren der Sporangien nur während der 
andauernden Regen oder Nachts in Thautropfchen statt; die Schwärmsporen 
können so bis an die Spitzen der niederhängenden Zweigspitzen gelangen. Wie 
sie jedoch in die noch geschlossene Knospen eindringen, ist mir trotz ihrer 
Kleinheit nicht klar geworden. 


POLYPHAGUS NOWAKOWSKII Rac. 


Parasitisch auf Chlamydomonas pluvialis, in kurzer Zeit grosse Mengen 
der eine Wasserblüthe bildenden Alge vernichtend, wobei das Wasser statt 
hellgrüner, eine schmutzig gelbbraunliche Farbe zeigt. Nach dem Abtödten 
haften die verfärbten Algenzellen durch die Haustorien des Pilzes fesı zu- 
sammen, als grössere Klumpen an der Wasseroberfläche und am Boden. 
Die dabei häufige Euglena sanguinea wird nicht angetastet. Häufig bei Klaten 
in Mittenjava. 

Die Zellen sind dünnwandig, farblos, rundlich, 9—16 „ breit, mit 
mehreren langen verzweigten, sehr dünnen Haustorialstrablen, welche die 
Zellen der Alge erfassen und tödten, wobei die Stärke der Alge verschwindet 
und der Inhalt derselben schmutzig gelbröthlich wird. Je nach der Zahl der 
erfassten und ausgesaugien Algenzellen ist die Polyphaguszelle grösser oder 
kleiner. Die Sporangien übertreffen die Polyphaguszellen etwas an Grösse, 
ihre Gestalt ist variabel, doch in den meisten Fällen eiförmig, mit breiter 
Basis an der Mutterzelle sitzend, mit verschmälerter Spilze und gewöhnlich 
unsymetrisch, nach einer Seite geneigt. Ihr Inhalt zerfällt in viele Plasma- 
porlionen, von welchen jede ein Oeltröpfchen besizt, und die als nackte 
Schwärmsporen das Sporangium verlassen. Die Schwärmsporen sind farblos, 
rundlich, mit einem Fettröpfchen und einer langen Cijlie, bewegen sich bald 
nach dem Verlassen des Sporangiums, kommen jedoch nach einigen Minuten 
bis zu einer halben Stunde zur Ruhe, umgeben sich mit einer Membran, und 
treiben einen oder mehrere Mycelstrahlen, als Haustorien aus. 

Die Zygoten bilden sich sehr reichlich ebenso in der Natur, wie in den 
Culturgläsern. Das Plasma tritt aus einer der Zellen nach aussen, als eine 
rundliche Blase, mit welcher bald einer der Mycelfäden der benachbarten 


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Zellen in Berührung kommt und verwächst. Die Copulationshyphe, welche 
je nach Umständen sehr lang und gekrümnit sein kann, manchmal dagegen 
verschwindend kurz ist, besizt dicke Wand und ist mehrmals dicker, als die 
vegetativen Hyphen. 

Durch den Copulationsschlauch tritt das Plasma der männlichen Zelle in 
das Ei, welches nach der Befruchtung von einer Doppelmembrann umgeben 
wird, über. Die äussere Membran ist gelblich, glatt. Die Zygoten sind von 
sehr verschiedener Gestalt. Bald rundlich, bald eiförmig, oder verlängert, 
sogar bisquitförmig eingeschnürt, 8—12 x breit, 12—22 x lang, stärk glänzend. 

Polyphagus Nowakowskii ist dem P. Euglenae sehr nahe verwandt, doch 
durch die rundlichen, 4 x breiten Schwärmsporen, immer glatte Zygoten und 
kleinere Dimensionen verschieden. Polyphagus parasiticus Now., ein Parasit 
der Conferva bombycina hat 6 x grosse Schwärmsporen und warzige Zygoten; 
P. endogenus Now. warzige oder stachlige Zygoten. Vielleicht verwandt ist 
auch Chytridium vorax Strasburger, ein Parasit des Chlamydococcus pluvialis, 
mit unbekannten Dauersporen, welches jedoch keine secundären Sporangien bildet. 


WORONINELLA VULCANICA Aac. 


Die Sporangien in der Rinde und in den Blättern in pathogenen Geschwuelsten 
entwickelt. An den Blättern, als vereinzelte, orangefarbige bis 0.5 mm. breite, 
nur wenig nach aussen ragende Warzen. Doch ist der Pilz auch an den 
sonst befallenen Pflanzen, an den Blättern nur selten und dann vereinzelt. 
Dagegen entwickelt er sich normal in den bedeutend grösseren Gallen in der 
Stengelrinde. 

Die Sprosse der Pflanze, sind lange mit den bleibenden lanzettlichen 
Niederblättern bedeckt, die Ansatzstellen derselben sind sehr häufig zu Gallen 
verunstaltet, ebenso die Ansatzstellen der seitlichen Aeste. Diese Stengelgallen 
sind schon vor der Reife bemerkbar, sie sind gewöhnlich gesellig, und sind 
bis 0.5 cm. breit, bis 1 mm. hoch, manchmal dabei mit einander zusammen- 
fiiessend. Diese Polster und Warzen, brauchen längere Zeit zur Reife, sind 
durch die behaarten Epidernizellen und das Korkgewebe bedeckt. 

Die Gallen entstehen durch die wiederholten Theilungen der parenchy- 
matischen Zellen der Rinde, wodurch ein dünnwandiges, aus isodiametrischen 
Zellen aufgebautes, pathogenes Gewebe entsteht, welches die grossen, 0.5.—1.5 mm. 
breiten, kugligen Raume der Woroninella umschliesst. Es wird jedoch durch 
den Parasiten auch das Korkcanıbium zu stärkerem Wachstum angeregt, des- 
wegen ist die Korkschicht an der Seite des Parasiten bedeutend dicker, als 
an den gesunden Stellen derselben Querschnitte, dagegen fehlen in der Galle 


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die Baststränge, welche in der gesunden Rinde einen Ring bilden. Auch das 
Holzcambium wird durch den Parasiten beeinflusst, der Holzring ist an der 
Seite der Gallen bis 3-mal dicker, als an gesunden Stellen, und es treten in 
die Galle einige blindendende Netzgefässe und kurze Tracheiden. Rings um 
ein Sporangium entstehen zahlreiche, Kalkoxalatkrystalle enthaltende Zellen. 
Bei dem Zerdrücken der jungen Galle tritt aus den jungen Sporangien, 
orangeroth gefärbtes Plasma. Bei der Reife zerfällt dasselbe, in Tausende 
rundlich eckige, seltener unregelmässige Zellen. Diese sind orangeroth, 
glatt, 20—24 „ breit und lang, ausnahmsweise bis 56 # lang und liegen 
nach dem Zersprengen der bedeckenden Schicht lose in dem Sporangium, 
welches jetzt den Aecidienbechern der Uredineeen sehr ähnlich ist. Die Sporen 
werden durch den Wind verbreitet, und keimen in Wasser mit kleinen 
Schwärmsporen, welche 2 Cilien besitzen, und 5.5—7.5 „. breit sind. 

‘Sehr häufig in der Rinde, seltener an den Blättern der Lespedeza cytisoides 
Benth. auf Merapi in Mitteljava, von der W. Psophocarpi Rac. durch den 
Bau der Gallen und sehr grosse Sporangien verschieden. = 


WORONINELLA PSOPHOCARPI Rac. 


Diese, schon früher beschriebene Art ist häufig in den Gebirgsstrecken, 
dagegen in der trocknen Ebene der Mittel- und Ostjava wurde dieselbe noch 
nicht beobachtet. 


PYTHIUM COMPLENS Fischer (P. gracile de Bary non Schenk). 


In den Tabakspflanzen, welche unter den Erscheinungen der Erkrankung 
durch Phytophtora Nicolianae Breda de Haan zu Grunde gingen, konnte ich 
auf Java sehr häufig eine Pythium Art finden, welche sehr rasch und üppig 
auf künstlicheım Nährboden (Agar-Agar) wuchs und zur Untergatiung Aphragmium 
gehört. Anfangs dachte ich bei den regelmässigen Auftreten der Art auf 
manchen Tabaksfeldern, es mit einer parasilischen Art zu thun zu haben, doch 
ist mir trotz zahlreicher Versuche nicht gelungen die gesunden Tabaksstengel 
damit zu inficiren, obwohl der Pilz in abgeschnittenen und grünen Tabaks- 
stengeln sehr üppig wuchert. Da die Tabakspflanzen mit dem Pythium immer 
nach dem Unterwassersetzen der Felde zu finden waren und nachträglich dieser 
Pilz auch an primär durch Phytophtora erkrankten Pflanzen gefunden wurde, 
so haben wir es hier mit einem facultativen Parasiten zu thun, der nur in 
beschädigten Pflanzen wuchert. 

Der Pilz dringt entweder in die beschädigten Wurzel oder in den unteren, 
in der Erde stehenden Stamm ein, wächst in das Mark und ruft darin Erschei- 


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nungen hervor, welche die Invasion von derjenigen der Phytophtora (Bihitziekte) 
oder Bacillus Solanacearum (Slijmziekte) makroskopisch zu unterscheiden 
erlauben. Bei der Phytophtoraerkrankung erscheint das Markgewebe der 
älteren Pflanzen gefächert und trocken. Bei der bacteriösen Erkrankung, 
erscheinen in schwächeren Krankheitsfällen in der Markkrone dünne läng- 
liche braune Streifen, in stärkeren Krankheitsfällen wird das Markgewebe 
gelöst und in den Hohlbraumen mit einer weissen, eiterähnlichen Flüssigkeit 
erfüllt. Bei der Pythium-invasion entstehen im Mark grosse Hohlräume ohne 
Querwände, und ohne Flüssigkeit, die bald mit Lufthyphen des Pythium erfüllt 
werden. 

Die Sporangien bilden sich auf dieselbe Weise, wie ich es früher bei dem 
Parasiten der Spirogyra, Pythium dictyospermum, beschrieben habe, mit dem 
Unterschied, dass nicht 4, wie da, sondern sehr zahlreiche Schwärmsporen 
gebildet werden. Ich habe speciell auf die Abgrenzung des Sporangiums 
geachtet, doch nie eine Querwand unter dem Sporangium, oder sogar in 
der das Sporangium bildenden Hyphe gesehen, diese treten erst in den Mutter- 
hyphen auf, aus welchen die sporangientragende Aeste entspringen. 

Sonst stimmt unser Pilz ganz mit der Beschreibung de Bary’s. 

Die Oogonien bilden sich besonders reichlich. 


PYTHIUM VEXANS de Bary (?). 


Die zu dicht ausgesäten Tabakskeimhirge sehr schnell tödtend, dagegen 
ältere Pflänzchen nicht inficirend. Nur in Buitenzorg gefunden, dagegen nicht 
beobachtet auf den Tabaksfeldern Java’s. Der Pilz bildet nur die rundlichen, 
abfallenden Conidien, welche mit Hyphen keimen. Oosporenbildung trotz längerer 
Kulturversuche nicht beobachtet und deswegen die Bestimmung nicht sicher. 
Dieselbe Art hat eine dichte Aussaat des Hämatoxylon campeschianum getödtet. 

Die beiden Pythiumarten liefern Beispiele des gelegentlichen Parasitismus. 
Nur unter schlechten Bedingungen wachsende Pflanzen (zu dichter Aussaat, 
Beschädigung der Wurzel oder Stengel) erliegen ihrer Invasion. 


PHYTOPHTORA COLOCASIAE Rac. 


Auf den Blättern der Colocasia esculenta, auf ganz Java verbreitet, ohne 
bedeutenden Schaden zu verursachen. Ist ebenso in der warmen Ebene 
(z. B. bei Klaten), wie in der Hügelzone bei Soekaboemi und Builenzorg 
vorhanden. 

Die unseptirten 3—4 x dicken Hyphen wuchern zwischen und in den 
Parenchymzellen der Blätter regelmässig radiär, und ohne durch die Nerven 


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beschränkt zu werden. Dadurch entstehen braune, in Centrum vertrocknende 
Flecken von 1 cm. bis 1 dm. Breite, welche deutliche ringförmige Zonen zeigen. 
An der Ober und Unterseite der Blätter sind schon mit blossem Auge weisse 
Punkte sichtbar, die Sporangien des Pilzes. 

Die Sporangien tragenden Hyphen ragen nur äusserst wenig über die 
Spaltöffnungen, aus welchen sie heraustreten hervor, schwellen an der Spilze 
bedeutend an und grenzen da, durch eine Querwand ein Sporangium ah, 
welches gewöhnlich länglich eiförmig, manchmal ein wenig eingeschnürt, beider- 
seits abgerundet, sehr regelmässig und ziemlich dickwandig erscheint. An der 
Spilze ist die Sporangiummenmbran sehr stark verdickt, indem an die eigent- 
liche Wand immer noch ein quellbarer Pfropf eingelagert wird. Bei der Reife 
fallen die Sporangien, zusammen mit kurzen Stielchen ab; in Wasser gelegt 
bilden in dem Inneren eine grössere Anzahl Schwärmsporen, welche, indem der 
erwähnte Pfropf an der Spilze gelöst wird, nach aussen treten, nierenförmig 
werden und 2 Gilien besitzen. In Wasser kommen sie bald zur Ruhe 
und keimen, ein secundäres, kleines Sporangium bildend, welches an der 
Spitze durchwachsen kann, oder gleich 1—2 neue Schwärmsporen bildet. 
Oosporen nich! beobachtet. Die Sporangien (ohne Stielchen) 48—855 x lang, 
19—22 x breit, die Stielchen 3—7 x lang, die Schwärmsporen 16—18 x lang, 
9—12 a breit. 

Mit den Sporangien dieser Art habe ich Infectionen an gesunden Blättern 
des Solanum tuberosum und Nicotiana Tabacum gemacht, doch ohne Erfolg. 
Am meisten scheint mir diese Art der Ph. Phaseoli Thaxt. verwandt zu sein, 
mit welcher sie in den Grösse der Sporangien übereinstimmt, doch ist sie schon 
wegen der Sporangialstielchen verschieden. Mit Ph. ommivora De Bary hat 
unsere .Art die kleine Zahl der Sporangien, die an einer Hyphe gebildet werden 
gemein, indem ich in den meisten Fällen nur 1—2 Sporangien gefunden habe. 
Von Ph. Nicotianae Breda de Haan ist diese Art ganz verschieden, doch 
nennen die Javanen bei Klaten, die Blattinfectionen am Tabak, wie auclı bei 
Colocasia esculenta ‚‚lenes”. 


PHYTOPHTORA NICOTIANAE Breda de Haan. 


Sehr gewöhnlich auf Java und grossen Schaden anrichtend, ebenso auf 
den grossen Plantagen, wie in kleinen javanischen Tabaksgärten. 


PERONOSPORA MAYDIS Aac. 


Sehr gewöhnlich in der warmen Ebene, selten in dem Hügellande, nicht 
beobachtet in den hoch liegenden Maisfeldern. In Ostjava und Vorstenlanden 
besonders grosse Verwüslungen verursachend. 


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EMPUSA GRYLLI (Fres.) Now. Empusakrankeit der javanischen Moskito’s. 


Eine durch Empusa verursachte Krankeit der Moskito’s, ist in der Um- 
gebung von Tegal an der Nordküste Java’s sehr häufig. Die inficirten Thiere 
sind besonders leicht zu finden an den Blütenstanden und Fruchtständen niedriger 
Gräser, besonders an dem hier sehr häufigem und sehr lästigem Andropogon 
(Chrysopogon) aciculatus, dessen leicht abfallende, reife Aehrchen zu Tausenden 
in die Kleider sich einbohren. Während des West-Mossuns, also der regnerischen 
und feuchten Jahreszeit, sind Stellen zu finden, wo tausende Fruchtstände 
des genannten Grases mit lodten Moskito’s besetzt sind. 

Mit blossem Auge ist an den todten Insekten fast nichts von dem Parasiten 
zu sehen. Mit der Lupe unterscheidet man die sehr niedrigen Hyphen, welche 
die CGonidien abschnüren. An Schnitten untersucht ist der ganze Körper des 
Thieres ganz mit Pilzhyphen erfüllt, welche auch in die schmalen Füsse ein- 
dringen. Die Hyphen sind sehr unregelmässig, 14—20 „ dick, nur aus- 
nahmsweise verzweigt, gewöhnlich kurz, manchmal fast rundlich, und enthalten 
zahlreiche, gewöhnlich wandständige Zellkerne. 

Alle Hyphen, welche die Körperoberfläche durchbohren und nach aussen 
treten, bilden Conidien an ihrer Spilze, Paraphysen oder Rhizoiden werden 
nicht gebildet. Die Conidien sind birnföormig, 30—34 x lang, 21—28 x 
breit, mit einer verengten, etwas ausgezogenen und dabei abgerundeten Basis. 

Die javanische Empusa stimmt in Bau und Grösse der Hyphen und Conidien 
mit der europäischen Empusa Grylli (Fres.) Now. ganz überein. Dagegen 
waren die in München gesammelten durch diese Art infizirten Mücken mit 
viel deutlicherem Schimmelüberzug versehen, als die hiesigen Moskito’s, ein 
Unterschied, welcher wahrscheinlich in der Verschiedenheit der Thiere, nicht 
der Pilze liegt. 

Die Entomophtoreen scheinen in den Tropen nur selten vorkommen. 
Ausser der oben beschriebenen Empusa Grylli auf den Moskitos, ist mir nur 
eine andere Empusa an grossen Raupen vorgekominen. Basidiobolus ranarum ist 
in Java ebenso häufig, wie in Europa, gehört jedoch nicht zu den Entomophtoreen. 


RHIZOPUS ARTOCARPI Rac. 


Der gewöhnliche Brodbaum (Artocarpus incisa), auf Java überall gepflanzt, 
hat getrennte Blüthenstände, die weiblichen erscheinen am Stamnı und dickeren 
Aesten, die männlichen an den Zweigspitzen, als axilläre Sprosse. In der 
Umgebung von Klaten (Residenz Solo) werden die männlichen Blüthenstände 
befallen von einem schwarzsporigen Schimmelpilz »Rhizopus Arlocarpi nov. sp.”, 


12 


welcher in dem Blüthenstandsboden wuchert, die Staubfäden unterdrückt, und 
mit einer Schicht aufrecht stehenden Sporangienträger überdeckt. Der, durch 
den Pilz verursachte Schaden ist verschieden gross, je nachdem derselbe jüngere 
oder ältere Blüthenstände antastet; geschieht die Infection noch an jungen, 
dann bleibt der Pollen in den Pollensäcken und kann die weiblichen Blüthen 
nicht bestäuben, während eine verspätete Infeclion der Pflanze keinen Schaden 
zufügt. Doch ist der Pilz in Klaten und umliegenden Dörfern so verbreitet, 
dass es Bäume giebt, an welchen gesunde männliche Blülhenstände nicht oder 
nicht leicht zu finden sind, überall hängen die russschwarzen, länglichen 
2—15 cm. langen befallenen Blüthenstände. Die Krankheit kennen die Javanen 
unter dem Namen »djamoer babal”. 

Die erkrankten Blüthenkolben erscheinen dunkelschwarz von den dicht 
stehenden, aufrechten, hraunwandigen Sporangienträgern, die mit russschwarzen 
Sporen übersäet sind. Die Conidienträger treten aus dem Gewebe der Blüthen- 
korben einzeln hervor, seltener verzweigt sich die austretende Hyphe wirtelig 
und liefert dann 3—4 aufrechtstehende, parallele Sporangienträger. Dagegen 
sind die einzelnen Sporangienträger häufig dicht unter der Columella dichotom 
gegabelt und tragen dann 2 gleichgrosse und gleichhohe Sporangien. Auf dem 
Zucker und Pepton enthaltendem Agar kultivirt, bildet der Pilz kurze Stolonen 
und Lufthyphen, geht so auf die trockenen Wände der Kulturgläser über und 
fruktificirt dann nach der Art der Rhizopusarten. Es bilden sich nämlich an 
manchen Stellen zahlreiche kurze, verzweigte, braune Hafthyphen, die radiär 
angeordnet sind und aus deren Mitte mehrere Sporangienträger entstehen. 
An diesen Nährboden bilden sich auch häufiger, als an der Nährpflanze die 
wirtelig verzweigten, kandelaberähnlichen Sporangienträger. Gemmen oder lose 
hefeähnlichen Zellen werden nicht gebildet. Die Sporangienträger sind 25—40 x 
breit. 

Die Sporangien sind kuglig, 170—190 x. breit, von den durchscheinen- 
den Sporen schwarz, ihre Membran sehr dünn, vergänglich, farblos, mit 
wenigen Kryställchen bedeckt. Der Sporangienträger erweitert sich nach oben 
in die grosse, hohe, glatte, abgerundete, gewöhnlich gegen die Spilze etwas 
verschmälerte Columella. An der breitesten, basalen Zone derselben ist die 
Sporangienwand angewachsen. Die Columella ist 80-100 « breit und lang. 
Die Sporen, welche in Masse russschwarz erscheinen zeichnen sich durch ihre 
dunkle Membran, sehr ungleiche Grösse und Gestalt aus. Während die 
kleinsten nur 4 x breit und rundlich sind, sind die länglichen, grossen bis 
30 # lang, sonst am häufigsten 12—16 « breit, rundlich, eiförmig, gewöhn- 
lich unregelmässig eckig, manchmal ausgezogen oder in der Mitte eingeschnürt. 


13 


Die Sporenmembran ist diek. Mit besserer Linse bemerken wir, das die 
Sporenoberfläche nicht glatt ist, sondern mit Gruppen länglicher, nach 
einigen Punkten der Sporenoberflächen convergirenden, erhabenen Leisten bedeckt. 
An den mehr kugeligen Sporen sind gewöhnlich vier oberflächliche Punkten 
vorhanden noch welchen jene Leisten convergiren. Die Behandlung mit con- 
centirtem Chloralhydrat macht diese Leisten besonders deutlich. Die Zygosporen 
habe ich an der Nährpflanze nicht gefunden. Dagegen haben sich dieselben 
gebildet an einer eine Woche alten Agarcultur, die durch einen Hyphomyceten 
verunreinigt war. Die Zygospore bildet mit den beiden, gleich grossen Suspensoren 
einen flachen Bogen, ist rundlich, 105—120 „ breit, dickwandig, braun. 
Die Membran ist mit niedrigen, im Umriss unregelmässigen, flachen, braun 
schwarzen Warzen dicht, doch unregelmässig bedeckt. Die Membran der 
Suspensoren glatt, gelblich. Die Suspensoren 90—120 x lang, konisch gegen 
die Zygospore erweitert, da bis 70 x breit. 

Nächst verwandt ist Rhizopus arrhizus Fischer (Rabenhorst flora, Pilze IV, 
2353), der jedoch eine niedrigere Columella und kleinere Sporen besitzt. 


ELSINOE Rac. nov. gen. Magnusiellae affinis. 


Parasitische Ascomyceten, deren Hyphen zwischen den Zellen der Nähr- 
pflanze leben, pathogene Geschwülste verursachen, zwischen der Epidermis 
und dem Mesoplhyll eine dünne pseudoparenchymatische Lage bilden, welche 
von der Epidermis lange bedeckt bleibt. In dieser pseudoparenchymatischen, 
farblosen oder hellgrauen Schicht bilden sich die Asci in ganz unregelmässigen 
Abständen, bald einzeln, bald zu einigen neben oder sogar unter einander. 
Asci breit eilörmig, klein, mit 8 länglichen, 5—4 zelligen Sporen. Perithecien 
oder Disci fehlen. 


ELSINOE CAVAVALLIAE Rac. 


Auf den Blättern, gewöhnlich an der Unterseite, seltener an der Oberseite, 
erscheinen, besonders längs der Nerven, aschgraue, halb kugelige, an der 
Oberfläche raulıe, rundliche oder zusammenfliessende Pusteln und Warzen 
von 2—1% mm. breite, 1—5 mm. Dicke, gewöhnlich sehr viele nebeneinander. 
Die Gallen bestellen aus einem dicken, pathogenem Neugewebe, sind von den 
zerdrückten Epidermis- und äusseren Mesophylizellen bedeckt. Zwischen den 
Zellen des Nährpflanze sind spärliche, septirte farblose Hyphen, mit kurzen, 
fast tonnenförmigen Zellen sichtbar, unter der Epidermis eine pseudoparen- 
chymatische Lage von ungleicher Dicke (10—58 « dick), im Inneren dieser 
bilden sich zerstreut und ganz unregelmässig die kleinen Asci. Die Asci stehen 
gewöhnlich einzeln, von den benachbarten durch das Pseudoparenchym getrennt, 
und durch dieses bedeckt, manchmal stehen mehrere Asci neben einander in 
Häufchen, mit den Asciwänden sich gegenseitig berührend. Die Asci farblos, 
rundlich eiföürmig, ohne allerenzirten Stiel, 16—19 £ breit, 20—22 „ lang, 
mit je 8 länglichen, graden, manchmal ein wenig wurstförmig gekrümniten, 
2—5-mal septirten, farblosen Sporen, von 2.8—3.5 x Dicke, 9—12 x Länge. 

Auf den Blättern, seltener Stengeln und jungen Früchten der Canavalia 
gladiata (Papilionaceae) bei Buitenzorg, äusserlich einer Exoascuskrankheit 
ähnlich, 


15 
ELSINOE ANTIDESMAE Rac. 


An der Unterseite der Blätter, an den Hauptnerven, seltener an secundären 
oder tertiären ‘Nerven erheben sich dunkel graue, eiförmig elliptische, am 
häufigsten längliche, sehr selten rundliche Warzen von 0.5—1.5 mm. Breite, 
1—10 mm. Länge. Au diesen patliogenen Geschwülsten, unter den gebräunten 
Epiderniiszellen verlauft eine dünne farblose Hymenialschicht, in welcher 
einzelue Asei dicht zerstreut liegen. Die Asci sind dickwandig, farblos, 
eiföormig Kkuglig, 19—21 „ breit, 21—25 „ lang, mit je 8 farblosen, 
länglichen, 2—35-mal septirten Sporen. Die Sporen sind 2—-5 x dick, bis 
14 x lang. 

Die Asci stehen bei dieser Art dichter neben einander, als bei den beiden 
anderen, ohne jedoch in Behälter eingeschlossen zu sein, oder eine zusammen- 
hängende Schicht zu bilden. 

Auf den Blättern der Antidesma heterophylla (Antidesmeae) in Buitenzorg. 


ELSINOE MENISPERMACEARUM Rac. 


Auf der Unter und Oberseite der Blätter, manchmal an den Hauptnerven 
und dann rundliche, 1—2 ınm. breite niedrige Warzen, von aschgrauer Farbe, 
in der Mitte gewöhnlich vertieft, von einer braunen Reactionszone umgeben. 
Das pathogene Gewebe nur sehr schwach entwickelt. Das Pilzmycelium und 
das sehr dünne Hymenium ist sonst den beiden anderen Arten ähnlich, 
ebenso die Asci und Sporen; doch stehen die Asci sehr häufig in flachen 
Gruppen zu 8 oder 10 neben einander gedrängt, von den benachbarten Gruppen 
durch das stromatische dünne farblose Gewebe getrennt. Die Sporen läng- 
lich, vierzellig. 

Auf den Blättern der Tinospora crispa und T. cordifolia in Buitenzorg. 


OIDIUM TABACI Tkhüm. 


Sehr gewöhnlich auf Java, doch immer ohne Perithecien, trotz dem, nach 
dem Bau der Conidien und Haustorien zu urtheilen sicher eine Erisiphe. 
Dieselbe Art ebenso ohne Perithecien, sehr häufig auf Adhatoda viscosa, 
Cucurbita sp., Phyllanthus sp., Heliotropium: Auch eine andere Oidiumarı, 
welche an der Unterseite der Ramelıblätter (Boehmeria tenacissima) lebt und 
häufig von einem Gicinnobolus befallen wird, bringt keine Perithecien hervor. 


STAMNARIA EPUISETI (Ho//m.) Sace. 


Sehr gewöhnlich an den Stengeln des Equisetum debile auf dem Slamat 
längs der oberen Waldgrenze, 


16 
HYPONECTRIA PANDANI Rac. 


Auf den Blättern entstehen 1—30 cm. lange, 0.5—3 cm. breite, nicht 
scharf begrenzte, gelbe Flecken, olıne dass die Blätter an diessen Stellen bald 
absterben. Die Blattlamina ist an diesen Stellen verdickt und am Längsschnitt 
voll von orange farbigen Knötchen. 

Die Hyphen verweben sich in den grossen Intercellularräunen, die in der 
Mitte der Pandanusblätter vorhanden sind, zu Perithecien, die isolirt, manch- 
mal weit von den benachbarten, manchmal melırere dicht neben einander liegen. 
Die Perithecien sind ganz im Inneren der Lufträume gebildet, nur ihre Kurze 
und schmale Oeflnung driugt durch die Zelllagen der Nährpflanze bis zur 
Blattfläche, bald an die Ober-, bald an die Unterseite durch. Die Perithecien 
sind kuglig, orangefarbig, 0.2—0.6 mm. breit. Im Inneren zwischen den faden- 
förmigen, sehr dünnen Paraphysen liegen die spindelförmigen, farblosen, sehr 
dünnwandigen Asci, welche bis 37 x breit, 100—125 „ lang sind. Die Sporen 
zu 8, farblos, einzellig, glatt, länglich, beiderseite stumpf zugespitzt, bis 13 
breit, bis 44 x lang. 

In den Blättern verschiedener Pandanusarten in der warmen Ebene Java’s 
häufig, so z. B. an den Blattern des P. littoralis fast überall amı Strande. In 
höher liegenden Regionen selten. 


LAESTADIA THEAE Ra. 


Auf den Blättern entstehen rundliche 1—4 cm. breite, braune, vertrocknende 
Flecken mit deutlicher Zonenbildung. Die einzeln Perithecien rundlich, im 
Blattgewebe eingesenkt, concentrisch angeordet, schwarz, ohne Paraphysen, mit 
verlängert elliptischen, 40—50 x langen, 8—9 „ breiten Asci’s, und je 8 farb- 
losen, elliptischen, einzelligen, 10—12 x langen, 4—5 „ breiten Sporen. Die 
Perithecien, welche 90—115 „ breit sind, brechen bald an der Ober-, bald an 
der Unterseite des Blattes hervor, gewöhnlich isolirt, ausnahnısweise zu zweien 
neben einander. 

Am Rande ebensolcher und z. Th. derselben Infectionsflecken, ebenso in 
concentrischen Ringen erscheinen unterhalb der Epiderniis, und diese sprengend, 
runde, braunliche, bis 200 x breite Behälter des Colletotrichum Theae Massee, 
welche möglicherweise, die Conidialform der Laestadia Theae Rac. darstellen. 
Die einzelligen Sporen sind farblos, elliptisch 7—9 x lang, 3—4 « breit. 

Die durch Laestadia und Colletotrichum verursachte Krankheit des Thee- 
strauches scheint keinen grossen Schaden anzurichten. Es werden fast nur ältere, 
nicht mehr pflückbare Blätter beschädigt; diese werden jedoch häufig gänzlich zerstört. 


17 
PHYSALOSPORA (?) HIBISCI Aac. 


An der Unterseite der Blätter gewölbte 0.5—1.5 mm. breite, gelbe bis orange- 
farbige Warzen bildend, denen an der Oberseite ein kleiner rundlicher, gelber 
Kreis entspricht. An der Spitze jeder erwachsenen Warze sind 1—8 zerstreute, 
winzig kleine Pünktchen, die schwarze Mündungen der Perithecien sichtbar, 
manchmal treten dieselben auch an der Oberseite auf. Die Perithecien rund- 
lich, in dem lebenden, und verdickten Gewebe eingesenkt, ihr Gehäuse orangeroth, 
neben der nicht heraustretender Mündung, manchmal auch an isolirten 
Stellen der Basis kohlschwarz. Die Perithecien dicht mit sehr dünnen, faden- 
förmigen Paraphysen erfüllt, 0.4—0.7 mm. breit und hoch. Die Asci sehr 
zahlreich, farblos, dünnwandig, cylindrisch, mit abgerundeter Spitze und langsam 
verschmälerter Basis, 120—145 « lang, 10—12 x breit, 8-sporig. Die Sporen 
in einer Reihe liegend, elliptisch, farblos, glatt, einzellig, 9 x breit, 14 « lang. 

Die Art errinert an die Hyponectria, besizt jedoch eine schwarze Mündung. 
Sehr häufig auf Java, besonders in den Stranddörfern auf Hibiscus tiliaceus, 
junge Blätter dicht bedeckend. Auch auf Thespesia populnea in Buitenzorg. 


| PHYLLACHORA COICIS Heu. 
Sehr häufig auf den Blättern des Coix Lacryma. 
PHYLLACHORA DECAISNEANA (Lev.) Sacc. 
Sehr häufig auf den Blättern des Ficus leucanthoma in Builenzorg. 


TELIMENA Rac. nov. gen. 


Blattbewohnende Parasiten, deren Perithecien in die Blattsubstanz eingesenkt 
sind, gewöhnlich zu mehreren beisammen stehen, und dann durch schwarzes, 
peripherisches, pseudoparenchymatisches Gewebe oberflächlich verbunden werden 
zu gewöhnlich an den Flecken radiär geordneten, kleinen schwarzen Strichen. 

Die Asei farblos, achtsporig; die Sporen länglich, farblos, durch Quer wände 
in 4 ungleiche Zellen getheilt, nämlich in zwei ganz kleine mittlere, und zwei 
grosse apicale Zellen. 


T. ERYTHRINAE Aac. nov. sp. 


Rundliche, zuerst gellgrüne, dann gelbe und braune Flecken von 1 cm. 
(seltener 0.5—2 cm.) Breite, die endlich vertrocknen und wegfallen. An diesen 
Flecken erscheinen kurze schwarze, glänzende Striche, die aus neben einander 
stehenden Perithecien bestehen, manchmal sind die schwarzeu Flecke rundlich 
und bis 0.7 nm. breit, gewöhnlich strichförmig 1—3 nım. lang, 0.7 un. breit, 
selten sogar dichotom gegabelt, an jedem Blattflecken radiär, wenn auch 
nicht regelmässig erscheinend. Die Perithecien rundlich, bei der Mündung, 
häufig auch an der Basis schwarz, sonst mit farblosser Wandung, ganz ein- 
gesenkt, nicht hervorragend, mit sehr vielen Schläuchen. Die Asci schmal 
keulenförmig, farblos, mit flach abgerundeter Spitze, achtsporig. Die Sporen 
farblos, länglich, grade oder etwas gebogen, in der Mitte häufig verschmälert, 
vierzellig, die einzelnen Zellen ungleich, die beiden mitteren niedrig, die 
beiden apicalen 5-bis 4-mal höher. 

Die Asci 17—20 r breit, 80-95 x lang; die Sporen 3—85 a breit 
20—28 x lang, die mitteren Zelle der Spore 2—4 x hoch, die apicalen 
8—12 „ lang. 

An der Blättern der Erythrina lithosperma in Seloh am Merapi. 


ALDONA Rac. nov. gern. 


Parasitisch in den Blättern lebende Pilze, welche unter der Epidermis 
ein helles, rundliches und grosses pseudoparenchymatisches Lager bilden, in 
welchem radiär, lineare, grade, manchmal dichotom verzweigte, sehr lange Frucht- 
scheiben gebildet werden, die von einem russschwarzen Gehäuse bedeckt sind. 
Das Gehäuse öffnet sich mit einer Längsspalte. Die Asci farblos, länglich 
keulenförmig, 8-sporig. Die Sporen konisch lanzetlich, mit  abgerundetem 
oberen Ende, gegen das untere Ende lanzetlich verschmälert, farblos, durch die 
Querwände in 8 (seltener 7—10) ungleiche Zellen getheilt. Die Paraphysen 
sehr dünu, an der Spitze verzweigt, und mit dem dadurch entstandenen Gewebe 
die Asci überdeckend. 

Makroskopisch durch die prachtvollen grossen, schwarzen, sternartig radiär 
angeordneten Fruchtkörper, die auf hellen, runden Flecken, der sonst grünen 
Blätter stehen sehr auffallend. | 


A. STELLA NIGRA Aac. 


Runde, gelblich braune Flecken an den Blättern von 0,5—4 cm. Breite, in 
welchen radiär die schwarzen Fruchtkörper, welche bis 2 cm. lang, bis 0.5 mm. 
breit sind verlaufen. Die farblosen, septirten Pilzhyphen entwickeln sich, in 
den Intercellularräumen des Schwammparenchyms, besonders reichlich unter den 
Epidermiszellen, und bilden endlich ein farbloses pseudoparenchymatisches 
Lager, von 40—60 x Dicke, welches von den Epidermiszellen überzogen wird. 
‚In diesem Lager entstehen die radiären Fruchtkörper, die bedeckenden Hyphen, 
zusammen mit den Epidermiszellen werden schwarz. Die Frucktkörper sind am 
breitesten im Centrum, gegen die Ränder immer schmäler, grade und unverzweigt, 
oder 1—3-mal gegabelt. Die farblosen Asci stehen sehr dicht bei einander, sind 
20-25 « dick, 85—110 x lang, schmal keulenförmig. ‚Die farblosen Sporen 
sind lanzettlich keulenförmig, mit abgerundetem oberen Ende, 31—40 1 lang, 
7—9 er breit, durch die Querwände in 8 (selten 7—10) Zellen getheilt, und 
etwas eingeschnürt, an den Berührungsflächen der einzelnen Zellen. Auf 
Blättern des Pterocarpus indicus in Padang (Sumatra), bei Buitenzorg (Java). 


20 
ENDOPHYLLUM GRIFFITSIAE Aac. 


Auf den Blättern der Griffithia fragrans und Randia scandens orangegelbe, 

runde 0.5—1.5 cm. breite, Oberseits vertiefte, an der Unterseito gewölbte 
Flecke bildend. Mycelium intercellulär, in die Zellen des Mesoplıylis kurze 
verzweigte Haustorialbyphen sendend. Die Teleutosporenlager werden, als 
eine dichte Anhäulung der Hyphen, mehrere Zellschichteu unterhalb der 
Epidermislage der Unterseite augelegt uud sind zunächt ganz von der Perilie 
umgeben, die die obenliegenden Zellenlagen zerdrückt und zersprengt, mit 
einer kreisrunden Oelinung sich ‚öffnet. Der Rand der Peridialöffuung ist 
entweder ganz glatt, oder mit nur wenigen weissen Peridialzähnen besetzt. 
. Die Teleutosporen werden nach der Art der Aecidiosporen kettlenweise 
abgegliedert, in den jungen Stadien durch die schmalen und vergänglichen 
Zwischenzellen von einander getrennt, ausgewachsen rundlich eckig 18 bis 22 r 
breit, mit orangegelben Inhalt, dünner, punktirter Membran. Sie keimen im 
Wasser nach einigen Stunden, und bilden eine Basidie, welche durch 5 (Quer- 
wände in 4 Zellen getlieill wird, deren jede eine kurze Sterigme mit einer 
rundlichen Basidiospore bildet. 

Keine andere Fruktification des Pilzes wurde an den Nährpflanzen beobachtet. 
„Die Teleutosporenbecher. sind '), Mm. breit und stelen in regelmässigen 
0.7—1 Mm. grossen Entfernungen von einander. 

Der Parasit gehört nicht zu den häufigen, nur vereinzelte Blätter der 
Nährpflanze sind damit behaltet, die Flecke vertrocknen nachträglich, und 
der der Pflanze zugefugte Schaden ist nur unbedeutend. | 

Als eine Merkwürdigkeit will ich erwahnen, dass die Sterigmen mancher 
Sporen in Wasserkultureu gegabelt waren, doch nur an einem Gabelaste eine 
Sporidie abgegliedert haben. | 

Nachtrag. Nachträglich habe diese Art in reichlicher Menge in Depok bei 
Batavia auf wildwachsender Griffitsia, aber auch auf dor Rubiaceae Pavetta silvatica 
gefunden. An der letzten Pflanze, die sonst keine andere Uredineae nährte, 
nicht aber auf den Griffitsia und Randiaarten ist eine Spermogoniumart 
vorbanden, welche zwar nicht zusammen mit den Teleutosporen vorkommt, 
doch wahrscheinlich zu dem Endophylium Griffitsiae gehört. 

Auf den Blättern entstehen hellgelbe runde, scharf begrenzte Flocke, 
bis 4 cnı. im Durchmesser, an deren Oberseite, seltener auch auf der Unter- 
seite die Spermogonienhäufchen ın regelmässigen, concentrischen Ringen an- 
geordnet, als bis */, mm. breite Häufchen stehen. Die Spermogonien werden 
auf. den Epidermiszellen unterhalb der Cuticula angelegt, und werden lange 


21 


von einer dieken und diehten Peridiallage des Pilzes bedeckt. Auf dem Boden 
der Sori steht eine dichte Reihe cylindischer parelleler, brauner Hyphen, 
welche apical die winzig kleinen Spermatien abschnüren. Die Öffnung ist 
klein, apical, nachträglich wird jedoch die bedeckende Peridialschicht zur Seite 
gehohen und dann stehen die Spermatien bildende Hyphen frei. Haustorien 
und Hyphen, wie bei Endophyllum Griffitsiae entwickelt. 

Wahrscheinlich ist das unsere Endophyllum identisch mit Aecidium 
Grifütsiae Hennings. 


UROMYCES PHASEOLI (Pers.) Link. 


Sehr häufig auf den Sojafeldern auf Java, und an manchen Stellen 
(Vorstenlanden) sehr schädlich. Ebenso an verschiedenen Phaseolusarten. 


PUCCINIA CURCULIGO ARae. 


Uredolager an der Blattunterseite, seltener Blattoberseite rundliche, bis 
0.5 mm. breite dunkelbraune Häufchen bildend, welche in concentrischen 
Ringen, 2—8 mm. breite Flecken bedecken. Die Uredosporen rundlich, oder 
rundlich eiförmig, mit feinstacheliger dicker, brauner oder braungelben Membran, 
12—16 „ breit, 18—21 „ lang. Die Teleutosporen ebenso wie .die Uredo- 
häufchen in concentrischen Ringen localisirt, braunlich, sehr dicht gedrängte, 
sehr kurz gestielte Teleutosporen tragend. Teleutosporen länglich eiförmig, 
mit blassbrauner glatter Wand, in der Mitte eingeschnürt, an der Spilze 
abgerundet oder ein wenig verdickt, mit abfallendem Stiel, 14—16 « breit, 
3%—40 x lang. | 

Auf den Blättern der Curculigo recurvata und C. latifolia auf Slamat. 


PUCCINIA (MICROPUCCINIA) THWAITESII B. et Br. 


Die Teleutosporenläger braunschwarz, rundlich bis */, mm. breit, sehr 
dicht bei einander stehend, 1—2 cm. breite runde Flecken an der Blatt- 
unterseite occupirehd, welche immer nach unten gewölbt sind. Die Teleuto- 
sporen oblong, in der Mitte nicht oder wenig eingeschnürt, dickwandig, glatt, 
braun, bis 20 „ breit, 28—34 „ lang, die obere Zelle mit einem apicalen Porus. 

Auf den Blättern, seltener an den Stengeln der Gendarussa vulgaris 
(Acanthaceae) über ganz Java verbreitet, ebenso in der Ebene wie im Hügellande 
häufig, eine der gewöbnlichsten Uredineen Java’s. | 


HAMASPORA LONGISSIMA Korn. 


-Uredohäufchen an der Blattunterseite stehend, bis 1 mm. breit, rundlich, 
orangefarbig, die Uredosporen kurz eiförmig, fast kuglig, 30—25 x lang. ihre 


22 


Membran dünn, stachlig. Die Teleutosporenlager brechen zwischen den Uredo- 
sporen hervor, als grade, dann häufig gewundene, hoch orangefarbige, nach 
dem Trocknen weisse, sehr dünne, 1—5 mm. lange Fäden, die seltener ein- 
zeln, gewöhnlich bis zu 10 neben einander stehen. Es sind in solchen bei 
feuchtem Wetter gallertartigen Fäden sehr viele, sehr lang gestielte, schmal 
spindelförmige Teleutosporen, mit dünner, glatter Membran, die an der Spitze 
im einen schmal conischen farblosen Fortsatz auslaufen, vorhanden. Die Teleuto- 
sporen sind durch die Querwände gewöhnlich in 4, seltener in 2—B Zellen 
getheilt, die an der Nährpflanze an apicalen Ende eine vierzellige Basidie 
bilden, an welcher an langen Sterigmen, grosse eiförmige Sporidien stehen. 
Die Sporidien sind bis 20 x lang, die einzelnen Zellen der Teleutospore 
18—40 „ lang, bis 15 a breit. Die sehr langen Stiele der Teleutosporen 
haben am oberen Ende eine dicke, farblose Membran, und etwas gelben Inhalts. 

Die Art ist mit Gymnosporangium, nicht mit Phragmidium nächstverwandt 
und besitz die grössten mir bekannten Sporidien. Vielleicht ist sie mit der 
südafrikanischen H. longissima Körn. identisch, was ich jedoch in Ermangelung 
von Vergleichsmaterial nicht sicher entscheiden kann. 

Auf den Blättern des Rubus moluccanus auf dem Wulkan Merapi in 
Mittenjava häufig. 


CRONARTIUM KEMANGAE Aac. 


Der Parasit verursacht an den lederharten Blättern karakteristische Flecke, 
von 0.5 bis 5 cm. Breite, welche in der Mitte zu concetrischen Ringen an- 
geordnete Uredo oder Teleutosporenläger zeigen, zackig durch dünnere Nerven, 
oder in graden Linien durch dickere Nerven abgegrenzt sind. Die Infections- 
flecke sind gelbgrün, schwärzlich marmorirt, Die Uredohäufchen sehr klein, 
bis 0.5 mm. breit, orange, rundlich, von einigen, losen, sehr kurzen, gegen 
die Mitte des Sorus geneigten Paraphysen umgeben, die Uredosporen genau 
rund, mit grossen Stacheln bedeckt, 21—235 x breit. . 

Die Teleutosporensäule ausserst schmal und kurz, dicht beisammen stehend, 
grau, aufrecht, 20—25 # dick, 90—125 x hoch, aus 4—8 Zellreihen gebildet. 
Die Teleutosporenzellen 10—16 x lang, 8—10 „ breit, polygonel, auf den 
Blättern mit dicken Promycelien keimend, welche auf kurzen dünnen Sterigmen 
rundliche Sporidien bilden. 

Eine Pseudoperidie, wie bei anderen Arten fehlt, nur wenige ganz kurze 
Hyphen, und gesprengte Epidermiszellen umgeben die Basis der Teleutosporensäule. 

Sehr gewöhnlich an den Blättern der Mangifera Kamanga Bl. bei Buiten- 
zorg und im Preanger. 


>- 


23 
CRONARTIUM MALLOTI ARac. 


Das Mycelium wächst am dichtesten zwischen dem Schwammparenchym- 
zellen der Blattunterseite, nur selten drängen sich die Hyphen zwischen die 
Pallisadenzellen der Oberseite. Die intercellulär verlaufenden Hyphen senden 
in die benachbarten Parenchymzellen Haustorien, welche gewöhnlich im Inneren 
der Nährzelle kugelartig erweitert, nur selten verzweigt, gewöhnlich zu 2—3 
in einer Nährzelle vorhanden sind. | 

Die Uredolager sind von einer gut ausgebildeten Peridie umgeben. Die 
Peridie besteht aus einigen Lagen der randständigen Zellen des Pilzes, welche 
gestreckt, einige Male getheilt, gegen die Mitte des Lagers geneigt sind und 
dieses gut verschliessen. Bei der Reife, nach dem die Epidermislage zerrissen 
ist, tritt die Peridie nach aussen, als eine halbkuglige, orangerothe Erhebung. 
Ihre Endzellen sind fadenförmig, frei, dickwandig, bis 13 a breit, bis 42 x lang. 

Im Inneren der Peridie werden die einzelnen Uredosporen von ihren 
Stielen abgeschnürt. Die Uredosporen sind orangegefärbt, eiförmig, mit einer 
glatten Membran und mit mehreren (mindestens 4) Poren, zweikernig, 
56—47 p lang, 25—354 „ breit. 

Im Inneren einer ebenso gebauten Peridie bildet sich ein Teleutosporen- 
lager, bald unten von den Uredosporen umgeben, bald ohne dieselben. Die 
Teleutosporen, welche nach Art des Cronartium nit einander verbunden sind, 
bilden ein fadenförmiges, rothbraunes Gebilde, bis 2 mm. lang, bis 50 x dick. 
Die einzelnen Teleutosporen sind cylindrisch, 80—70 x lang, bis 110 x dick. 
Diese keimen mit einer Basidie, welche 4 Sporidien abschnürt schon an der 
Nährpflanze. 

An der Unterseite der Blätter des Mallotus woluccanus (Euphorbiaceae) 
sehr häufig in der warmen Ebene bei Tegal und Klaten. 


DIETELIA EVIAE Rae. 


Die Uredohäufchen an der Blattunterseite zerstreut oder seltener in 
concentrischen Kreissen stehend, orangegelb, bis 0.5 mm. breit, von einer 
niedrigen Peridie an der Basis umgeben. Die Peridie besteht aus breiten 
Hyphen, die durch einige Querwände in langeiförmige Zellen gegliedert sind. 

Die Uredosporen gewöhnlich lang eiförmig, mit schmaler Basis und ab- 
gerundetem Scheitel, orangegelb, mit Ausnahme der basalen Theile warzig, 
20—36 x lang, 16—20 £ breit. 

Die Teleutosporenlager erscheinen, als bis 0.3 mm. breite, niedrige, braune 
Wärzchen an der Blattunterseite. Sie bestehen aus vielen, dicken und kurzen 
Zellreihen, die mit einander zwar verbunden sind, aber leichter als bei 


24 


Cronartium durch Druck in einzelnen Zellfäden und sogar Zellen zerfallen. 
Die "Teleutosporensäule ist etwa so breit, als hoch (bis 150 „), an der Basis 
von den niedrigen Hyphen der Peridie, etwa bis zur Hälfte der eigenen Höhe 
umgeben, ausserhalb welchen der emporgerichtete Ring der zerrissenen Epidermis 
zellen hervorragt. Die Endzellen der Peridie sind keulenförmig angeschwollen. 
Die Teleutosporen bilden sich reihenweise, 8—14 in einer leihe, ohne 
Zwischenzellen, sind so breit als dick und hoch, die unteren deutlich eckig, 
die obersten abgerundet und 16—20 « lang und breit. 

Die Teleutosporen keimen in kurzer Zeit in Wasser, und zwar wächst 
von ihren oberen Ende eine an der Basis erweiterte, weiter dünnere, an der 
Spitze wieder erweiterte, grade Hyphe, in welche das Plasma der Teleutospore 
hineingeht, bis zur erweiterten Spitze wandert und da durch Querwände in 
& fast isodiametrische Zellen sich fächert. Diese Querwände sind entweder 
alle senkrecht zur Längsrichtung der Mutterhyphe gerichtet, oder eine 
Querwand in der Mitte verlauft parallel der Mutterhyphe, die anderen 
senkrecht, oder aber die Querwände ordnen sich so, dass die entstandenen 
& Zellen an den Ecken eines Teträeders liegen. Diese Zellen bilden keine 
Sterigmen, (wenigsten in Wasser), sondern lösen sich von einander, als bis 
10 & breite Sporidien ab. 

| An der Unterseite der Blätter der Evia (Spondiaceae) acida, E. borbonica, 
E. duleis, auf Java sehr verbreitet, doch sehr selten mit Teleutosporen. 
Während die mit Uredosporen bedeckten Blätter überall zu finden sind, habe 
ich die Teleutosporen nur in den trockenen Monaten in Tegal gesehen. 

Von Cronartium, durch die dicken aber kurzen Teleutosporenkörper 
verschieden, wahrscheinlich mit Dietelia verruciformis Hennings verwandt. 
Interessant durch die Art der Keimung der Teleutosporen. 


HEMILEIOPSIS STROPHANTI Rac. nov. gen. et sp. 


Die Blätter des in dem Culturgarten zu Tjikeumeuh bei Buitenzorg 
kulturirten Strauches Strophanthus dichotomus (Apocyneae), ebenso wie die- 
jenige mancher anderer Arten der Gattung, welche in dem Lianenquatier des 
Plantentuin in Buitenzorg wachsen, werden häufig kränklich, bleichgrün und 
fallen frühzeitig ab. Die Ursache davon ist eine Uredinee, welche schon junge 
Blätter antastet, an den noch dunkelgrunen massenhaft gelbe, dicht stehende, 
aber winzig kleine Uredoläger an der Unterseite bildet, welchen später weiss- 
liche Teleutosporenläger folgen. Die letzteren sind häufig grau, infolge der 
Veberwucberung durch die grauen Hyphen eines epiphyten Pilzes, der in den 
gallertartigen Teleutosporenläger sehr üppig wuchert und dieselben ganz 
überzieht. 

Diese Uredinee, die ich Hemileiopsis Strophanti nenne, besizt die Uredo- 
sporen einer Hemilea und Teleutosporen die an Ravenelia errinern. 

Das Mycelium besteht aus dicken, in grösseren Abständen septirten Hvphen, 
deren Enden abgerundet sind. In den dichten Plasma sind unmittelbar unter 
der wachsenden Spitze 2 Zellkerne vorhanden. Diese Hyphen wachsen in den 
grossen Intercellularräumen das Schwammparenchyms des Blattes und zwar im 
Gegensatz zu den meisten Uredineen sind die Hyphen den Membrauen der 
Nährpflanze nicht angeschmiegt, sondern verlaufen meistens in grader Richtung 
quer, nur selten Zweige liefernd, durch die Lufträume bis zu einer Zelle, 
welche durch ein seitlich oder apical an der Hyphe stehendes Haustorium 
zum grossen Theile ausgefüllt wird. Die Haustorialhyphe, welche am Eingang 
in die Nährzelle sehr dünn ist, wird im Inneren derselben dicker, wächst bis 
in die Nähe des Zellkernes, und verzweigt sich da reichlich, kurze, dicke, 
abgerundete, häufig gekrümmte, vielfach dichotom gegabelte Aeste bildend, die 
zusammen ein dichtes Knäuel bilden, in welchem der deformirte Zellkern der 
Nährzelle noch zu erkennen ist. Die Zahl der Haustorien ist an jedem Blatt- 
querschnitt gering, die angelasteten Nährzellen liegen weit von einander entfernt. 

Auf dem Querschnitt von einem Blatte mit jungen Uredolagern liegen 
unter vielen Spaltöffnungen der Blattunterseite einige rundliche oder eiförmige 


26 


Zellen des Pilzes, die zusammen eine rundliche Bulbille bilden, welche von 
einer dicken Membran umgeben ist, einige Hyphen in dass Mesophyll, einige 
andere: schmale, parallele, fest verwachsene in die Spaltöffnung sendet. Die 
letzten schnüren an ihre Spitze je eine Uredospore ab, welche denjenigen der 
Hemileia ähnlich, doch mehr unregelmässig ist. In Allgemeinen sind die 
Uredosporen unregelmässig telraödrisch, mit breiter Oberseite, gegen die Basis 
glatt, sonst mit conischen Stacheln besetzt, die durch Wandverdickung ent- 
stehen. Ausserden jedoch zeigt die Wand flache oder spitze Emporwölbungen, 
besonders an der Oberseite der Spore, 1 bis 5 an der Zahl. Die porenlose, 
gelbe Uredosporen sind 30—42 „ breit und lang und keimen gleich mit 
langen Hyphen. 

Mehr complicirt sind die Teleutosporenlager gebaut. Auch diese entstehen 
aus einem dickwandigen Hyphenknäuel einer Spaltöffnungslufthöhle, doch 
sind diese Bulbillen gewöhnlich grösser, als diejenigen der Uredosporen. Die 
Knäuel bestehen aus 10—30 fast isodiametrischen Zellen ; die Aussenwand 
derselben ist besonders dick, und die ganze Bulbille rundlich, gegen die Spalt- 
öffnung ausgezogen. Die Zellen dieser Bulbille sind dicht mit Plasma erfüllt, 
mit je 2 Kernen versehen, manche von den ausseren sind durch einige Hyphen 
mit den Nährung, liefernden Haustorien in Verbindung. Gegen die Spalt- 
öffnung zu, bilden sich nachträglich einige verlängerte, prismatische Zellen, 
die zu einer Säule verwachsen sind. Oberhalb der Blattepidermis, laufen die 
apicalen Zellen der Säule in je eine verflachte, mit den benachbarten zu 
einem halbkugligen Körper verklebte Blase, die an dem Aussenrand in basi- 
fugaler Folge auf zahlreichen, kurzen Sterigmen mehrere Teleutosporen bilden. 
Dadurch entsteht ein Häufchen, von (20—50) Teleutosporen, die durch eine 
gallertartige Subtanz mit einander und der Blattfläche verklebt sind. Die 
Teleutosporen sind flach abgeplattet, von oben gesehen unregelmässig 3—7-eckig 
mit concaven Seiten, und etwas ausgezogenen abgerundeten Ecken, 26—30 « 
breit, farblos, mit glatter Membran. 

Die Keimung tritt gleich bei der Reife, an noch nicht ahgefallenen Blättern, 
mit einem graden Promycelium, welches in 4 Zellen getheilt wird, deren jede 
eine rundlich eiförmige Sporidie, an einem kurzen Sterigma bildet. 

Aecidien und Spermogonie nicht vorhanden. 


HEMILEIOPSIS WRIGHTIAE Aar. 


Die, durch Uredolager verursachten Flecken der Blätter denen durch 
Hemilea vastatrix sehr ähnlich, aber kleiner; an der Blattoberseite entsteht 
gewöhnlich eine gelbe 1—3 mm. breite, genau runde Vertiefung, der an 


27 


der Blattunterseite eine mit orangefarbigen Uredohäufchen bedeckt. Wölbung 
entspricht. Die Uredosporen bilden sich wie bei Hemileiopsis Strophanti und 
Hemileia und sind denjenigen der H. vastatrix ganz ähnlich, billateral eiförnig, 
mit stachliger und gewölbter Oberseite, glatter und mehr flacher Unterseite 
20—26 „ lang, 18—2% „ breit, orangefarbig. 

Die Teleutosporen bilden sich wie bei Hemileiopsis Strophanti Rac. sind 
farblos, mit glatter Membran, flach, mit weit ausgesogen und abgerundeten 
4 Ecken, und gewöhnlich 1 bis 2 ebensolchen Fortsätzen an der Oberseite, 
mit den Fortsätzen bis 60 „ breit, bis 30 x dick. 

Sehr gewöhnlich an der Blattunterseite der Apocyneen: Wrightia javanica DC, 
W. mollissima Wall. und W. tinetoria R. Br. 


Auf Java kommen viele Uredineen vor, welche mit Hemileia vastatrix 
nächst verwandt sind. Unter dem Gattungsnamen Hemileiopsis fasse ich die 
Uredineen mit vieleckigen, einzelligen Teleutosporen, deren Ecken ausgezogen, die 
Ränder concav sind, und die auf eigenartige, oben beschriebene Weise entstehen. 

Die Uredosporen sind bald wie bei Hemileia, bald eiförmig. Wahrschein- 
lich zu einem der beiden Genera gehört Uredo Dioscoreae aculeatae U. antidesmae 
und Uredo Phaji, deren Sporen der Hemileia gleich sind. Die verwachsenen 
Teleutosporen unterscheiden die Gattung Ravenelia von Hemileia und Hemileiopsis, 
mit welchen sie nächst verwandt ist. 


AECIDIUM CINNAMOMI Rae. 


Erscheint an den jungen Stengeln, hier erhabene bis 1 cm. lange, bis 
0.5 mm. hohe unregelmässige, gelblich grüne Polster verursachend, an welchen 
die Aecidien durchbrechen, und an den Blättern, besonders häufig an den 
jungen, diese ganz vernichtend. Die Aecidien brechen gewöhnlich an der 
Unterseite der Blätter durch, seltener an deren Oberseite, und sind gewöhnlich 
in 1—8 cm. breiten orangegelben Flecken angehäuft; seltener bedecken sie 
die ganze Blattober- und Unterseite. 

Einzelne Aecidialbecher 0.3 mm. breit, von einer weissen, anfangs flach 
halbkugligen, dann sternarlig in 5—8 Lappen zerreissenden Peridie umgeben. 
Die Zellen der Peridie polygonal, 65—7 eckig, dickwandig, bis 30 £ breit, ihre 
Wand mit kurzen, unregelmässigen Leisten fast nelzartig bedeckt. 

Die Aecidiosporen bald rundlich, bald kurz eiförmig oder eckig, ihre 
Membran ist gewöhnlich an einer Seite stärk verdickt und an beiden Polen 
glatt, im der Mittelzone grobwarzig. Der Inhalt der Aecidiosporen ist orange- 
gelb. Die Sporen keimen in Wassertropfen nach 12 Stunden mit einer langen 


m . 


28 


Hyphe. Spermogonien nicht vorhanden. Obwohl ich den Pilz seit längerer Zeit 
kenne, und die inficirten Bäume zu verschiedenen Jahreszeiten untersucht 
habe, konnte ich doch keine Uredo- oder Teleutosporenlager finden. 

Ein fur Cinnamomum zeylanicum sehr schädlicher Parasit, indem häufig 
alle jungen Triebe befallen und ganz vernichtet werden, die jungen, befallenen 
Blätter sind bei intensiver Pilzinvasion verunstaltet, gekrümnt, orangegelh 
und sterben ab, bei beschränkter Invasion bekommen die Blätter nur todte 
Flecke verschiedener Grösse, bei Infection etwas älterer Blätter entwickelt 
sich der Pilz intercellulär, braunliche, radiär sich ausbreitende Flecken bildend, 
doch nicht mehr fruktifieirend. 

In Buitenzorg auf Cinnamomum zeylanieum. 


UREDO 60SSYPII Zag. 


Diese Uredinee ist häufig an den Blättern des auf Java nur wenig 
gepflanzten Gossypium herbaceum, ohne die Pflanze stärk zu schädigen. Die 
Uredohäufchen sind klein (bis 0.2 mm. breit), rundlich von kurzen Paraphysen 
umgeben, unregelmässig zerstreut, häufiger längs den Nerven hervorbrechend. 
In Tegal und Buitenzorg gefunden. | 


UREDO ACOR!I Rac. 


Die Uredohäufchen auf beiden Seiten der Blätter dicht stehend, hald 
rundlich, bis '/, mm. breit, bald etwas ausgezogen, häufig zusammen fliessend. 
Die Uredosporen rundlich oder verkehrt eiförmig, mit abgestutzter, schmaler 
Abbruchsstelle des Stieles, gelb bis gelbbraunlich, mit stachliger Membran, 
22 —24 x breit, 24—28 „ lang. 
Auf Acorus terrestris Rumph. in Buitenzorg. 


UREDO TECTONAE Rae. 


Kleine (bis '/, mm. breite), runde Uredohäufchen stehen dicht nebenein- 
ander, manchmal die ganze Blattunterseite bedeckend, manchmal nur auf 
beschränkten Stellen, besonders nehe dem Rande, ohne Paraphysen. Die Uredo- 
sporen kuglig eiförmig, orangefarbig, mit dünner, dicht mit kleinen Stacheln 
bedeckter Membran, 20—2%7 u lang, 16—23 x breit. 

Sehr gewönhlich an der Unterseite der älteren Blätter der Tectona 
grandis, diese manchmal ganz überziehend. Entwickelt sich noch reichlieh 
an abgefallenen Blättern. Ueberall auf Java angetroffen, ohne merklichen 
Schaden für die Nährpflanze, 


99 
„ UREDO DIOSCOREAE FILIFORMIDIS Aaec. 


Die Uredohäufchen an der Blattunterseile, auf dünkelbraunen, 1—7 mn. 
breiten, runden Flecken der Lamina, einzeln auf kleineren, ringförmig gruppirt 
auf grösseren, rundlich, lange von der Epiderinis gedeckt, welche eudlich 
(fast immer) mit einer Spalte aufspringt, doch die Sori auch nachträglich 
z. Th. überdeckt. Keine Paraphysen. Die Uredosporen rundlich eilörmig, mit 
abgestutzter Anheftungsstelle, gleichinässig dicker, wit kleiner Stacheln bedeckter 
Membran, gross, 23—38 x lang, 20—26 » breit. 

Auf den Blättern der Dioscorea filiformis Bl. in Buitenzorg. 


UREDO CHONEMORPHAE Aac. 


Der Pilz verursacht an den Blättern, kleine 1—2 mm. breite, polygouale, 
eckige, anfangs rölhliche, dann braune Flecke, an deren Unterseite die Uredo- 
häufchen hervorbrecheu. Die Uredohäufchen sind rundlich, bis 0.5 mm. breit; 
sie steheu entweder einzeln auf einem verlärbten Fleck (so besonders häufig 
bei Cercocoma macrantha (T. B.)) oder zu mehreren unregelmässig veriheilt 
(so bei Ghonemorpha miacrophylla). 

Die Uredohäufchen sind orangegelb und von 'einer Lage keulenförwig 
angeschwollener, farbloser Paraphysen umgeben. Einzelue Uredosporen mit 
fein stachliger Membran, verkehrt eilörmig, mit abgestutzter, verschmälerter 
Basis, 24—32 a lang, 1 16—20 « breit. 

Sehr häufig an den Kautsclhuklieferenden Apocyneaeen Chonemorpha 
macrophylla Don und Cercocoma macrantha Teys. et B., ohne grossen Schaden 
an der Nährpflanze zu verursachen. Durch die polygonalen, isodiametrischen, 
kleinen Flecken charakterisiert und leicht erkennbar. 


UREDO DIOSCOREAE ALATAE Aae. 


Die Uredohäufchen treten in Blatiflächen, Blattstielen und besonders häufig 
in den Stengeln auf. Die Mycelfäden laufen intercellulär, sind bis 6 # dick, 
reich verästelt in, senden besonders der Nöhe der Gefässbündel die Haustorien 
in die Parenchymzellen. In der Blattfläche entstehen die Uredohäufchen nicht 
weit von der Epidermis, in den Blattstielen und Stengeln bilden sich dieselben 
nicht oberflächlich, sondern unregelmässig im ganzen Gewebe zerstreut, häufig 
in der Nähe der Gefässbündel, sogar an deren inneren Seite. Manche Hyphen 
dringen nämlich in 'eine oder einige, benachbarte grusse Zellen ein und füllen 
dieselben mit Hyphenästen dicht aus, einen pseudoparenchymatischen Körper 
bildend. In diesem entstehen die Uredosporen die schon im Inneren der 
Pflanze, in Jen noch ungeöffneten Uredo pusteln frei werden. Die'orangegelben 


“u m Ge en er 


50 


Uredosporen treten aus solehen Pusteln erst nach dem Tode der kurzlebigeti 
Sprosse hervor, die oberflächlichen Pusteln sprengen dagegen die bedeckenden 
Zelllagen der Nährpflanze und erscheinen als bis 0.7 mm. breite orangerothe 
Vertiefungen. Die Sporen keimen mit Hyphen, sind orangeroth, mit stachliger 
Membran, eiförmig oder rundlich 12—18 „lang 10—17 breit. Die Teleutosporen 
nicht gefunden. Auf D. alata und einigen verwandten Arten hänfig in Buitenzorg. 

Das eigenthümliche dieser Art, ist die Lage der sehr tief in das Gewebe 
der Nährpflanze eingesenkten Uredohäufchen. Es ist mir keine andere Uredinee 
mit solcher Localisation der Uredosporen bekannt; ähnlich, doch ohne einen 
eigentlichen Sorus zu bilden entstehen die Teleutosporen des Uromyces 
Valerianae auf Valeriana dioica, welche deswegen an die Entyloma Arten 
errinern. Von den beiden brasilianischen Dioscorea Uredineen Hennings, scheint 
die javanische Art deswegen verschieden zu sein. 


UREDO (HEMILEA) DIOSCOREAE ACULATAE A«c. 


Die ganze Blattunterseite mit winzig kleinen, oberflächlichen, orangegelben 
zerstreutstehenden Uredohäufchen bedeckt. Die Uredosporen bilden sich auf 
dieselbe Weise, wie bei Hemilea vastatrix. Die zwischen den Mesophylizellen 
verlaufenden Hyphen treten in eine Spaltöffnungslufthöhle und bilden da einen 
kugligen, oder flaschenförmigen, wehrzelligen, aussen von einer dicken Membran 
umgebenen Körper, den Sammelkörper der Nährstoffe des Pilzes, welcher 
unmittelbar unter der Spaltöffnung liegt und von dem einige saulenförmig 
verbundene, kurze und dünne Hyphen an die Unterfläcbe des Blattes komınen 
und da mehreren Uredosporen, die zusammen ein aufliegendes Häufchen bilden, 
erzeugen. Die ÜUredosporen von oben gesehen drieeckig, mit abgerundeten, 
Ecken, mit kurzen Stacheln bedeckt, an der Unterseite glatt, von der Seite 
gesehen flach, mit convexem stachligen Scheitelrand, und flachem, concavem 
oder etwas convexem, glatiem Unterrand. Die Uredosporen sind orangegelb, 
21—26 x breit, in Wasser bald mit einer Hyphe keimend. 

Die Teleutosporen noch nicht gefunden. 

An der Unterseite der Blätter der D. aculeata und noch anderer Species 
dieser Gattung in Builenzorg. 


PACHYSTERIGMA GRISEA Aac. 


Auf den Blättern der Eichhornia crassipes in Buitenzorg. In den dichten 
Rasen der Wasserhyacinthe sterben manchmal viele Blätter entweder vollständig 
ab, oder bekommen grössere vertrocknende Flecken. An solchen Flecken sind 
zwei verschiedene Pilze, bald von einander getrennt, bald durch einander 


51 


wachsend zu finden, und zwar ein runde, braune, bis 1 mm. breite Sclerotien 
bildender, den ich nicht bestimmen konnte, und ein anderer, ebenso wie der 
vorige das Absterben bedingender, obwohl nur epiphytischer Pilz, Pachysterigma 
grisea Rac., ein einflach gebauter Basidiomycet mit dorsiventralen Basidien. 

An der Unterseite der Blätter finden sich unregelmässig begrenzte 1—8 cm. 
breite Stellen vor, mit weisslich grauem Ueberzug bedeckt, die nachträglich 
absterben. Die Flecken sind manchmal durch die dickeren Nerven begrenzt, 
häufiger erscheinen sie jedoch unregelmässig, wie eine Landkarte gezeichnet. 
Später entstehen noch neue Flecken, und so bleibt endlich gar keine oder 
fast keine grüue Blattfläche übrig und die Blätter vertrocknen ganz. 

Das Pilzmycelium bildet eine dünne, sehr lockere, spinngewebearlige 
Lage und besteht aus tiefer verlaufenden graden, bis 10 x dicken, septirieu 
Fäden, welche anfangs eine farblose Meınbran haben, die jedoch später bräun- 
lich wird. Aus diesen graden und dicken Hyphen entspringen bedeutend 
dünnere, ınehr verzweigte, unregelmässige, gekrümmte, welche endlich frukti- 
fieirende Seiteuäste trägen. Während die graden Hyphen ein ausgesprochenes 
Längenwachstun besitzeu, und dem Pilz ermöglichen immer weilere Kreise 
zu bedecken, so zeichnen sich die zuleizt erwähnten fruktificirienden Aeste 
durch ihr beschränktes Wachsthum aus, indem ihre Spitzen zu Basidien sich 
ausbilden. 

Die fruktificirende Hyphen entspringen ungefahr senkrecht aus den laugen 
sterilen und wachsen zunächst in der Ebene des Myceliums. Bald jedoch 
krümmt sich ihre Spitze senkrecht nach aussen, schwillt ein wenig an, ihr 
Plasma wird glänzend und dick. Es ist die junge Basidie, welche bald durch 
eine Querwand von der basalen Hyphe abgetrennt wird, an der Spitze 4 Sterigmen 
treibt, an welchen endlich die Sporidien abgeschnürt werden. Da das Mycelium 
die Unterseite der Blätter bedeckt, so ragen die Basidien mit ihren Spitzen 
auch nach unten, ohne jedoch eine Abhängigkeit von der Schwerkraft 
zu zeigen. 

Die Krümmung der Hyphen durch welche die Spitze der Basidie nach 
aussen gerichlet wird ist auf die Basidie selbst beschränkt, deren hinterer 
Rand länger wird während der vordere sich verkürzt. Die Basidien sind alse 
zygomorph, und ihre Symmetrieebene fällt immer senkrecht zur Mycelfläche. 

Die Basidien sind von schmälerer Basis, gegen die Spilze zu dicker, ab- 
gerundet, bis 10 . breit, bis 16 # lang und trägem vier ziemlich lange (bis 5 «) 
Sterigmen. Ausnahmsweise habe ich 5 Sterigmen bemerkt. An den Sterigmen 
werden, die eiförmigen, mit spilzig verschmälerter Basis aufsitzenden Basidio- 
sporen abgeschnürtl, welche bis 5 x lang, bis 4 # breit sind. 


32 


An der fruktifieirenden Hyphe bilden sich immer mehrere, gedrängt 
stehende Basidien, und zwar in basipeteler Folge, unterhalb der Gipfelbasidie; 
nachdem diese durch eine Querwand abgetrennt wurde, oder sogar früher, 
entstehen zwei Seitenaeste, unterhalb dieser manchmal weitere zwei, die an 
ihren Spitzen je eine Basidie, unterhalb derselben wiederum kurze, Basidien 
tragende Aeste haben. 

Die Sporen keimen auf Agar-agar im Verlaufe weniger Stunden zu langen, 
septirten, gewöhnlich unverzweigten Hyphen. 

Ich rechne, trotz der nicht besonders grossen Sterigmen den Pilz zur 
Gattung Pachysterigma Olsen (Brefeld’s Untersuchungen VIII, 5), welche wie 
die Abbildungen zeigen ebenfalls dorsiventrale Basidien besitzt. Zygonıorph sind 
auch die Basidien der nur je 2 Sterigmen producirenden Gattung Urobasidiun:. 


OVULARIA BIXAE Rac. 


An den jungen, noch im Wachstum begriffenen Blättern der Bixa 
Orellana verursacht dieser Pilz kleine Deformationen, die Blatifläche wird 
uneben, gebogen, die befallenen Stellen weisslich ohne scharfe Grenze. An der 
Unterseite der Blätter ist ein weisslicher dünner Schimmelüberzug sichtbar, 
den Erisipheen äbnlich. Die horizontalen Hyphben sind bis 5 x dick, unregel- 
mässig, mit seitlichen kurzen Auswüchsen, und treiben hie und da senkrecht 
abstehende, grade, unverzweigite (nur ausnahmsweisse habe ich eine Gabelung 
gesehen) Aeste, welche bis 8 # dick, bis 40 « lang sind und an der Spitze 
2—3 Querwände besitzen. Die oberste Zelle wächst zu einer elliptischen, 
farblosen, glatten, beiderseitz verschmälerten, und an den Spitzen mehr flachen 
Conidie aus, welche 18—26 x breit, 22—352 x lang ist. In der Conidie sind 
sehr viele rundliche Vacuolen sichtbar. Ist die Conidie abgefallen, dann kann 
die nächstuntere Zelle des Conidienträgers zu einer neuen Gonidie heranwachsen, 
was aber nicht immer geschieht, so dass an einem Conidienträger eine oder 
succesive 2—5 Conidien gebildet werden. Ä 

Der Pilz ist in höheren Gegenden so verbreitet, dass schwer eine nicht 
inficirte Stengelspitze zu finden ist, so z. B. bei Soekaboemi; auch in Buitenzorg 
wachsend. 


PESTALOZIA PALMARUM Cooke. 


Diese Blattkrankheit tritt ebenso an alten Bäumen, wie an jungen Pflanzen 
auf, stark schädigend habe ich dieselbe nur an jungen Cocosnussanpflanzungen 
gesehen. Dicht nebeneinander ausgepflanzte Cocosnüsse an einer geschützten Stelle 
waren so stark beschädigt, dass die Hälfte der noch jungen Blätter vertrocknete. 


35 


Diese Krankheit zeigt sich in Gestalt kleiner, rundlicher dann länglich 
eiförmigen Flecken, die zunächst nur etwa 1 mm. breit sind, bald jedoch 
eine Länge von 1 cm. und noch mehr erreichen. Im Centrum sind die 
Flecken zunächst dunkelbraun, von einer gelben 1—2 mm. breiten Verbreitungs- 
zone umgeben, bald jedoch stirbt das Centrum ab, wird dunkler, nach dem 
längerem Ausbleichen an der Sonne weisslich. An diesen dunklen Stellen 
brechen unregelmässig winzig kleine Häufchen der Pestaloziasporen, so wohl 
an der Unterseite, wie an der Oberseite des Blattes hervor. Die Sporen sind 
spindelförmig und werden aus 3 centralen, grösseren, braunwandigen Zellen 
und zwei durchsichtigen Spitzenzellen gebildet. Die apicale Zelle trägt 3 dünne 
abstehende Anhängsel. Die Spore ist bis 20 x lang, 5 a breit, die farblosen 
Anhängsel 8—10 x lang. 


GLEOSPORIUM MANGIFERAE Rac. 


Verursacht eine schädliche Krankheit der jungen, noch nicht erhärteten 
Blätter der Mangifera indica und entwickelt sich besonders reichlich an den 
beschattelen unteren Trieben der Bäume. Die Krankheitserscheinungen sind 
gegenüber den anderen Blattflecken- Krankheiten der Mangablätter sehr charak- 
teristisch. Der Pilz wächst von der Invasionsstelle rasch peripherisch (im 
Inneren des Mesophylis) und verursacht dadurch braunschwarze ausgebreitete 
Flecken, die im Allgemeinen rundlich sind und nur wenig die Zonenbildung 
zeigen. Da jedoch die Nervillen des Blattes der Pilzwucherung einen stärkeren 
widerstand darbieten als das Mesophyll, so erscheint der Rand der rundlichen 
1—3 cm. breiten Flecken nicht grade, sondern zackig, der der Pilz, Mesophyll- 
areolen zum Absterben bringt. Doch überschreitet der Pilz in seinem weiteren 
Wachstum bald die Nerven, sogar die stärkeren secundären und breitet sich 
weiter aus. Die Flecken sind trocken, an Rande schwärzlich, innen bräunlich, ganz 
alle im Centrum weisslich, von einer rölhlichgrünen Reactionszone des Blattes 
umgeben. In der Nähe der Nerven brechen endlich die Gonidienlager, als winzig 
kleine mit blossem Auge schwer sichtbare, gelbliche, rundliche Häufchen hervor. 

Die Conidienlager entstehen an den beiden Blattseiten, in der Nähe der 
Nerven in einer Reihe, unter der Cuticula, welche die jungen Conidien zu- 
näclıst bedeckt, dann aber zersprengt wird. Die halbkugeligen Conidienlager 
erscheinen mit blossem Auge gelblich, die Gonidien sind unter dem Mikroskop 
farblos, dünnwandig, einzellig, länglich elliptisch, mit abgerundeten, Enden, 
2—5, gewöhnlich 3-mal so lang als dick, grade oder wurstiörmig gebogen, 
12—16 ausnahmsweise bis 18 x lang, 4-bis 5 x dick. 

Klatten in Mitteljava. 


5 
IMYXOSPORFUM CARDIDISSIMUM :Rac. 


Die erkrankten Zweige werralhen schon an den jungen, noch nicht 
entwicketen Trieben die Krankheit, da die jungen Blätter häufig klein und 
uasntwickelt bleiben, ihre Lamina zurückgerollt wird. Sehr häufig sind auch 
solehe Triebe nicht grade, sondern einzeitig gebogen, in Folge des einseitig 
kohemmten Wachstums. Bald bedecken sich die kranken Stellen mit schnee- 
weissen Wärzchen, welohe sehr dicht neben einander stehen, gewöhnlich nur 
\'mm. breit, hoch gewölbt,' ‚rundlich, seltener länglich sind. Das Pflanzen- 
gewebe zwischen ‘den schneeweissen Wärzchen erscheint bräunlichschwarz. 

Die weissen 'Wärzchen sind am häufigsten an den jungen Stengelgipfeln 
entwickelt, häufig auch an den Blättern, besonders an den Nerven, auch die 
Blüthenstände werden deformirt und vernichtet. Die Häufchen bedecken, 
dicht neben einander stehend "Flecken von 1—8 cm. Länge. 

Am Querschnitt sehen wir zunächst ein sehr üppiges intercelluläres Mycel, 
welches in diohten Rasen zwischen die Mesophylizellen sich drängt, aber auch 
wwischen den Holzfassern und im Phlo&m zu finden ist. Das Mycelium ist 
farblos, 'septirt, reich verzweigt, ohne ‘Haustorien. Besonders dichte Rasen 
bildet ‘es 'unter den Epidermzellen, hier halbkugelige, weisse stromatische 
Hügelehen, welche von der Epidermis bedeckt werden, bildend.. An diesen 
‚Hügelchen stehen sehr lange, grade, farblose, einzellige, unterzweigle Conidien- 
träger von 52—65 „ Länge, 2.5—3 u Dicke, die radiär divergiren. An der 
Spitze ‚bildet sich eine grosse, farblose, glatte eiförmige Conidie, mit breit 
&hgerundeter Spize, und schmaler abgestutzter Basis. Die Sporen sind 
15—18 a lang, 7—10 a breit. 

An den Zweigen der Myrica javanica Bl. auf dem Merapi sehr häufig. 

Diese hübsche Art ist habituell von anderen Myxosporiumarten sehr 
serschieden. Dagegen scheint sie, der vor kurzem aufgestelllen Gattung 
‚Drepenoconis Schroeter et Hennings sehr äbnlich zu sein. Obwohl ich keine 
Kulturen ‘der Art von Merapi anstellen konnte, und trotz der habituellen 
Ahnlichkeit ;mit Gystopus, spricht schon das reich septirte Mycelium gegen die 
‚Zugehörigkeit zu den Peronosporeen, und deswegen habe ich unseren Pik 
zwischen »Fungi imperfecti” in die Myxosporiumm genannte Samımelgruppe 
‚gestellt. 


SEPTOGLOEUM ARACHIDIS Zac. 


Auf ganz Java angetroffen, ‘an manchen Orten grossen :Schaden ver- 
ursachend. 


35 
RAMULARIA SCAEVOLAE Ra. 


An den Blättern dicht stehende, bleiche, rundliche, 2—6 mm. breite, 
Fleckend erzeugend, die an der Blattunterseite dunkler, als an der Blatt- 
oberseite, und mit helleren Rand und grauer Mitte versehen sind. Aus den 
Spaltöffnungen treten Bündel bräunlicher Hyphen hervor, die sehr dünn sind, 
und die linearen, 3—6-mal septirten, farblosen, nadeförmigen Eonidien ab- 
schnüren, die nur 2 x dick, 28—36 » lang sind. 

Bei der Keimung wachsen die Hyphen zunächst epiphyllisch und dringen 
durch eine Spaltöffnung in das Mesophylil. 

Auf den Blättern der Scaevola Koenigii (Goodenoviaceae) im Buitenzorg. 


RAMULARIA ERIODENDRI Aa«. 


An der Oberseite der erkrankten Blätter bräunlich grüne, scharf umgrenzte 
Flecken sichtbar. An der Blattunterseite sind die Flecken dunkler, eckig und 
polygonal, gewöhnlich vierkantig, bis 32 cm. lang, bis 0.5 enı. breit, gewöhnlieh 
um die Hälfte kleiner. Die graden Grenzlinien sind dureh die Nerven bedingt, 
über welche ein Infectionsherd sich nicht verbreitet. An der Unterseite treten 
aus dem Spaltöffnungen die Büschel der wenig verzweigten, braungefärbten, 
septirten, manchmal knieförmig gebogenen Conidienträger. Die Conidien sind 
Einglich, gewöhnlich etwas dicker an der Basis, grade oder etwas gebogen, 
55—75 a lang, 5—B u dick, farblos, mit 1—3 (Querwänden. 

Sehr gewöhnlich an den älteren Blättern des Kapokbaumes auf Java, und 
dann nicht sehr schädlich; an jungen Anpflanzungen häufig schon die jungen 
Blätter vernichlend. 


RAMULARIA BATATAE Rac. 


An den Blättern entstehen eckige, polygonala, 2—6 mm. breite, anfangs 
braune, später braunschwarze Flecke, welche nach dem Vertrocknen herausfallen. 
Aus den Spaltöffnungen treten kurze und dichte Bündel grauer Hyphen, welche 
gegen die Spitze gekerbt erscheinen und an der Basis manchmal verzweigt 
sind. An diesen Conidienträgern hilden sich die länglichen, eylindrischen, 
manchmal gegen die Spitze verschniälerten, graden oder wenig gekrümmten, 
fast farblosen Conidier. Die Conidienträger 24—46 p lang, 3.5—3.5 u diok. 

Die Conidien 2—4 zellig, 32—64 e lang, 2—3 « dick. 

Sehr gewöhnlich auf den Blattern des Batatas edulis auf Java, doch nur 
selten so stärk auftretend, dass die Pflanzen dadurch leiden. Gewöhnlich werde 
nur die älteren Blätter befallen. 


ekrum m 


VERZEICHNISS DER PILZE UND ALGEN. 


Weneda purpurea Rac. Auf der Shorea Dyerii. 

Polyphagus Nowakowskii Rac. Auf Chlamydomonas pluvialis . 

Woroninella vulcanica Rac. Auf Lespedeza cytisoides 

Woroninella Psophocarpi Rac. Auf Psophocarpus. 

Pythium complens Fischer. In Nicotiana Tabacum 3 

Pythium vexans de Bary. In Nicotiana Tabacum und Hhemslorykn 
campeschianum. u Er u 

Phytophtora Colocasiae Rac. Auf Colocasia esculenta. 

Pbytophtora Nicotianae Breda de Haan. Auf Nicotiana Tabacunı. 

Perenospora Maydis Rac. Auf Zea Mays. 

Empusa Gryllii (Fres.) Now. In den Moskiten. 

Rhizopus Artocarpi Rac. Auf Artocarpus integrifolia. 

Elsinoe Canavalliae Rac. Auf Canavallia gladiata . 

Elsinoe Antidesmae Rac. Auf Antidesma heterophylla 

Elsinoe Menispermacearum Rac. Auf Tinospora ie. Ad 

Oidium Tabaci Thüm. Auf Nicotiana Tabacum, Adhatoda viscosa, 
Cucurbita, Phyllanthus . Fu Ge 

Stamnaria Equiseti (Hoffm.) Sacce. Huf Equisetum debile. 

Hyponectria Pandani Rac. Auf Pandanus sp. plur 

Laestadia These Rac. Auf Thea chinensis und Thea assamica. 

Physalospora Hibisci Rac. Auf Hibiscus tiliaceus, Thespesia populnea. 

Phyllachora Coicis Henn. Auf Coix Lacryma. 

Phyllachora Decaisneana (Lev.) Sacc. Auf Ficus leucanthoma. 

Telimena Erythrinae Rac. Auf Erythrina litosperma. 

Aldona Stella nigra Rac. Auf Pterocarpus indicus. 

Endophyllum Griflitssiae Rac. Auf Randia und Griflitsia. 

Uromyces Phaseoli. Auf Soja und Phaseolus. . 

Puceinia Curculigo Rac. Auf Curculigo recurvata und c. sumatrana. 

Puceinia Thwaitesii B. et Br. Auf Gendarussa vulgaris. , 


PAG. 


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37 


Hamaspora longissima Körn. Auf Rubus moluccanus L. 

Cronartium Kemangae Rac. Auf Mangifera Kemanga. 

Cronartium Malloti Rac. Auf Mallotus molluccanus 

Dietelia Eviae Rac. Auf Eviaarlen. 

Hemileiopsis Strophanti Rac. Auf Sropkantin PEOOORERN er 
anderen Arten. 

Hemileiopsis Whrightiae Rac. Auf Whrightia javanica, ‚w. mollissima 
und W. tinctoria. . . - ß “= % 

Aecidium Cinnamomi Rac. Auf non ceylanicum. 

Uredo Gossypii Lager. Auf Gossypium herbaceum. 

Uredo Acori Rac. Auf Acorus terrestris. 

Uredo Tectonae Rac. Auf Tectona grandis. : 

Uredo Dioscoreae fififormidis Rac. Auf Dioscorea Aliformis. j 

Uredo Chonemorphae Rac. Auf Chonemorphe macrophylla und 
Cercocoma macrantha ar re 2 

Uredo Dioscoreae alatae Rac. Auf Dioscorea alata nd andaren Men: 

Uredo (Hemileia) Dioscoreae aculeatae Tac. Auf Dioscorea aculeata 
und anderen Arten . BE 

Pachysterigna grisea Rac. Auf Eichhornia crassipes. 

Ovularia Bixae Rac. Auf Bixa Orellana. 

Pestalozia Palmarum Cooke. Auf Cocos nucifera. 

Gleosporium Mangiferae Rac. Auf Mangifera indica. 

Myxosporium candidissimum Rac. Auf Myrica javanica. 

Septogloeum Arachidis Rac. Auf Arachis hypogaea. 

Ramularia Scaevolae Rac. Auf Scaevola Koenigii. 

Ramularia Eriodendri Rac. Auf Eriodendron anfractuosum. 

Ramularia Batatae Rac. Auf Batatas edulis. 


PAG. 
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35 
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35 
35 
35 


VERZEICHNISS DER NÄHRSUBSTRATE. 


PAG. 


Tiere: 
Moskiten: Empusa Geylli (Pres.) Nov. . ». . 2 2 2 ec. HH 
Pflanzen: 
Acarus terrestris: Uredo Acori Base. - . » - 2 2 2 2 202.38 
Adhatoda viscosa: Oidium Tabaci Thüm. . . . 2.2.2... 8 
Antidesma heterophylia: Elsinoe Antidesmae RBac. . . .... 
Arachis hypogaca: Septogloeum Arachidis Race. . . » :...53 
Artocarpus integrifelia: Rhizopus Artocarpi Race. . . .... 1 
Batatas edulis: Ramularia Batatae Re. . . - 2 2 2 ee. 3b 
Bixa Orellana: Ovullaria Bixae Rac. . . . 2 2 2 2 200. 32 
Canavalia gladiata: Elsinoe Ganavalliae Rae. . . . » 2... 


Cercocoma macrantha: Uredo Chonemorpbae Race. . . » - . . 39 
Chlamydomonas pluvialia: Polyphagus Nowakowskii Rac. . . . . 6 
Chonemorphe maerophylla: Uredo Choneworphae Race. . - . . . 239 
Cinnamomum zeylanieum: Aecidium Cinsamomi Rac. . 5 - . . 97 
Cocos nucifera: Pestalozia Palmarum Cooke. 2 
Coix Lacryma: Phyllachora Coicis Henn. 17 
Colocasia eseulenta: Phytophtora Colocasiae Rac. 9 
Gucurbita sp.: Oidium Tabaci Thüm. Be 18 
Curculigo recurvata et C. sumatrana: Puccinia Curculigo Rac. 21 
Dioscorea aculeata: Uredo (Hemileia) Dioscoreae aculeatae Rac. 30 
D. alata: Uredo Dioscoreae alatae Rac. 29 
D. filiformis: Uredo Dioscoreae filiformidis Rac. 29 
Eichhornia erassipes: Pachysterigma grisea Rac. , s0 
Equisetum debile: Stemnaria Equiseti (Pers.). 15 
Eriodendron anfractuosum: Ramularia Eriodendri Rac. 35 
Erythrioa lithosperma: Telimena Erythrinae. 18 

25 


Evia sp. plur: Dietelia Eviae Rac. . . . . . 
Ficus leucanthoma: Phyllachora Decaisneana (Lev..,. . -» » . . . #7 


39 


Gendarussa vulgaris: Puceinia Thwaitesii B. et Br. 
Gossypium herbaceum: Uredo Gossypii Lager. 
Griffitsia sp.: Endophyllum Griffitsiae Rac. 
Haematoxylon campechianum: Pythium vexans de By. 
Hibiscus tiliaceus: Physalospora Hibisei Rac. ; 
Lespedeza eytisoides Benth: Woroninella vulcanica Rac. 
Mallotus woluccanus: Cronartium Malloti Rac. 
Mangifera indica: Gloeosporium Mangiferae Rac. 
Mangifera Kemanga: Cronartium Kemangae Rac. 
Myrica javanica: Myxosporium candidissinum. 
Nicotiana Tabacum: Pythium complens Fischer. 
Pythium vexans de By. . 
Phytophtora Nicotianae Breda de Haan. 
Oidium Tabaci Thüm. 
Pandanus sp. plur.: Hyponectria Pandani Rac. 
Phaseolus vulgaris et sp.: Uromyces apendiculatus (Pers.). 
Phyllanthus sp.: Oidium Tabaci Thüm. a 
Psophocarpus tetragonolobus: Woroninnella Pssphöcärpi Rac. 
Pterocarpus indicus: Aldona Stella nigra Rac. 
Randia scandens: Endophyllum Griffitsiae Rac. . . » . . 
Rubus molluccanus L.: Hamaspora longissima Körn. . . . 
Scaevola Koenigii: Ranıularia Scaevolae Rac. 
Shorea Dyerii: Weneda purpurea Rac. 
Soja hispida: Uromyces appendiculatus (Pers.). ; 
Strophanthus dichotomus et sp. pl: Hemileiopsis Strophanti Rac. 
Tectona grandis: Uredo Tectonae Rac. 
Thespesia populnea: Plıysalospora Hibisci Rac. 
Thea assamica et Tl. chinensis: Laestadia Theae Rac. et Colletotri- 
chum Theae Massee. u 
Tinospora crispa, cordifolia: Elsinoe Menispermacearum Rac. 
Whrightia mollissima et sp. pl.: Hemileiopsis Whrightiae Rac. 
Zea Mais: Peronospora Maidis Rac. 


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PARASITISCHE 


ALGEN UND PILZE JAVAS. 


Il. THEIL 


DR. M. RACIBORSKI. 


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HERAUSGEGEBEN VOM BOTANISCHEN INSTITUT ZU BUITENZORG. 


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BATAVIA 
STAATSDRUCKEREI 
1900. 


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PARASITISCHE ALGEN UND PILZE JAVA. 


VON 


M. RACIBORSKI. 


In dem vorliegenden zweiten Theil gebe ich die Beschreibungen weiterer 
50 parasitischen Pilz- und Algenarten Java’s, wobei ich nur die botanisch 
ınehr interessante, zum grossen Theil bisher noch unbekannte Arten berücksichtigt 
habe. Die Beschreibungen sind kurz gehalten, doch versuchte ich in denselben 
ausser den systematischen Merkmalen womöglich die Krankheitserscheinungen 
der Nährpflanze, so wie auch die Wachstumsweise des Nährmyceliums zu 
bestimmen. Alle Beschreibungen sind nach dem lebenden Material gemacht, 
was ich speciall mit Rücksicht auf die Reactionsfarben der Nährpflanzen hier 
erwähne. 


PHYLLOSIPHON ARISARI Kühn. 


Ist sehr gewöhnlich an verschiedenen Erdaroideen auf Java, und zwar 
ebenso in der warmen Ebene (so z. B. in Depok bei Batavia), wie in der 
unteren und mittleren Waldzone der Gebirge. Besonders grosse Flecke erzeugt 
die Alge auf den Blättern der Homalonema aromatica. Die Sporen sind fast 
durchgehends 5-mal so lang als breit, bis 6 x lang, also verschieden von 
denjenigen kurzen Sporen, die Just in Botanischer Zeitung XL, Taf. I, fig. 14 
abgebildet hat. Da ich jedoch die südeuropeische Art nicht vergleichen kann; 
Fr. Schmitz (Bot. Zeitung 1882, p. 545) die Länge ihrer Sporen auf 2—6 x, 
die Breite auf 1.5—2 £ angiebt, so sehe ich keinen Grund die javanische Art 
von der europeischen zu trennen. 


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ELSINOE VITICOLA Rac. 


An der Unterseite, seltener an der Oberseite der Blätter, ebenso auf den 
Hauptnerven. wie zwischen denselben bilden sich chocoladebraune, deutlich 
erhabene, flache Flecke, die unregelmässig rundlich sind, und gewöhnlich mit 
kleinen Lappen radiär fortwachsen. Die flachen Erhabenheiten, welche den 
Invasionen des Cephaleuros virescens oberflächlich ähnlich sind, sind Pilzgallen, 
entstanden durch die Bildung eines mehrschichtigen Lagers, aus korkähnlichen, 
isodiametrischen, braunwandigen Zellen. Zwischen den Zellen wuchert ein 
reich septirtes Mycelium, deren kurze Zellen dicht gedrängt sind, und jede 
der oberflächlichen Zellen, mit einem Pseudoparenchym umgeben. Ziemlich 
weit von einander bilden sich die Asci, rundliche Sori bildend. Die einzelnen 
Sori haben 2—-16, von einander durch pseudoparenchymatisch verwebte Hyphen 
getrennte Asci, welche neben und über einander liegen. Die Asci sind rund- 
lich eiförmig, oder ganz rundlich, dickwandig, farblos, 26—28 x breit, bis 
52 x lang, achtsporig. Die Sporen sind farblos, länglich elliptisch, durch 
Querwände noch in unreifen Asci in 5—4 Zellen getheilt, neben einander 
liegend, 15—18 g lang, 4—4.5 u dick, farblos. 

Bei der Reife verfaulen die pilztrageuden Gallen und die Ascosporen 
treten dann nach aussen. 


Auf den Blättern des Vitis serrulata Rxb, bei Buitenzorg. 


PHYMATOSPHAERIA CALAMI ARac. 


An den grünen Blättern verschiedener, wilden Calamusarten entstehen 
orangegelbe runde Flecke, welche im Umfang wachsen, bis 2 cm. breit 
werden und manchmal mit einander verschmelzen. An diesen Flecken, zu- 
nächst in ihrem Centrum entstehen sehr dicht stehende, gewölbte bis 250 
breite, im Umriss rundliche, schwärzliche Polster, welche von den, aus dem 
Inneren des Blattes, durch eine Luftspalte emporwachsenden, die Luftspalte 
zersprengenden, mit einander verklebten, parallelen Hyphen gebaut sind. 
Die Spitzen der Hyphen und ihre Basis haben braunschwarze Membranen, 
die mittleren Theile farblose. Die jungen Hymenialpolster sind häufig bedeckt 
mit farblosen spindelförmigen Conidien, welche apical an aus den Polstern 
herauswachsenden Hyphen entstehen, doch konnte ich die Sicherkeit nicht 
bekommen, ob jene Conidien nicht von einem anderen, in den Polstern 
wuchernden Pilz stammen. 


Nachträglich bilden sich sehr zahlreiche, dicht neben einander stehende, 
keulenförmig eiförmige, farblose Asci, welche gleichmässig aus der ganzen 
Basis des Hymeniums entspringen. Die Hymenialpolster sind 50—70 x hoch, 
die Asci dickwandig, 17—19 £ breit, mit verschmälerter Basis, 26—32 « lang, 
achtsporig. Die Ascosporen sind ein wenig grau, fast farblos, mauerförmig 
achtzellig, 4—5 « breit, 10—12 u lang. 

Während Elsinoe Rac., der Magnusiella nächst verwandt ist, nur durch 
secundäre Merkmale (Gestalt der Asci und mehrzellige Sporen) davon verschieden 
ist, und ohne Zwang an die anderen Exoasci sich augliedert, ist Phymato- 
sphaeria Calami von gewöhnlichen europeischen Exoasci mehr entfernt, 
und zwar — wie die meisten anderen Phymatosphaeriaceen, jene Pilze von 
bisher unsicherer systematischer Stellung — bildet ein Uebergang zu den 
Myriangieaen und anderen höheren Asconıyceten. 


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BALLADYNA nov. gen. Perisporiacearum. 


Luftmycel epiphytisch auf den Blättern, braunwandig, seplirt, mit 
dreifachen: kurzen, einzelligen septirten, bis 4-zelligen, conidienähnlichen 
Seitenauswüchsen (Hyphopodien) und langen, steifen, graden Borsten. Die 
Perithecien eiförmig kuglig, braunschwarz, gestielt, Perithecienstiel aus einer 
Zellreihe gebildet. Die Perithecien normal mit nur einem Ascus, nur selten 
sind 2 Asci in dem Perithecium vorhanden. Asci rundlich, achtsporig. 
Die Sporen braun, glatt, zweizellig. 

Mit Dimerosporium Fuck nächst verwandt, durch gestielte, einschläuchige 
Perithecien verschieden. Vielleicht ist auch die räthselhafte, nicht genügend 
bekannte Gattung Cystotheca verwandt. 


B. GARDENIAE ARac. 


Auf den Blättern der G. lucida und Canthium sp. russtauähnliche Ueber- 
züge bildend, und Verkrümmungen der Lamina, so wie Verblasen derselben 
verursachend. : 

Das epiphylle Luftmycelium wächst radiär, besteht aus braunwandigen 
5—7 x dicken, septirten, manchmal verwachsenen, reich verzweigten Hyphen, 
an welchen verschiedene Seitenauswüchse stehen. Es sind kurze, nach unten 
(gegen die Blattfläche) gerichtete oder seitliche conidienähnliche, von 10—14 a 
Länge, bald einzellige, und dann unregelmässig eiförmige, bald durch longitudinale 
Wände in bis 4 Zellen getheilte. Vielleicht sind diese Auswüchse nach dem 
Absterben des Blattes, als Conidien thätig, an den frischen Blättern habe ich 
nie ihr Ablösen von den Mutterhyphen beobachten können, wo sie den Pilz 
befestigen. 

Ausserdem treten aus dem gewöhnlichen verzweigten und dem Blatt 
anliegenden Hyphen, grade, spitze, septirte, steife, braune Lufthyphen, welche 
senkrecht zur Blattfläche gerichtet sind und wie mit Borsien das ganze 
Mycelium bedecken. Diese Luftborsten sind bis 150 & lang. 

Dritte Arı der Auswüchse des Luftmyceliums bilden die Perithecien. 


7 


Es wachsen zunächst kurze und braunschwarze Seitenhyphen senkrecht 
zur Blattfläche nach aussen, werden einige Male septirt, ihre oberste Zelle 
wächst bedeutend in die Dicke und bildet sich zu einem Perithecium um. 
Die Perithecien sind in der Jugend blass braun, nachträglich braunschwarz, 
verkehrt birnförmig, mit flach abgerundeter Basis und elwas ausgezogener 
Spitze, mit einer Schicht fest verklebten polygonalen Tafelzellen bedeckt, und 
mit einem, selten 2 Schläuchen in dem Inneren. Die Aseci sind farblos, dünn- 
wandig, kuglig, achtsporig, bis 24 x lang und breit. Die reifen, nicht mehr 
wachsenden Perithecien sind 50—56 „ lang, 38—44 a breit. Die Stiele 
der Perithecien sind 25—30 # lang, 7—9 x breit. Die Ascosporen sind zwei- 
zellig, in der Mitte eingeschnürt, glatt, braunwandig, bis 18 # lang, 9—10 a 
breit. | 


ASPERGILLUS PENICILLOPSIS (Henn. et Nyman) Rac. 


Syn: Stilbothannium Penicillopsis P. Henn. et E. Nym. Monsunia I. 
p. 57 (1899). 

Entwickelt sich parasitisch an den lebenden Samen, unterhalb der Samen- 
schale, welche zersprengt und gehoben wird. Die Hyphen dringen zwischen 
die Zellen der Cotyledonen und bilden an der Oberfläche der Cotyledonen eine 
dicke, weisse Kruste, aus welcher die Conidialhyphen sich erheben. Dieselbe 
stehen bald einzeln, häufiger in grösseren Bündeln nebeneinander, häufig mit 
basalen Theilen genähert, eine dünne und lange Säule bildend, welche gegen 
die Spitze in die einzelnen Conidialhyphen büschelartig sich auflöst. Die Conidial- 
träger farblos, unseptirt, dickwandig 1 mm. bis 3 cm. lang, 40—100 x dick, 
die Membran bis 7 „ dick. Die Columella rundlich 100—180 „ breit, sehr 
dicht radiär mit Conidienträgern bedeckt. Diese sind 50—80 « lang, in der 
Mitte einmal septirt, unterhalb der Querwand einen Seitenast bildend (also wie 
bei Sterigmatocystis). Die Sporen glatt, in schr langen Ketten gebildet, gold- 
gelb, glatt, eiförmig, bis 10 x lang, bis 7 x breit. " 

Auf der farblosen Mycelialhülle der Cotyledonen werden die Sclerotien, 
gewöhnlich zu mehreren auf einem Samen, manchmal die ganze Oberfläche 
derselben bedeckend, selbst durch die Samienschale bedeckt, gebildet. Die 
Sclerotien sind sitzend, rundlich, gewöhnlich 2 mm. breit, manchmal etwas 
kleiner, in der Jugend weiss, nachträglich grau braunlich, hart, im Inneren 
aus dickwandigem Pseudoparenchym, an der Oberfläche aus dünnen, mehr 
losen Rindezellen aufgebaut. Die Keimung der Sclerotien ist mir nicht 
bekannt. 


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8 


Sehr häufig auf den Samen des Leucoxylon, Diospyros, Pierardia dulcis, etc., 
und diese tödtend. In der Kultur in flüssigen Medien erweist sich, als ein 
gewöhnlicher Aspergillus, auf Agar bildet auch die stark heliotropischen Conidial- 
bündel. Durch den Stickstoffmangel kann man kümmerliche, ausserst kleine 
Pflänzchen mit winzig kleinen Columella erzielen. 


PARODIELLA ACERIS ARac. 


Mycelium farblos, dünn, intercellular wachsend, und bis zwischen die 
Palissadenzellen eindringend.. Die Perithecien kohlenschwarz, unregelmässig 
kuglig, nicht glatt, sondern wit niedrigen, unregelmässigen Warzen bedeckt, 
dickwandig, an der Blattunterseite regellos zerstreut, bis 0.3 mn. breit und 
hoch, ohne Luftmycelium. 

Die Asci cylindrisch keulenförmig, farblos, bündelförmig vereinigt, ohne 
dazwischenliegende Paraphysen, bis 12 # breit, bis 45 « lang, mit Jod sich 
nicht bläuend, achtsporig. Die Sporen farblos, spindelförmig, beiderseits 
verschmälert, zweizellig, 2.5 « breit, 16 x lang, glatt, in zwei Reihen die 
Asci ausfüllend. 

Auf der Unterseite der Blätter des Acer laurinum, auf Gedeh bei Tjibodas. 


MICROPELTIS ALANG-ALANG Rac. 


Die Perithecien bis 20 » breit, rundlich, mit flacher Basis, flach linsen- 
förmiger Oberseite, mit einer kleinen, rundlichen, centralen Mündung, welche 
durch 8—10, dicht neben einander stehende, nach oben gerichtete, einzellige, 
braune, schmallanzetliche, 26—30 „ lange, 3 x dicke Peristomzähne gekrönt 
ist. Die Perithecienwand und Perithecienbasis besteht aus einer Schicht, 
seitlich verwachsener, noch Art des Phycopeltis wachsender Hyphen, welche 
in kleine, quadratische, bis 4 „ breite Zellen septirt sind. Am Rande des 
Peritheciums laufen die Randzellen in bis 70 x lange, braune, radiär verlaufende, 
umverzweigte Hafıhaare aus. Die Paraphysen fehlen. Die Asci keulenförmig, 
40—44 „ lang, 14 « breit, achtsporig. Die Sporen oblong, grade oder nur 
wenig gekrümt, vierzellig, an den Enden abgerundet, 14—16 x lang, 3—4 
breit, in den Asci farblos oder schwach grau; durch die Peristomialöffnung 
herausgeworfen werden bald braunwandig. 

Sehr gewöhnlich auf den beiden Blattseiten der Imperata arundinacea 
(alang-alang), in Häufchen nebeneinander auf den gelblich grünen, unregel- 
mässigen, bis 2 cm. breiten Blattflecken stehend. 


9 
HYMENOSCYPHA ASPLENII Rac. 


Mycelium in den Intercellularen lebend, dickwandig, grade verlaufend, 
wenig verzweigt. Die Fruchtkörper sehr kurz und dick gestielt, fast stiellos, 
weiss, weich, bis 0.5 mm. breit, bis 200 x hoch, glatt. Die Paraphyseu un- 
verzweigt, fadenförmig, sehr dünn, grade. Die Schläuche cylindrisch keulenförmig, 
farblos, bis 100 x lang, bis 11 » breit, achtsporig. Die Sporen glatt, farblos, 
ellipsoidisch, an den Enden abgerundet, einzellig, mit 2 Vacuolen, grade oder 
etwas gebogen 10—12 x lang, 5 x breit, in der unteren Ascushälfte ein-, in 
der oberen zweireihig liegend. Keimporus wird durch Jod gebläut. 

Auf der Unterseite der Blätter des Aspleniun pallidum auf Gedeh, braun- 
liche, durch die Secundärnerven begrenzte Flecke bildend, auf welchen die 
Fruchtkörper unregelmässig zerstreut stehen. 


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ANHELLIA nov. gen. Myriangiearum. 


Parasitisch in dem Blattgewebe lebend. Die intercellulären Hyphen farblos, 
in die Zellen eindringend und diese ausfüllend. Die Fruchtkörperanlagen werden 
unter Epidermis angelegt, diese durchbrechend und erst dann auf der Unter- 
fläche, sehr selten auf der Oberseite des Blattes sich weiter entwickelnd. Die 
Apothecien einzeln stehend, schwarz, lederig, ohne deutliche Hülle, aus reich- 


lich septirten, kleinzelligen, braunen, pseudoparenchymatischen Hyphen gebildet, 


die an der Oberfläche eine noch dunklere Schicht bilden. Echte Paraphysen 
fehlen. Reife Apothecien flach, dünn, mit sehr schmaler Basis sitzend, fast 
ungestielt. In dem braunen, pseudoparenchymatischen Gewebe bilden sich die 
rundlich eiförmigen, dickwandigen und farblosen Asci. Die Asci färben sich 
nicht mit Jod, sind achtsporig, die Sporen sind länglich oval, braun, mauer- 
förmig getheilt, 8—16 zellig. 


A. TRISTIS Race. 


Parasitisch auf den Blättern. Auf der Oberfläche derselben erscheinen die 
infieirten Stellen als runde, bis 5 mm. breite, hell grüne, im Centrum hübsch 
rosa gefärbte Flecke, auf der Unterseite bricht aus jedem rothen Fleck das 
runde, niedrige, an die Blattfläche angepreste, flache, gewöhnlich in der Mitte 
etwas convexe, scharfrandige, schwarze, bis 1.8 mnı. breite, lederige Apothecium. 
Dicht unterhalb der Oberfläche stehen die rundlichen, gegen die Basis etwas 
verschmälerten dickwandigen, farblosen Asci, welche bis 40 „ breit und lang 
sind. Nach dem Entleeren der Sporen bleiben die Ascimembranen erhalten. 
Die Sporen sind braun, mauerförmig getheilt, länglich oval 14 „ breit, 
bis 30 « lang, glatt. 

Auf den Blättern des Vaccinium Teysmannianum Mig. (Tjantigi aroi 
sundanesisch) bei Tjibodas nicht selten. 

Ist vielleicht verwandt mit Ravenelula Speg. einer mir unbekannten 
Gattung; dagegen zeigt eine unverkennbare und sehr grosse Ahnlichkeit 
mit Myriangium, einem an lebenden Baumrinden bei Buitenzorg häufigem 
Ascomycelen. 


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11 
GIBELLINA CONCENTRICA ARac. 


Auf der Unterseite, schwächer ausgeprägt auf der Oberseite der Blätter sind 
unregelmässige, durch stärkere Nervillen mit graden Linien abgegrenzte braunlich- 
grüne Flecke sichtbar, auf welchen, winzig kleine, rundliche, in con- 
centrischen parallelen Linien stehende, Perithecien braunlich durchschimmern. 

Die Perithecien sind rundlich, mit 180—200 „ breiter Höhle, ganz in 
dem Mesophyll eingesenkt, mit kleiner, nicht hervorragender Mündung, häufiger 
auf der Unterseite, seltener auf der Blattoberseite sich öffnend. Die Perithecien 
stehen gewöhnlich ganz getrennt, seltener die benachbarten berührend, haben 
eine dünne hell braunliche (weder schwarze, noch gelbliche) weiche Wandung. 

Von dem Hymenium treten zwischen fadendünen, farblosen, gekrümmten, 
nachträglich verschleimenden Paraphysen sehr zahlreiche, nicht büschelig 
vereinigte Asci. Die Asci haben eine schmale gekrümnite Basis, sind höher 
genau cylindrisch, farblos, an der Spitze abgerundet, nicht verdickt, 16 « breit, 
100 a lang. In jedem Ascus liegen in einer Reihe 4 Ascosporen. Die Asco- 
sporen sind oval, zweizellig, in der Mitte etwas eingeschnürt, an den Enden 
abgerundet, glatt, mit blass braunlichgauer Membran, 10—12 x breit, 22 x lang. 

Auf den Blättern des Stinkbaumes (Lasianthus sp.) auf Gedeh häufig. 


ANTHOSTOMELLA (?) ROTLERAE Rac. 


Die erkrankten und noch jungen Blätter zeigen grosse, rundliche oder 
unregelmässig wachsende, gelbgrüne Flecke, die bis 1 dm. breit sind. Auf 
. diesen Flecken bilden sich bald, mitten in dem Blatigewebe die Perithecien, 
welche macroskopisch als kleine, dicht gehäufte, nur selten zusammenfliessende 
. bis 0.5 mm. breite, rundliche oder eckigrundliche, rothbraune Punkten. Da wo 
ein Perithecium entsteht, ist das Blatltgewebe ganz durchwuchert von den 
Hyphen, abgestorben, und ohne ein echtes Stroma zu bilden, doch einem Stroma 
ähnlich. Mitten in dem Mesophyll bilden sich die zunächst linsenförmigen, dann 
kugligen Perithecien, von einer hellbraunen Schicht umgeben, in welchen die Aseci 
gebüschelt, und zwischen den jungen Asci die fadenförmigen Paraphysen stehen. 

Die Asci sind farblos, bis 28 » breit, bis 160 » lang, cylindrisch, an der 
Spitze abgerundet, gegen die Basis verschmälert, 12—16-sporig. Die Sporen 
sind rund, oder sehr breit oval, fast kuglig, 14 » breit, mit dicker Doppel- 
membran, braun, ganz reif braunschwarz, die äussere Membran ist nicht glatt, 
sondern mit kurzen flach abgerundeten Leisten versehen, so dass die Sporen- 
oberfläche, auf dem Querschnitt, wie mit flachen Warzen bedeckt erscheint. 


Die Perithecialmündung nach der Blattunterseite gekehrt, schmal, nicht 
hervorragend. 


12 


Auf den Blättern der Rottlera floribunda in Depok und Tjiampea bei 
Buitenzorg sehr häufig. 

Die Zahl der Sporen in jedem Schlauch (12—16), und die unebene 
Membran der Ascosporen unterscheiden die Art von den anderen der Gattung 
sehr stark, und wird vielleicht vielleicht in der Zukunft die generische 
Trennung rechtfertigen. 


LAMBRO nov. gen. Hypocreacearum. 


Parasitisch in Blättern lebend, grosse verfärbte Flecke erzeugend, in 
welchen kleine, orangerothe Stromata entstehen. In jedem Stroma werden 
mehrere runde, eingesenkte, orangewandige Perithecien gebildet, die mit einer 
ebenso breiten, wie hohen Mündungspapille nach aussen ragen. Asci achtsporig, 
farblos, aus dem Boden und den Seiten des Peritheciun hervorsprossend, ohne 
Paraphysen. Sporen farblos, elliptisch, nahe dem Unterende durch eine Querwand 
in zwei sehr ungleiche Zellen getheilt, die untere ist klein, nachträglich 
inhaltlos, die obere gross mit Plasma erfüllt. 

Von Polystigma durch kleine Stromata mit grossen warzenförmigen 
Mündungen der Perithecien, von Valsonectria durch getrennt in dem Stroma 
stehende und einzeln sich öffnende Perithecien, glatte, ungleichzellige Sporen 
verschieden. Mit Hyponectria und Byssonectria nahe verwandt. 


L. INSIGNIS Rac. 


Auf den Blättern entstehen hellgelbgrüne, rundliche, stärkelose Flecke 
von 2—7 cm. Breite, auf welchen zahlreiche, hell orangerothe, rundliche 
oder rundlich eckige, je eine Areole zwischen den Nervillen ausfüllende, von 
einander 1—3 mm. enifernte, selten zusammenfliessende, beiderseits des Blattes 
flach gewölbte, 1—2 mm. breite Stromata entstehen. In jedem Stroma entstehen 
mehrere (5—13, Perithecien, gewöhnlich in jeder der kleinsten Nervillenareolen 
je eines, welche vielfach mit den Wandungen an einander stossen. Die Peri- 
thecien sind mitten im Blattgewebe ausgewachsen, verursachen an der Unter- 
seite des Blattes eine entsprechende, niedrige Wölbung und brechen mit der 
Mündungspapille über die Epidermis der Blattoberseite durch. Die Perithecial- 
höhlen sind rundlich oder etwas verflacht, 160—210 a breit, die breiten und 
hohen Mündungspapillen sind glatt, im Längsschnitt herzförmig, mit verschmälerter 
Basis, abgerundeler Spitze, sehr dickwandig, lebhaft orangegefärbt, mit schmalem 
Mikropyle, an der Basis bis 185 a breit, oberhalb der Basis bis 200 » breit, 
bis 120 # oberhalb der Epidermis hervorragend. Die Asci sind sehr dünnwandig, 
farblos, in oberen Theile wenig angeschwollen und da die 8 Ascosporen in 


14 


einem Häufen enthaltend. Die Asci sind 15—16 x breit, 58—850 x lang. 

Die Ascosporen sind glatt, elliptisch, farblos, nahe eines Ende durch eine 

Querwand in eine nachträglich inhaltsleere kleine Zelle und eine grosse in- 

haltsvolle Zelle getheilt, nicht eingeschnürt. Die Ascosporen sind 8—11 „lang, 

3.5—4.5 u breit, die Anhängselzelle 2 x lang, die lebende Zelle 6.5—9 r lang. 
In den Blättern der Sterculia subpeltata bei Buitenzorg. 


KONRADIA nov. gen.; Dussielae et Podocreae affinis. 


Ein epiphytisch lebender Pilz, der nur minimalen Schaden den Pflanzen 
bringt, ohne die Hyphen in die Pflanze zu senden. Seltener an den dünnen 
Internodien, diese ganz umfassend; gewöhnlich an den Knoten, das Austreiben 
der Seitenknospen unmöglich machend. Die Fruchtkörper russschwarz, ent- 
weder kurz und dann unregelmässig kuglig, oder wurstförmig bis cylindrisch, 
unverzweigt, schwammigweich, mit matter Oberfläche, ohne Stiel. Die Peri- 
thecien entstehen basifugal, stehen sehr dicht neben einander, in dem Frucht- 
körper eingesenkt, rundlich, mit kleiner nicht hervorragender Mündung. Die 
Paraphysen zwischen den Schläuchen fehlen, dagegen sind in der Nähe der 
Mündung kurze, farblose gegen die Mündung gerichtete Hyphen vorhanden. 
Asci schmal, cylindrisch keulenförmig, farblos, mit Jod sich nicht blau färbend, 
achtsporig, die jungen Sporen faldenförmig, noch in den jungen nicht erwachsenen 
Asci quer in sehr viele, kuglig kubische Theilsporen getheilt. Die jungen 
Sporen gelb, nachträglich (noch in den Schlauch) braunschwarz. 


KONRADIA BAMBUSINA Rac. 


Entweder die dünnen Internodien ganz umfassend, oder an den Knoten 
zwischen den jungen Astanlagen angewachsen, 5—7 mın. dick, 1—6 centimeter 
lang, cylindrisch, häufig bogig gekrümmt, russschwarz. Fruchtkörper im Inneren 
voll, weichschwammig, aus sehr dickwandigen braunen, septirten, verzweigten 
und anastomosirenden Hyphen aufgebaut, welche in dem Inneren des Frucht- 
körpers hellbraun, gegen die Peripherie dunkler, an der Oberfläche schwarz- 
wandig sind. Eine Rindenschicht fehlt. Die ganze Oberfläche ist an den 
reilen Exemplaren mit citronengelben winzig kleinen Pünktchen bedeckt. Es sind 
die Öffnungen der Perithecien. Die Perithecien sind rund, ohne hervorragende 
Mündung, von deutlichem, dünnen, schwarzen Fruchtgehäuse umgeben, 
125—160 » breit. Die Asci keulenförmig gegen die Basis verschmälert sind 
74—80 x lang, bis 18 « breit, in der Jugend aclıtsporig, wobei die faden- 
förmigen Sporen, fast von der Ascuslänge, neben einander parallel liegen. 


16 


Schon in den jungen Asci werden die Sporen durch Querwände in sehr 
zahlreiche Theilsporen getheilt, welche kuglig kubisch, gewöhnlich etwas länger 
als breit, noch in den Schläuchen von einander sich lösen und glatt, schwarz, 
braunwandig, bis 4 x lang, bis 5 « breit sind. 

Auf den jungeren Aesten verschiedener Bambusa, Arundinaria, Phyllostachys- 
arten sehr häufig, doch nicht immer gut entwickelt. 

Von anderen, bis jetzt bekannten grossen, stromatischen Hypocreaceen 
besitzt nur Thuemenella Penzig et Saccardo braunschwarze, aber einzellige 
Sporen. Dem Habitus nach errinnert unsere Art an Podocrea oder Xylaria, 
besitzt jedoch keinen, steril bleibenden Stiel. Eine andere Konradia Art, 
welche ich nachträglich beschreiben werde, stimmt mit K. bambusina im 
Bau und Farbe der Sporen, ist dagegen makroskopisch der Hypocrella tuberi- 
formis (B. et Br.) Atkinson ganz ähnlich. Dussiella Pat., eine Gattung, welche 
dringend einer Nachuntersuchung verlangt, ist von Konradia sicher verschieden. 


— _ 


ASTERINA CYATHEARUM Rac. 


Die Fruchtkörper auf der Unterseite der Blätter, gewöhnlich einzelne 
Blättchensegmente zerstreut bedeckend, rundlich, flach, schwarz, bis 0.3 mm. 
breit, am Mlande in radiäre, braune Hyphen auslaufend, centrifugal wachsend 
und centrifugal reifend. Die apicale Öffnung sternförmig, 4—5 lappig, 
die Einschnitte werden mit dem Alter immer tiefer. Paraphysen fehlen. 
Der Boden der Fruchtscheibe mit rundlich eilörmigen, dickwandigen Asci 
bedeckt, welche bis 50 „ breit, bis 58 # lang, und achtsporig sind. Die 
Schlauchwände mit Jod dunkel blau sich färbend. Die Asci achtsporig, die 
jungen Sporen farblos, zweizellig, in der Mitte etwas eingeschnürt, beiderseits 
konisch zugespitzt, bis 14 x breit, 26 # lang. Die reifen Sporen haben 
dunkelbraune Membran, und theilen sich so, dass zwei kleine apicale und 
zwei grosse centrale Zellen entstehen, wobei die apicalen kleinen Zellen gleich 
nach dem Verlassen der Asci, und manchmal noch in den Schäuchen in 
braune, grade Hyphen auswachsen, welche der jungen Spore die Befestigung 
auf der Blattfläche erleichtern. Aus den centralen Zellen wird dann der 
Fruchtkörper gebildet. 

Auf der Blättern der Cyathea orientalis sehr häufig auf denı Gedeh. 

Diese Microthyriaceenart errinnert im Bau der Perithecien an die 
Phacidiaceen. 


EURYACHORA PITHECOLOBII ac. 


Auf den Blättern entstehen zunächst bräunliche, nachträglich russschwarze, 
kohlige Stromata von bedeutender Grösse, gewöhnlich 2 cm. breit und un- 
regelmässig rundlich, manchmal ganze Blätter bedeckend und zum Absterben 
bringend. In diesen Stromata stehen sehr dicht zerstreut winzig kleine, 
warzenartig erhabene rundliche, im Inneren weisse Perithecien, mit einer 
354—38 „ breiten Höhlnung ohne Paraphysen, mit einem Bündel kleiner farb- 
loser eiförmig elliptischer, achtsporiger Asci. Die Asci sind 24—532 x lang, 
10—12 x breit. Die Ascosporen sind 7—8 x lang, 3 « breit, einzellig. 

2 


18 


Sehr gewöhnlich bei Buitenzorg an Pithecolobium lobatum, gewöhnlich 
sind fast alle Blätter eines Baumes mit den schwarzen, brüchigen Stromata 
bedeckt und theilweise vernichtet. 


DOTHIDELLA ELAEOCARPI ARac. 


Auf der Oberseite der Blätter (sehr selten auch auf der Unterseite), in 
den Epidermiszellen eingebettet, und durch die Epidermismembran bedeckt, 
stehen genau runde, scharf begrenzte, kohlschwarze, glänzende 2—5 nım. 
breite Stromata, an deren Oberfläche sehr zalılreiche kleine flach halbkugelige 
Warzen, welche den einzelnen Perithecien entsprechen, stehen. Die Perithecien- 
höhlen sind weiss, linsenförmig, mit winzig kleiner apicaler Öffnung versehen, 
bis 240 x breit, bis 110 x hoch. Auf der flachen Basis der gehäuselosen 
Perithecien stehen die fadenförmigen, farblosen, unverzweigten Paraphysen, 
und dazwischen die cylindrischen, 70—90 r langen, bis 16 „ breiten Asci. 
Die Schäuche sind achtsporig, die Sporen liegen zweireihig, sind oval, beider- 
seits abgerundet, zweizellig, glati, in der Mitte ein wenig eingeschnürt, mit 
dunkelbrauner Membran, 7—9 x breit, 18—22 „ lang. 

Auf den Blättern des Elaeocarpus angustifolius auf Gedeh selten. 
Die Sporen liegen vielfach an den schon abgefallenen Blättern noch in 
den Asci. 


SCHIZOTHYRIUM ACERIS (P. Henn. & Lind.) Pat. 


Die Fruchtkörper stehen auf der Blattoberseite, auf umfangreichen hell- 
grünen, unregelmässigen Flecken unregelmässig zerstreut, von einander gewöhnlich 
1—2 mm. entfernt, seltener sich berührend, sehr selten verschmelzend, manchmal 
auf der ganzen Blattfläche zerstreut. Die Fruchtkörper mit der Basis in dem 
Blattgewebe eingesenkt, halbkugelig gewölbt, im Umriss kreisförmig, manchmal 
eckig, sellen oval, 0.7—1 mm. breit, kohlschwarz, glänzend, mit einem 
graden und schmalen Längsriss sich öllnend. Die Paraphysen farblos, un- 
verzweigt, fadenfürmig, fast 1 # dick, seplirt, an der Spitze sehr wenig 
angeschwollen. Die Asci farblos, durch Jod nicht blau gefärbt, linear lanzettlich, 
beiderseits verschmälert, an der Spitze abgerundet, dünnwandig, farblos, in 
der Mitte bis 20 # breit, 140—160 « lang, achisporig. Die Sporen einzellig, 
farblos, länglich oval, gegen die Basis (des Ascus) etwas schmäler, als in der 
oberen Hälfte, mit farbloser Membran, beiderseits abgerundet, glatt, 22—26 a 
lang, 5—7 £ breit. 


19 


Auf der Oberseite der Blätter des Acer laurinum (Acer javanicum Jungh.) 
auf dem Gedeh sehr häufig, so z. B. bei dem Laboratorium in Tjibodas. Von 
P. Hennings und Lindau (1895) als Hypoderma Aceris, von Patouillard (1897) 
als Schizothyrium Aceris laurini beschrieben. 


MORENOELLA MARATTIAE Zac. 


Auf der Ünterseite der Blätter sitzen kleine, russschwarze, bis 0.5 mm. 
lange, gewöhnlich lanzettliche, häufig gegabelte, manchmal mit einander 
verwachsende, schmale Fruchtkörper, von welchen nicht zahlreiche aber lange, 
schwarzbraune, wenig verzweigte Kriechhyphen von dem Rande radiär aus- 
strahlen. Die Hymenien ohue Paraphysen, die Asci eiföürmig, abgerundet, 
dickwandig, 56—40 x lang, 20—22 „ breit, viersporig. Die Sporen liegen 
alle parallel auf derselben Höhe, haben eine glatte, braune Membran, sind 
ovalspindelförmig, in der Mitte ein wenig eingeschnürt, 26—28 „ lang, 
b a breit, zweizellig. 

Die Fruchtkörper öffnen sich mit einer langen und schmalen, bei den 
gegabelten Fruchtkörpern gegabelten Läugspalle. Durch Jod werden die Schlauch- 
membranen nicht gelärbt. 

Auf der Unterseite der Blätter der Marattia sambucina. Der Mangel der 
Paraphysen unterscheidet die Gattung Morenoella von Lembosia Leveill. 


MORENOELLA NEPHRODII Aac. 


Verursacht an Jen Blättern kleine, polygonale, gewöhnlich 3—4 eckige, 
bis 2 mm. breite, bis 5 mm. lange, durch dıe Nerven begrenzte schwarz- 
braune Flecke, unter welchen das Blaltgewebe abstirbi und vertrocknet. 
Die Unterseite dieser Flecke ist gewöhnlich mit einem kohlschwarzemm, 
sehr dünnen Stroma dedeckt, welches an den Rändern zackig ist, und in 
zahlreiche radiäre Hyphen auslauft. lu diesem Stroma bilden sich sehr zahl- 
reiche lanzettliche Fruchtscheiben, welche häufig verzweigt sind, und mit je 
einem graden Längsriss sich öllnen. Die Fruchtscheibe ohne Paraplıysen, aus 
dicht stehenden Schläuchen und schon entleerten und zerdrückten Schlauch- 
membranen bestehend, durch Jod sich blau lärbend. Die Schläuche rundlich 
eiförmig, dickwandig, farblos, achtsporig. Die Sporen kurzspindelförmig, in 
der Mitte wenig eingeschnürt, jung farblos, dann hellbraun, glatt, zweizellig, 
mit stumpfabgerundeten Ecken. 

Die Sporen bis 22 » lang, 5—6 x» breit, die Asci 40—44 u breit, 
48—52 x lang. Die Längsspalte bis 80 £ breit, 8—10-mal so lang als breit. 
Die Sporen liegen gewöhnlich alle parallel in derselben Höhe in den Ascus. 

Auf den Blättern des Nephrodium heterophyllum bei Tjibodas am Gedeh, 


d0 
LEMBOSIA JAVANICA (Pat.) Rae. 


Syn: Schneepia javanica Patouillard, Ann. Jard. Buitenzorg 1897. Suppl. I. 
p. 122—123. 

Parmularia javanica Saccardo et Sydow, Sylloge fungorum, Vol. XIV, 709. 

Auf der Ober- und Unterseite der Blattfieder, besonders aber auf den 
Blatispindeln sind die Fruchtkörper wechselnder Gestalt und Grösse, bald 
einzeln stehend, bald dicht gedrängt, bald die ganze Blattspindeloberfläche mit 
einer zusammenhängenden, mattschwarzen Kruste überziehend. Die kleinen, dicht 
stehenden Fruchtkörper sind lanzettlich oder gegabelt, oder unregelmässig zackig, 
0.5 mm.—1 mnı. gross, die einzeln stehenden Stromata rundlich, bis 2 cın. breit, 
am Rande zackig oder lappig, an den Blattspindeln bilden gewöhnlich eine 
zusammenhängende Kruste von der Breite und Länge der riesigen Blattspindel. 

Das Nährmycelium lebt in den Intercellulären, und bildet zwischen der 
Epidermislage und dem Hypoderma eine compaklte, pseudoparenchyınatische 
im Inneren hellbraune Lage, in welcher nie die Hymenien gebildet werden. 
Aus dieser Lage tritt der Pilz durch die Spaltöffnungen nach aussen und 
wächst hier zunächst zu einem lanzettlichem Fruchtkörper aus, welcher am 
Rande kurze radiäre Hyphen sparsam aussendel, und mit einem Längsriss sich 
öffnet. Bei den stärkeren Fruchtkörpern sind die Hymenien gegabelt, bei 
noch stärkeren unregelmässig radiär verzweigt, oder die benachbarten Stromata 
fliessen zusammen zu einer Kruste, in welcher die länglichen und gegabelten 
Hymenien in allen Richtungen verlaufen. Die Paraphysen sind farblos und 
fädig, die Asci kurz oval, mit Jod sich nicht bläuend, achtsporig, die Sporen 
zweizellig, reif dunkelbraun, fast schwarzbraun, glatt, in der Mitte eingeschnürt. 
an den Enden abgerundet, bis 24 x lang, bis 10 » breit. Die Asci 60—70 e lang, 
bis 50 a breit. 

Ueberall auf Java sehr gewöhnlich auf den Blättern der Nipa fruticans, 
auch an den in Buitenzorg kultivirten Exemplaren. 

Ich bringe die Art in die Gattung Lembosia und zwar aus folgenden 
Gründen. Die Gattung Parmularia (= Schneepia) ist zwar mit Lembosia nahe 
verwandt, doch durch die regelmässig runden, discusartigen Stromata, wie auch 
durch die regelmässig radiäre Hymenien verschieden. Die kleinen Exemplare der 
Lembosia javanica sind lanzettlich, die grossen zwar rundlich doch nie regel- 
mässig dicusförmig, ihre Hymenien sind auch unregelmässig. 

Es sind zwar bei Lembosia javanica die Fruchtkörper gewöhnlich zahlreich 
in einem Stroma vorhanden, doch finden wir bei der verwandten Morenoella 
dieselbe Erscheinung bei M. Nephrodii. 


21 
PARMULARIA DISCOIDEA Rac. 


Auf der Unterseite der lebenden Blätter sitzen 1—3 mnı. breite, flach 
convexe, kohlig schwarze, runde Fruchtkörper, welcher radiär wachsen. 
Anatomischer Aufbau ist folgender. Die Oberfläche besteht aus radiär wachsenden 
dunkel braunen, dichotom sich gabelnden, fest verklebten Zellen welche wie 
bei den Microthyriaceen eine glatte, radiär nach Art einer Chaetopeltis wachsende 
Schutzschicht bilden. Unter dieser Schutzschicht ist ein stromatisches schwarzes 
Gewebe entwickelt, in welchem die farblosen Hymenien in graden Strichen, 
die selten einfach, gewöhnlich unter spitzen Winkeln gegabelt sind, und radiär 
bis in die Nähe des wachsenden Randes verlaufen, angelegt werden. Zwischen 
farblosen, nicht zahlreichen, fadenförmigen, unverzweigten Paraphysen stehen 
sehr zahreiche, cylindrische, schmal keulenförmige, farblose, achtsporige Asci, 
welche den Paraphysen gleich lang sind, und mit einer runden apicalen 
Öffnung sich öffnen. Die Asci sind 8—9 „ breit, 46—56 „ lang. Die Asco- 
sporen sind zweizellig, mit glatter blassgrauer Membran, verlängert eiförmig, 
die eine Zelle ist länger und. breiter als die andere. Die Ascosporen sind 
10—13 # lang, 4 x dick. Die Fruchtkörper öffnen sich mit schmalen, radiären, 
graden, einfachen oder sich gabelnden Spalten. Die Fruchtkörper sind den 
Epidermiszellen der Nährpflanze fest anliegend und befestigt durch zahlreiche 
haustoriale Mycelialstränge, welche durch die Spaltöffnungen eindringen, 
aus fast farblosen, grauen, reich septirten Hyphen bestehen, die grossen 
Intercellularräume der Nährpflanze ganz mit einen Pseudoparenchym ausfüllen, 
bis unter die Epidermis der Blattoberseite gelangen und durch das locale 
Absterben der Zellen der Nährpflanze auf derselben runde braune Flecken 
verursachen. 

Auf den Blättern des Polypodium longissimum bei Buitenzorg. 


HYSTEROSTOMELLA Speg. 


Das Mycelium lebt parasitisch in den Intercellularräumen diese mit einem 
kleinzelligen, pseudoparenchymatischen Gewebe ausfüllend. Zuerst durch die 
Spaltöffnungen, dann durch die ganze Oberfläche der umgebenden Zellen tritt 
das braunschwarze Mycelium nach aussen und bildet eine russschwarze, mit 
schmaler Basis aufsitzende flache Scheibe. Diese Scheibe ist entweder rund, 
oder etwas unregelmässig, manchmal gelappt. In dieser Scheibe entstehen die 
länglichen, gekröseartig gewunderen, manchmal verzweigien Perithecien mit 
flachem Boden. Hypothecium ist pseudoparenchymatisch gebaut und mächtig 
entwickelt. Die Hymenien ohne Paraphysen, die Schläuche cylindrisch, ab- 
gerundet an der Spitze, achtsporig. Die Sporen eiförmig. glatt, hellbraunwandig, 
zweizellig. Die Asci werden durch Jod blau gefärbt. | 

Die merkwürdige Gattung errinert an eine kleine Rhylisma, dessen Stroma 
central an die Blattfläche angewachsen ist. 


HYSTEROSTOMELLA ALSOPHILAE Rac. 


Die Fruchtscheiben sind schwarz, rundlich oder am Rande lappig, einzeln 
stehend, oder zu 2—4 beisammen wachsend, auf der Unterseite der Blätter 
auftretend, 1—4 nmım. breit, 0.5—0.8 mm. hoch, flach, ohne Stiel, aber mit 
schmaler Basis angeheftet, schwarz, die schwarze Färbung in Chloral mit 
brauner Farbe löslich, zunächst ganz bedeckt, nachträglich oberhalb der Hymenien 
offen. Die Hymenien flach, 100—400 x breit, durch die emporgerichteten 
Stroma-Ränder berandet, gekröseartig gewunden, bald nur eines auf der Frucht- 
scheibe, bald mehrere, unverzweigte und verzweigte, bogig gekrümmte neben 
einander. Paraphysen fehlen. Die Asci cylindrisch, achtsporig, 16 « breit, 
90 x lang, mit einer apicalen, runden Öffnung, durch Jod blau gefärbt, nach 
dem Eutleeren zerdrückt zwischen den jüngeren stehend. Die Sporen zwei- 
zellig, glatt, braunwandig, oval, an den Enden abgerundet, die obere Zelle 
etwas breiter und kürzer als die untere, 6 x breit, 18 & lang. 

Auf der Unterseite der Blätter der Alsophila contaminans auf dem Gedeh häufig. 

Hysterostomella (?) rhytismoides Speg. scheint nahe verwandt zu sein. 


25 
NYMANOMYCES ACERIS LAURINI (Pat.) Henn. 


Zur Ergänzung der Beschreibung in Fungi Monsuniae ist hinzuzufügen, dass 
die Stromata 8—40 mm. breit, die Perithecien bald eiförmig, bald länglich 
gekrönmt, sogar verzweigt, manchmal dazwischen auch rundlich sind. Die 
Sporen liegen in noch jungen und kurzen Schläuchen zweireihig, in den 
gestreckten, und reifen einreihig, die glatte Membran der reifen Sporen ist sepia- 
farbig. Die Asci sind lang cylindrisch-spindelförmig, in der Mitte bis 18 & breit, 
beiderseits verschmälert, an der Spitze stumpf, dünnwandig. Die fadenförmigen 
unverzweigten Paraphysen sind an frischem Material farblos. Die Sporen sind 
länglich oval, einzellig, bis $ x breit, 18—20 « lang. 

Dieser Pilz ist ungemein häufig auf Acer laurinum Hassk., die Sporen 
reifen schon in den noch lebenden Blättern, häufig sind alle Blätter einer 
Pflanze damit befallen. An meisten leiden dadurch die jungen Pflanzen. 

Trotz der z. Th. anderen Perithecien ist der Pilz mit Rhytisma ganz 
nahe verwandt. Seine Synonymik ist: 

Rhylisma acerinum Fr. f. Aceris laurini Pat. (Ex. des Champignons 
recoltes par Massart p. 121). 

Rhystisma acerinum Henn. in Fungi Monsuniae p. 29. 

Nymanomyces Aceris laurini Henn. in Fungi Monsuniae p. 28. 


GRAPHIOLA ARENGAE Aa. 


An den dunkelgrünen Blättern entstehen runde, wellig begrenzte, hell 
gelbgrüne Flecken, an deren Unterseite einige (5—14) Peridien stehen. Die 
Peridien sind schwarz mit einer runden apicalen Öffnung, bis 0.8 mm. boch, 
bis 0.5 mm. dick, cylindrisch eiförmig. Die sterilen Hyphenstränge im Inneren 
der Peridie gewöhnlich kürzer als die Peridie und von derselben nicht oder 
nur wenig hervorragend, 20 « breit. 

Die fertilen Hyphen 30—75 „ lang, 5—4 e dick, grade, in kurze, bis 
4.5 x lange, sporenbildende Zellen getheilt, die Theilzellen bilden in basipetaler 
Richtung, jede je 4 seitliche Sporen. Die Sporen sind kuglig, oder unregel- 
mässig eckig, oder eiförmig, glatt und farblos, 3—4.5 „.breit, einzellig, häufig 
noch in der Peridie durch eine Querwand in zwei Zellen getheilt. 

Auf den Blättern der Arenga saccharifera. 


GOPLANA nov. gen. Uredinearum. 


m nn 


Mycelium lebt parasitisch zwischen den Mesophylizellen und sendet sehr 
dünn gestielte Haustorien in das Innere der Zellen. Die Fruchtlager bilden 
sich subepidermal, doch wird die epidermale Schicht bald zersprengt und durch 
die wachsenden Hyphen abgehoben und dann erscheinen die Fruchtlager, als 
kleine, gelbliche, halbkuglige, tremelloide Wärzchen. Die nach aussen wachsen- 
den Hyphen trennen eine lange apicale Zelle durch eine Zellwand, unter 
welcher ein oder mehrere seitliche Zweige angelegt werden, die wieder je 
eine apicale lange Zelle bilden, und wiederum einen oder zwei Seitenzweige. 

Die peripherischen, apicalen Zellen des Fruchtlagers sind keulenförmig, 
und bilden eine wenig deutliche Pseudoperidie, die inneren sind schmal, dünn- 
wandig und stellen die gleich keimenden Basidien dar. In dem Centrum des 
Fruchtlagers sind die Basidien gerade, mit 5 horizontalen Querwänden, die 
seitlichen Basidien sind nach aussen gebogen, und ihre 3 Querwände schief 
geneigt. Die Basidien sind farblos, dünnwandig, glatt, mit einander nicht fest 
verklebt, unter schwachem Druck löst sich ein Fruchtlager in sehr zahlreiche 
Bündel der aus einer oder wenigen benachbarten Hyphen entspringenden 
Basidien, die mit einander nicht zu einer Scheibe verklebt sind. Jede Zelle 
der Basidie sendet nach aussen ein kurzes Sterigma, die gekrümniten Basidien 
immer an der convexen Seite (so däss schon durch kurze Sterigmen die 
Basidiospore an die Oberfläche des Fruchllagers gelangen); die Basidiosporen 
sind rundlich, farblos. 

In Goplana glaube ich die einfachste, bis jetzt bekannte Uredineae zu sehen. 
Wäre dieselbe nicht parasitisch, so wäre ich geneigt dieselbe in die Auri- _ 
culariaceengattung Stypinella Schröter einzureihen. Doch finden wir bei Goplana 
gewöhnliche Uredineen-Haustorien, eine Pseudoperidie und müssen in dieser 
Gattung ein Verbindungsglied zwischen Stypinella und Coleosporium erkennen. 
Coleosporium ist doch von Goplana nur durch die zu einer einschichtigen 
Scheibe verklebten Basidien (und den Mangel der Pseudoperidie) verschieden. 
Goplana ist also, die am einfachsten organisirte Gattung dieser Reihe der 
parasilischen Uredineen, bei welcher die Zeugitenzelle, zugleich zur Basidie 


25 


wird; wo nur zeitliche Trennung dieser beiden Funktionen vorhanden ist, 
die morphologisch in denselben Behältern stattfindet. Zu dieser Entwicklungs- 
reihe gehören von den parasitischen Pilzen ausser Goplana noch Cnleosporium, 
Ochrospora, Trichospora, und Chrysopsora. während von den Saprophyten 
Stypinella und Platygloea am nächsten verwand sind. Bei den übrigen Uredineen 
hat schon die morphologische Trennung in eine Zeugite und Basidie statt- 
gefunden, und die ersten Stufen jener anderen Entwicklungsreihe bin ich 
geneigt, wie ich schon vor einigen Jahren in »Flora” ausgesprochen habe, in 
den von Möller untersuchten Gattungen Saccoblastia und Jola zu sehen. Zu 
jener zweiten Reihe, der die Teleutosporen erzeugenden Protobasidiomyceten 
gehört eine noch unbeschriebene auf Java in mehreren Arten vorhandene, 
dem Septobasidium Pat. ähnliche Gattung Ordonia. 


GOPLANA MICHELIAE Race. 


Auf der Oberseite der dunkelgrünen Blätter sind die infektirten Stellen 
nur wenig, als rundliche bis 3 cm. breite, hell grün gefärbte Flecke sichtbar. 
Auf der Unterseite stehen an diesen Flecken sehr zahlreiche bis 0.4 mm. breite, 
rundliche, erhabene, gedrängt stehende Fruchthäufchen von blass gelber Farbe, 
welche wie Tröpfchen glänzen. Die Hyphen sind farblos, reich verzweigt und 
septirt, 5—4& # dick, wachsen intercellulär und senden in die Zellen der 
Nährpflanze sehr dünnwandige, auf haarfeinen, bis 4 & langen Stielen sitzende 
Haustorien, welche hald flaschenförmig, bald transversal ausgezogen, häufig 
elliptisch, unverzweigt, bis 9 # breit sind. In manchen Lufthöhlen wachsen 
die Hypben zu pseudoparenchymatischen Lagen, diese dringen seitlich unter 
die Epidermiszellen, und heben dann kleine Partien der Epidermis ab. Aus 
diesen Lagern wachsen zahlreiche Hyphen nach aussen, schnüren eine lange 
apicale, cylindrische Zelle ab, und treiben unterhalb derselben einen oder mehrere 
Zweige, die wiederum je eine apicale Zelle abgrenzen und wiederum Seilen- 
zweige bilden. Dadurch entstehen halbkuglige, bis 0.4 mm. breite Häufchen 
von blass gelber Farbe. Die peripherischen jener apicalen Zellen sind breiter 
als die inneren, keulenförmig, theilen sich nicht weiter und dienen als 
Pseudoperidie. Sie sind 32—66 x lang, bis 14 £ breit, glatt. Die anderen 
apicalen Zellen sind fast ganz farblos, dünnwandig, glatt, cylindrisch, mit 
abgerundeter Spitze, nicht abfallend, (bei dem Drücken löst sich ein Sorus in 
zahlreiche Büschel dieser Basidien mit ihren Traghyphen) lose mit einander 
verklebt, mit frei ragender Spitze, 46—56 x lang, 7—9 x breit, grade 
(so besonders in der Mitte des Sorus), oder wenig gebogen, (so besonders die 
mehr seitlichen Basidien). Die Basidien theilen sich in 4 Zellen durch (seltener) 


26 


ganz transversale Querwände (so besonders in den ganz graden Basidien), 
häufiger durch schief, aber einander parallel verlaufende, (so immer an den 
gekrümmten Basidien).. Jede der Theilzellen der Basidie bildet (an deren 
convexen Seite) ein 6—7 „ langes Sterigma, an welchem die 7—9 « breite, 
kuglige, farblose Basidiospore erscheint. 

Auf den Blättern der Michelia velutina (sundanesisch »manglit”), in dem Walde 
am Vulkan Salak, auf dem Standort der Raflesia Rochusenii und Brugmansia Zippelii. 


PUCCINIA SOLMSII Henn. 


Die Aecidienhäufchen auf rundlichen bis 8 mm. breiten, roth gefärbten 
Flecken auf der Blattunterseite, dicht neben einander stehend. Die einzelnen 
Aecidienbecher lange von der Epidermis und Peridie umhüllt, die letzte nach- 
träglich sternlappig zerreisend, die Lappen bleiben lange erhalten. Die Peridie, 
wie auch die Aecidiosporen weiss. Die Zellen der Peridie dickwandig, mit 
dichten, netzartigen Wandverdickungen, die Aecidiosporen rundlich eckig, dünn- 
wandig, feinwarzig, farblos, bis 18 a breit. 

Die Teleutosporenlager stehen an den Blättern auf zerstreuten, runden, 
gelblich umrandeten bräunlichen Flecken, welche bis 0.5 cm. breit sind, und 
auf deren Unterseite die rundlichen, bis 0.8 mm. breiten, convexen Teleuto- 
sporensori concentrisch angeordnet sind. 

Myceliumfäden dick, wenig septirt, besonders in die Schwammparenchyn- 
zellen, knäuelartige, reich verzweigle Haustorien sendend, um die Pallisadenzellen 
häufig transversal und ringförmig wachsend. 

Sori sehr compact, ohne Pseudoperidie und ohne Paraphysen; die Teleuto- 
sporen mit langen farblosen Stielen, zweizellig, seltner dreizellig, an der 
Berührungsstelle der Zellen wenig eingeschnürt, mit brauner glatter Membran, 
und einem apicalen Porus der apicalen Zelle. 

Die einzelnen 2 (ausnahmsweise 3) Zellen einer Teleutospore nur sehr 
schmal mit einander verwachsen, so dass an ganz reifen Teleutosporen die 
einzelnen Zellen sich von einander leicht trennen und einzeln verweht werden. 

Membran gleichmässig dick, oder an der Spilze etwas dicker, blass braun. 
Die Sporen nicht an der Nährpflanzen keimend. 


PUCCINIA PERIODICA Rac. 


Die jungen Blätter, an welchen die Uredolager erscheinen zeigen rund- 
liche 1—20 mın. breite, oberseits convexe, unlerseits concave, blass grüne 
Flecken, welche in Folge einer Hypertrophie der einzelnen Mesophylizellen dicker 
als die normale Lamina sind. Die unterste Schicht des Schwammparenchyms 


27 


ist gewöhnlich zu einer Lage des Pallisadengewehes metamorphosirt. In diesem 
gallenartigen Gewebe entstehen tief eingesenkte, fast kuglige, bis 0.3 mm. breite, 
lange von der Epidermis bedeckte, dicht stehende Uredohäufchen, ohne Paraphysen 
und ohne Pseudoperidie. Die Uredosporen sind braun, dickwandig, eiförmig 
oder etwas unregelmässig kantig, warzig, die apicalen Warzen sind bedeutend 
höher und stehen dichter, als die unteren; alle sind heller gefärbt, als die 
Wand der Uredospore. Die Sporen sind 24—3? u lang, 18—22 a breit. 

Die Teleutosporenlager entstehen später auf den lederharten Blättern, in 
welchen keine gallenartige Metamorphosen zu sehen sind. Die Sori sind sehr 
klein, rundlich, braun, bis 0.2 mm. breit, dicht zerstreut, die Unterseite des 
Blattes bedeckend, unter der Epidermis gebildet, flach, nicht wie die Iredo- 
sporenlager tief eingeschenkt. Die Teleutosporen stehen dicht neben einander 
auf kurzen, farblosen Stielen, sind nicht abfallend, oval, 40— 45 „ lang, 20—24 u 
breit, hellbraun, dünnwandig, glatt, in der Mitte eingeschnürt, gegen beide 
Enden verschmälert, gleich auf dem Sorus die Basidien treibend. 

Auf den Blättern von Derris sp. in Buitenzorg, vielleicht identisch mit 
Uredo Derridis P. Henn. Rei dieser Art konnte ich während dreier Jahre 
bemerken, dass die Uredosporen in den Herbstmionaten, am Anfang des feuchten 
Westmossuns gebildet werden, dann folgen die Teleutosporen im November bis 
Januar, nachträglich ist durch mehrere Monate fast nichts von dem Pilze zu sehen. 


PUCCINIA MAPANIAE Rac. 


Nur Teleutosporen gefunden. Diese stehen auf der Blattunterseite auf 
länglichen, braunen Flecken, welche durch die parallelen Längsnerven begrenzt 
sind. Die Sori sind rundlich oder eiförmig, sehr lange von der Epidermis 
bedeckt, und erscheinen, als schwarzbraune, bis 0.4 mm. breite Wärzchen, 
welche durch eine apicale Längspalte sich öffnen. Ohne Paraphysen. Die Sporen 
bilden eine compacte Schicht, einzelne stehen an sehr kurzen Stielen, welche 
mit den Sporen nicht abbrechen, sondern auf den Boden des Sorus bleiben. 
Die beiden Zellen der Teleutospore lösen sich leicht von einander ab. Die 
Sporen sind fast cylindrisch, in der Mitte nicht eingeschnürt, bis 65 # lang, 
bis 8 w breit, glatt, dünnwandig, die Wand der oberen Zelle hellbraun, der 
unteren fast farblos. 

Auf den Blättern von Mapania sp. auf den Salak bei Buitenzorg. 


PUCCINIA GEOPHILAE Aac. 


Als Synonym gehört hieher Uredo Geophilae P. Henn. & E. Nyman, Fungi 
Monsuniae 1899 p. 3; wenigstens habe ich in Buitenzorg keine andere 


28 


Uredinee auf Geophila reniformis G. Don gesehen‘; die unten beschriebene 
Puccinia ist dagegen sehr häufig anzutreffen. 

Die infieirten Blätter sind gelblich grün, nicht dunkelgrün, wie die gesunden. 
Die Uredosporen und Teleutosporenlager, an beiden Seiten des Blattes, besonders 
reichlich auf der Blattunterseite, 0.1—0.2 mm. breit oder noch kleiner, 
rundlich, blass gelblich. 

Die Hyphen dick, reich verästelt, intercellulär, in die Zellen der Nähr- 
pflanze unverzweigte, quer elliptische, sehr dünn gestielte Haustorien sendend, 
besonders schöne, in die Epidermiszellen der Blattoberseite. Die Uredosporen 
kurz gestielt, abfallend, breit eiförmig, gelb, stachlich, 24—28 „lang, 19—23 a 
breit. Die Teleutosporen zu einem compacten, fast farblosen Lager verbunden, 
nicht abfallend, kurz gestielt, zweizellig, breit elliptisch, in der Mitte wenig 
eingeschnürt, an der Spitze und Basis abgerundet, glatt, fast farblos, sehr 
dünnwandig, 14—16 „ breit, 22—24 „ lang, gleich an der lebenden Nähr- 
pflanze in den Sori keimend, die obere Zelle bildet apical eine Basidie, die 
untere dicht unter der Querwand. Die Basidien bis 4 x dick, farblos, die 
Basidiosporen rund. 

Auf den Blättern der Geophila reniformis G. Don in Buitenzorg sehr gemein. 


SCHROETERIASTER ELETTARIAE ARac. 


Zwischen den dichten und parallelen Secundärnerven stehen schmale, aber 
lange, graue und bräunliche Flecke auf welchen die Uredo- und Teleutosporen- 
sori gebildet werden, sowohl an der Unter-, wie auf der Oberseite der Blätter. 

Das Mycelium wächst intercellulär, besonders zwischen den Schwamm- 
parenchymzellen, ist wenig septirt, hat 4 bis 5 x dicke Hyphen, und bildet 
kleine, kuglige oder keulenförmige Haustorien. 

Die Uredohäufchen werden entweder unter einer Lufthöhle oder unter 
der hypodermalen Schicht angelegt. sind bis 0.3 mm. breit, rundlich, sehr 
lange von der hypodermalen Schicht und Epidermis bedeckt, welche endlich 
zersprengt werden und eine kleine Öffnung bilden, durch welche die Uredo- 
sporen nach aussen kommen. Die ÜUredosporen sind eiförmig elliptisch, 
orangegelb, dünnwandig, fein warzig, 24—30 ek lang, 16—20 « breit.” 

Die Teleutosporenlager werden ähnlich den Uredosori angelegt, häufig 
treten die Teleutosporen in den Uredolagern auf, werden jedoch länger bedeckt, 
und öffnen sich erst bei der Keimung und Bildung der Basidien, nicht mit 
einem Loch, sondern unregelmässig, häufig durch ein einseitiges Heben der 
bedeckenden Schicht. Die die Teleutosporen bildenden Hyphen stehen dicht 
nebeneinander, bis 0.5 mm. breite Polster bildend, theilen sich quer und 


25 


bilden in basipetaler Richtung neue Zellen in Reihen. Nur 2—4 basale und 
junge Teleutosporen bleiben in der Kette; die älteren, also höher liegenden 
Zellen, und in älteren Teleutosporenlagern sogar alle runden sich ab und lösen 
sich von dem Verband mit den jüngeren los. 

Einzelne Teleutosporen sind eiförmig rundlich, manchmal etwas unregel- 
mässig, farblos, glattwandig, ihre Wand ist dicker als diejenige der Uredosporen. 
Sie sind 16—22 x lang, und 15—16 . breit, keimen gleich in dem Sorus, dessen 
oberflächlicher Theil zwischen den leeren und collabirten Teleutosporenzellen 
und collabirten Basidien eine reiche fremde, in solchem Substrat sich ent- 
wickelnde Vegetation trägt. Die Basidien sind cylindrisch, 6-bis 8 „ breit, 
bilden je 4 Basidiosporen, welche kuglig, farblos, dünnwandig, 6—8 „ breit 
sind. 

Die Art gehört in die Reihe der Cronartium verwandten Uredineen. 
Während bei Cronartium lange Teleutosporensäulen entstehen, deren Zellen 
fest mit einander verklebt sind, sind die Säulchen der Dietelia Eviae niedriger 
und lösen sich bei Druck leicht in die einzelnen Reihen. Bei Alveolaria lösen 
sich einzelne Zellen einer Reihe von einander, bleiben jedoch mit den an- 
stossenden der benachbarten Reihen zu flachen Scheiben verklebt, bei Schroeteri- 
aster Elelariae endlich lösen sie sich selbst in dem Sorus von einander ab. 
Phakopsora Dietel bietet ganz denselben Aufbau. 


SKIERKA nov. gen. Uredinearum. 


Die Teleutosporen schmal lanzettlich mil ausgezogener Spitze, einzellig. 
Die Teleutosporenlager in jungen Stadien halbkugelig, mit kleiner apicaler 
Öffaung, durch welche die stiellosen Teleutosporen durch den Druck der 
neu sich bildenden Teleutosporen, mil einander zu einer schmalen, aber 
langen, einem Cronarlium ähnlichen Säule verklebt, herausgedrückt werden. 
Sie keimen an der Säule mit Basidien, welche je 4 Sporidien erzeugen. 

Die Gattung ist mit Hamaspora nächst verwandt, doch sind die Teleuto- 
sporen einzellig und stiellos mit abgestutzier Basis. Jede Stielzelle erzeugt 
bei beiden Genera nur eine Teleutospore. | 


SKIERKA CANARII Rac. 


Auf der Unterseite der Blätter des Canarium commune (Buitenzorg). 

Die Uredolager winzig klein, bis 0.4 mm. breit, orange, unregelmässig 
zerstreut, rundlich, lange von der Epidermis bedeckt, ohne Paraphysen oder 
Pseudoperidie. Die Uredosporen orange, verkehrt eiförmig, seltener länglich 
eiförmig, mil grossen spitzen Stacheln bedeckt, ausserden: einen genau verticalen 
oder etwas schiefen Verdickungskamın zeigend, der schmal, und dicht gezähnt 
ist. Die Uredosporen sind 22—50 # lang, 15—20 £ breit. 

Die Teleutosporenlager auf der Blattunterseite unregelmässig zerstreut, 
oder zu Häufchen vereinigt, rundlich, sehr klein, eine bis 1 mm. lange, 
ausserst schmale bis 40 x breite, weisse Teleutosperensäule erzeugend. Die 
Teleutosporen entstehen zunächst, als eine Schicht spitz ausgezogener lanzett- 
licher Zellen, an den Enden der Traghyphen, kleben ein wenig mit einander, 
durch die jüngeren, zwischen den älteren entstehenden, werden nach oben 
gedrückt und dabei abgerissen von der sehr niedrigen, nicht deutlicher differen- 
zirten Stielzelle, oder aber reisst jene Stielzelle an der Basis der Teleutospore 
ab, einen niedrigen Kragen bildend. Die Teleutosporen sind farblos, glatt, 
schmal lanzetllich, mit einer langen aus der Membran gebildeten Spitze, 
7—10 « breit, 65—75 x lang, einzellig, nur lose zu einer Säule verklebt; 


5i 

unter Druck zerfällt dieselbe in einzelne Zellen. Die Teleutosporen keimen 
auf der Nährpflauze unterhalb der mewbranösen Spitze mit einer cyliudrischen 
kurzen Basidie, welche in 4, seltener 5 Zellen sich Lheilt, deren jede eine 
Sporidie erzeugt. Die Sterigmen fehlen ganz oder sind sebr kurz, die Basidio- 
sporen rundlich oder gegen die Ansaizstelle spitzig; da Jdıe Basidie nach der 
Bildung der Sporen verschrumpft, so liegen alle 4 oder 5 Basidiosporen in 
einem Häufchen an der Teleutospore. 


TRIPHRAGMIUM PULCHRUM Aac. 


Die Uredohäufchen winzig klein, unregelmässig auf der Blattunterseite 
zerstreut, von farblosen, kurzen, dicht stehenden, auf der Spitze schmalen, 
zugespitzten Paraphysen umgeben. Die Uredosporen verkehrt eiföürmig oder 
fast rundlich, orangegelb, 18—20 x breit, 20—22 # lang, dünnwandig, fein stachlig. 

Die Teleutosporenlager zusammen il deu Uredolagern und ganz älınlich 
gebaut, oder einzelne Teleutospore schon in den Uredolagern auftretend. Die 
Paraphysen der Pseudoperidie 10 x breit, 58—45 x lang. Die Teleutospuren 
gestielt, mit einem farblosen, dünnwandigen und abfallenden Stiel, dreizellig, alle 
Zellen in der Stiellläche liegend, braunwandig, mit grossen, unregelmässigen, 
verlängerten und zusammen fliessenden Warzen bedeckt. Die Warzen bedecken 
nicht gleichmässig die ganze Oberfläche der Teleutosporen, sondern lassen an 
den flachen Seiten eine glatte Fläche übrig. Die Teleutosporen von der Seite 
gesehen rundlich, wenig eingeschnürt, 56—42 # laug, bis 40 # breit, von vben 
gesehen nicht rundlich, sondern elliptisch. 

An den Blättern der Derris elliptica (Papilionaceae) bei Buitenzorg. 


CAEOMA ARUNDINAE Rac. 


Auf der Blattunterseite erhabene, längere Zeit von der Epidermis bedeckte, 
bis 0.5 mm. breite, runde oder etwas längliche, orangerolhe Sori, welche 
gewöhnlich in Längsreihen, zwischen den parallelen Nerven stehen. 

Die Hypben verlaufen in den Intercellularen, sind reich septirt, —6 x dick, 
reich verzweigl, und senden in die Zellen kurze und dicke, runde oder birn- 
förmige, selten an der Spitze einmal dichotom gegabelte sehr dünn gestielte 
Haustorien von 12—14 x Länge. 

Die Sori werden zwischen der ersten und zweiten subepidermalen Schicht 
der Blattunterseite als eine compacte Schicht grader Zellen angelegt, welche 
durch die Theilungen abwechselnd eine grosse, zunächst schief polygonale Caeoıa- 
spore und eine kleine, vergängliche Zwischenzelle abgliedern. Die reifen Sporen 
sind orangerotlı, rundlich oder etwas eilörnig, oder rundlich eckig, 18—21 


33 


breit, lange von der Epidermis bedeckt. Die convexen Sori öffnen sich mit 
einer länglichen Spalte. 
Auf dem Blättern der Arundina speciosa (Orchideae) bei Buitenzorg sehr häufig. 


UREDO (HEMILEIA) PHAJI ac. 


Die Unterseite der inficirten Blätter von den winzig kleinen, dicht stehenden 
Uredolagern goldgelb, etwa ähnlich den goldfarbigen Gymnogrammearten. 
Ohne ein intercelluläres Mycelium. Die keimenden Uredosporen treiben ihre 
Keimschläuche in die Luftspalten, bringen unterhalb derselben wenige sehr 
kurze, wurstförmige Hyphen, welche an die Unterwand der, die Schliesszellen 
begrenzenden Epidermiszellen sich anlegen und gleich durch die Spaltöffnung 
eine, aus wenigen verwachsenen Hyphen gebildete Säule nach aussen bilden. 


Die Spitzen jener Zellen des Trägers sind erweitert, abgeflacht, mit einander 


zu einem kompacten Köpfchen verwachsen, und 1ragen jede an mehreren 
kurzen, dicht stehenden, mit einander verklebten Sterigmen je eine Uredo- 
spore. Die Uredosporen und die Tragzellen orangegelb. Die Uredosporen dor- 
siventral, eiförmig nierenförmig, mit stachliger Aussenseite, glatler Unterseite 
(ähnlich der Hemileia vastatrix), 19—21 x breit, 20—24 „ lang. 

* Auf den Blättern verschieder Phajusarten bei Buitenzorg sehr gewöhnlich. 


UREDO (HEMILEIA) ANTIDESMAE Rac. 


Auf der Ünterseite der Blätter kleine, gelbliche, polygonale, durch die 
Nervillen abgegrenzte, gelbliche Flecke, von 0.5—1.5 mm. Breite, an welchen 
einzeln oder zu mehreren beisammen winzig kleine, orangefarbene Uredo- 
häufchen hervortreten. 

Mycelium intercellulär, zwischen den Schwanmparenchymzellen wachsend, 
sehr reichlich septirt, mit kurzen Zellen, ovalen unverzweigten Haustorien, 
unter den Spaltöffnungen in den Lufthöhlen ein Pseudoparenchym bildend, 
aus welchem eine grade cylindrische Säule gebildet wird, welche durch die 
Spaltöffnung hindurchwächst und an der Spitze ein Köpfchen mit den Uredo- 
sporen lrägt. 

Die Säule besteht aus mehreren (6—8) parallelen verwachsenen, dicken 
Hyphen, deren jede auf der Spitze blasig erweitert ist. Die Blase ist von 
der Seite gesehen halbkreisförniig, doch nicht kugelig, sondern vorne und 
hinten flach und glatt, am Rande dagegen läuft sie in eine grosse Anzahl 
cylindrischer, langer, dickwandiger Sterigmen aus, welche an der Spitze je 
eine Uredospore abschnüren. Die Sterigmen tragenden flachen Blasen einer 
Säule sind an den flachen Seiten mit einander fest verwachsen. 


53 


Die Uredosporen rundlich oder rundlich eiförmig, orangefarbig, (mit Aus- 
nabme eines kleinen basalen Theiles) mit dünnen Stacheln dicht bedeckt, 
20—28 « breit. Die einzelnen Hyphen der Uredosporensäule 4—6 breit, 
die blasige Erweiterung an deren Spitze 15—16 » breit, die Sterigmen 
10—12 # lang. 

Auf den Blättern der Antidesma Bunius in den Dörfern bei Buitenzorg. 

Ich konnte die Teleutosporen bis heute nicht auflinden, doch ist der 
Pilz der Hemileiopsis Whrightliae Rac. am meistenähnlich und bildet mit anderen 
bemileiaartigen Parasiten, eine gut charakterisirte Gruppe der Uredineen. 


UREDO DIANELLAE Rac. 


In den Blättern der Dianella javanica in Buitenzorg und auf dem Gedeh. 

Die inficirten Blätter zeigen auf beiden Seiten, lineare, polygonale 0.5—1 mm. 
breiie, 1—8 mm. lange, gelbbraune, dann braunschwarze Flecke, in deren 
Nähe Chlorophyll verschwindet und die Blätter hell gelb gefärbt werden. 

Das Blatigewebe besteht aus zwei Lagen Mesophylis, zwischen welchen 
in der Mitte der Lamina grosse Intercellularräume sich finden, welche durch 
Collabiren der grossen, dünnwandigen Zellen der Blattmitte entstehen. Die 
Uredosori werden in diesen Intercellularräumen im Inneren der Blattlamina 
als runde, begrenzte Hohlräume angelegt, von deren Basis die Uredosporen 
abgeschnürt werden. Diese Basis ist bald unter dem Mesophyli der Blatt- 
oberseite, bald oberhalb des Mesophylis der Blattunterseite angelegt. Die Uredo- 
sporen gelangen nach dem Abtödten des bedeckenden Mesophylis bald an die 
Oberseite, häufiger an die. Unterseite der Blätter. Die Uredosporen sind bis 
16 x breit, 19—23 x lang, breit elliptisch, gelb, gleichmässig dickwandig, 
sehr fein stachlig. 


UREDO ANTIDESMAE DIOICAE Rac. 


Die Uredolager winzig klein, braun, bald einzeln und dann zerstreut, häufiger 
in concentrischen Kreisen, runde 5 mn. breite Flecken bedeckend, selten auf 
der Blattoberseite, am häufigsten in der Nähe der Blattränder der Blattunterseite. 

Die Uredosori sind in dem Gewebe eingesenkt, mit kleiner Öffnung in der 
Epidermis sich öffnend. Die Uredosporen länglich eiformig, orangegelb, fein- 
und dichtstachlig 20-22 # breit, 26—38 x lang. 

Auf den Blättern der Antidesma dioica in Buitenzorg. 


EXOBASIDIUM (Subgen. Bisterigma) SYMPLOCI FASCICULATAE Aac. 


Auf den jungen Blättern entstehen runde, oder längs den Nerven ovale 
weisse Flecke von 2—8 mu. Breite, welche auf der Oberseite etwas concav, auf 
R 


54 


der Unterseite gewölbt, dicker als die gesunde Blattlamina sind, ‘indem zwar 
die Zahl der Zellen nicht vermehrt scheint, dagegen die Mesophylizellen, special 
die des Schwammparenchyms alle hypertropisch vergrössert sind. Die Hyphen 
leben in den Inutercellularen, ohne Haustorien zu bilden, sind farblos und 
septirt. Die Basidien treten selten auf der Oberseite des Blattes, gewöhnlich 
auf der Unterseite nach aussen, indem die Hyphen zwischen allen Epidermis- 
zellen einer erkrankten Stelle nach aussen treten, die Guticula durchbohren und 
ein Hymenium von aufrechten, farblosen, eylindrischen, 20—45 „ langen 
Basidien bilden, welche an der Spitze, je zwei lange (bis 10 x), dünne, schief 
nach aussen und oben gerichtete Sterigmen bilden, auf welchen je eine läng- 
lich ovale, farblose, glatte, 14—16 x lange, 5—4 x breite Basidiospore gebildet 
wird. Auf dem Hymenium liegen auch zahlreihe, kleine, spindelförmig lineare 
Conidien, die bei der Keimung der Basidiosporen gebildet werden. 

Auf den Blättern des Symplocos fasciculata in Buitenzorg. 

Von besser bekannten Exobasidiumarten ist diese Species, wie auch 
einige andere, durch die zwei (nicht vier) Basidiosporen einer Basidie verschieden, 
deswegen könnte man dieselbe in eine Untergattung Bisterigma einreilhen. 

Das nordamerikanische Exobasidium Symploci Ell. et Mart., ein Parasit 
der Blüthenknospen des Symplocos tinctoria, soll gelb sein und dünnere 
Basidiosporen besitzen, deren Zalıl mir leider unbekannt ist. 

Im Gegensatz zu Kordyana bilden sich die Hymenien auf der ganzen 
infieirten Fläche, durch das Durchbrechen der Cuticula, ohne auf die Spalt- 
öffnungen beschränkt zu sein. 


KORDYANA nov. genus. 


Exobasidium und Microstroma verwandte, parasilische Pilze, mit beschränkten, 
kleinen, halbkugligen Hymenien, welche aus einem kleinen in der Spaltöllnungs- 
höhle gebildeten Stroma nach aussen lherauswachsen. Die Basidien sind 
ungetheilt, (ragen an der Spitze je zwei Sterigmen mit oblong elliptischen, 
farblosen, glatten Sporen. 

Ich rechne zu dieser Gatlung zwei unten beschriebene Arten, die jedoch 
un ter einander bedeutende Differenzen zeigen. K. Tradescantiae besizt zwischen 
den Basidien steril wachsende Hyplıen, welche bei K. Pinangae felılen, anderer- 
seits besitzt die K. Pinangae unterhalb der eigentlichen Basidie, und von 
dieser durch keine (Querwand getrennt die melır erweiterte Blase, wie ähnliche 
die Jola- und Septobasidiumarten unter den Protobasidiomyceten aufweisen. 

Die wenig bekannte Gattung Microstroma Niessl soll viele, gewöhnlich 
sechs Sterigmen bilden. 


KORDYANA TRADESCANTIAE (Pat.) Rac. 


Syn. Ex.»basidium Tradescantiae Pat. 

Auf deu grünen Blättern sind grosse, rundliche, zusammen fliessende, 
gelblich grüne, später bräunlich grüne Flecken, von 1—5 cm. Länge, deren 
Unterseite mit winzig kleinen, getrennt stehenden Körnchen bedeckt ist. 
Durch die Lupe betrachtet sind es weisse, compacte Häufchen, welche einzeln 
aus einer Spaltöffnung hervorwacbsen, und deswegen, so wie die Spaltöffnungen 
in parallelen Reihen angeordnet sind. Sie sind bis 0.2 mm. breit und hoch. 
Mycelium in den Intercellularen wachsend, in den Lufthöhlen der Spaltöffnungen 
compacıte Knäuel bildend, welche in Inneren aus parallelen Hyphen bestehen, 
die über die Spaltöffnung hervortreten, einige Male sich gabeln und als 
cylindrische Basidien enden. Die Basidien sind eingebettet in eine compacte 
Masse dünner, gekrümmiter, verzweigter, weisslicher Hyphen. Die Basidien 
sind 4—6 « breit, die Basidiosporen länglich elliptisch, 5—4 x breit, 8—15 a 
lang, farblos, glatt, einzellig. 

Auf den Blättern der Tradescantia capilata bei Buitenzorg schr häufig. 


56 
KORDYANA PINANGAE ARac. 


Auf den Blättern sind zahlreiche, rundliche, 0.5—5 cm. breite, gelbe, 
gelbgrün umrandete Flecke, deren Unterseite mit sehr dicht neben einander 
stehenden, in Reihen geordneten, winzig kleinen, farblosen Wärzchen bedeckt 
ist. Es sind die einzelnen, aus fast allen Spaltöffnungen der erkrankten 
Stellen hervorbrechenden Hymenien. Das Mycelium wächst in den Intercellular- 
räumen, mit farblosen, reich verzweigten, septirten, 2 # dicken Hyphen, bildet 
in fast jeder Spaltölfnungslufthöhle kleine, pseudoparenchymatische, sehr klein- 
zellige Körper, wobei die Spaltöflnungsschliesszellen gebräunt werden, und 
dringt mit sehr zahlreichen Hyphen nach aussen, hier ein halbkugliges, bis 
fast kugliges, 80—120 x breites, mit einer schmalen Basis befestigtes Hynıenium 
bildend. Das Hymenium besteht nur aus Zeugilen, es sind farblose, keulen- 
förmige, an der Spitze abgerundete, bis 9 x breite, 24—52 x lange Zellen, 
welche entweder grade, oder etwas gekrümmt sind. Die Spitze dieser breiten 
Zellen treibt je eine Basidie, welche cylindrisch ist, von der Mutterzelle nicht 
abgetrennt wird, bis 4 # breit, und bis 20 & lang wird, also um diese Länge 
über die kuglige Fläche des Hymeniums vorragt. Die Basidien treiben, ohne 
sich zu theilen, 2 kurze, apicale Sterigmen, an welchen je eine Basidiospore 
gebildet wird. Die Basidiosporen sind farblos, oblong cylindrisch, gewöhnlich 
an einer Seite flach, an der anderen flach convex, wobei die benachbarten 
Sporen einer Basidie, mit den flachen Seiten einander zu gekehrt sind und 
sich damit berühren. Die glatten, dünnwandigen Basidiosporen sind 20—22 x 
lang, 5 # breit. 

Sehr gewöhnlich an verschiedenen Pinangarten auf dem Salak und Gedeh. 

Ahnliche Basidialmutierzellen sind schon bei den Protobasidien bekannt, 
nämlich bei der Gattung Jola Möller und Septobasidium Pat. Ob in allen 
solchen Fällen ein Analogon der Teleutosporen gebildet wird, müssen erst — 
nachträglich folgende — Untersuchungen der Zellkernkopulationen zeigen. 


BENIOWSKIA nov. gen; affinitas ignota. 


—_—— 


Parasitische farblose Pilze, deren Hyphen an der Oberfläche der Nähr- 
pflanze zu einem rundlichem Ballen herauswachsen, dichotom verzweigt sind, 
und die Spitzen der Aeste mit einander netzarlig verbinden, so dass in den 
Inneren keine freien Hyphen sichtbar sind, an der Oberfläche dagegen manche 
Aeste radiär auslaufen, dann aber korkzieherartig gewunden und kurz sind. 

Die Conidien entstehen seitlich und sitzend an den Trabeculen des netz- . 
artigen Ballens, zu mehreren doch regelblos und olıne eine bestimmte Zahl 
an einer Zelle, sind rund, glatt, einzellig und farblos. 


BENIOWSKIA GRAMINIS Rac. 


Erscheint Makroskopisch auf der Unterseite der Blätter, als schneeweise, 
kuglige, sitzende, sehr weiche, bis 1 mm. breite Kugeln, welche gewöhnlich 
einzeln, manchmal zu mehreren in einer Reihe geordnet stehen. 

Mycelium lebt intercellulär, verursacht der Pflanze, nur wenig Schaden 
indem nachträglich auf der Infectionsstelle gelb grüne, kleine, rundliche Flecke 
entstehen. Aus dem Centrun dieser Flecke dringen auf der Blattunterseile 
zahlreiche, farblose, (nachträglich an der Basis gelbliche), septirte, 53—& x breite 
Hyphen hervor, welche an der Basis mit einander zu einer 160—200 » breiten, 
doch sehr niedrigen Säule verklebt sind, weiter oben frei werden, sich dichotom 
gabeln, mit den freien Enden mit einander verwachsen, und so ein kugliges 
lockeres Gebilde von 0.5—1 mm. bilden, welches aus netzarlig mit einander 
verbundenen, verzweigten farblosen und septirten Hyphen besteht, Jie im 
Inneren der Kugel keine freie Enden bilden. Dagegen an der Peripherie 
wachsen hie und da einzelne Hyphen radiär nach aussen, diese sind jedoch 
unverzweigl, korkzieherarlig gewunden, mit 20—25 #» breiten Gewinden und 
30—45 x lang. Sonst ist das ganze kuglige Gebilde aus netzartig verbundenen 
Hyphen aufgebaut und errinert an die Kolonien von Hydrodietyon. Die Maschen 
sind polygonal 4 bis 6 eckig, 20—45 u breit, die Hyphen bis 5 £ dick, 
einzelne Neizarme 15—30 # lang. 


58 


Die Conidien entstehen seitlich an den, die polygonalen Netzmaschen 
begränzenden Hyphen durch seitliche Knospung. Sie sind genau kuglig, dünn- 
wandie, glatt. farblos, sitzend, 10—12 x» breit. Die Conidien stehen an der 
Hyphe regellos, zu 2—12 auf einer Zelle, fallen bei trockner Witterung leicht 
ab, und lassen an der Traghypbe kurze Höckerchen, die Ansatzstellen der 
Conidien zurück. 

Der Pilz wächst auf der Unterseite der Blätter des Panicum nepalense, 
an manchen Stellen ist er sehr häufig, so sind z. B. längs des schmalen Pfades 
von dem Wasserfall in Tjibeureum zu der interessanten Grotte, welche Hunderte 
Fledermäuse birgt, und deren Boden mit tiefen Wasser ausgefüllt ist, fast 
alle Blätter inficirt. 


HAPLOSPORELLA DENDRITICA Rac. 


Die inficirten Blätter zeigen dendritisch reich verzweigte, rotbe, schmale 
aber mehrere Centineter lange Flecken, welche am häufigsten den Nerven 
folgen, und in welchen an der Unterseite des Blattes schwarze, rundliche, 
bis 1 mm. breite, Phyllachora ähnliche Stromata sichtbar sind; diese erscheinen 
an der Oberseite des Blattes nur als kleine schwarze Pünktchen, die Öffnungen 
der Pycnidenbehälter. Die Pycniden stehen häufig in einer Reihe, 1—2 ınm. 
von einander entfernt. In jedem schwarzen Stroma sind mehrere, rundliche, 
oder elliptische (schmälere als hohe) weissliche Behälter, die 110—130 „ hoch 
sind, und im Inneren dicht mit farblosen, radiär nach innen gerichteten, 
lanzettlichen, 20—24 „ langen, an der Basis 3—8 % dicken Sporenträgern 
ausgekleidet sind. Auf jedem Sporenstiel bildet sich nur eine Spore, diese 
ist in der Jugend eiförmig, reif kuglig, braunwandig, mit glatter Membran, 
14—16 ,„ breit, mit 2—4 in der equatorialen Ebene liegenden sehr grossen 
(—5 „ breilen) runden, farblosen Poren. Die Ansatzstelle der Spore bleibt 
als ein kleines Höckerchen auf der Spore sichtbar. 

Auf den Blättern der Jambosa aquaea, denselben sehr schadend in Buitenzorg. 


STAGONOSPORA DISSEMINATA Aac. 


Sehr junge, inficirte Blätter zeigen die Infeclion durch eine röthlich 
braune Färbung der Nerven und Nervillen. An diesen und zwar bald auf 
der Oberseite, bald nur auf der Unterseite entstehen kleine, rundliche Gallen, 
mit intercellulärem Mycelium, aus korkähnlichen Zellen aufgebaut. An der 
Spitze dieser Gallen tritt das Mycelium zu einem pseudoparenchymatisch auf- 
gebauten rundlichem Stroma zusammen, welches in der ersten Jugend grau, naclı- 
träglich kohlschwarz wird. Die erwachsenen Blätter zeigen dann längs der Nerven 


39 


und Nervillen dicht gelagerte, hallıkuglige, kohlschwarze. bis 0.5 ının. breite 
Stromala. An der Basis dieser, zunächst geschlossenen Stromata, durch eine 
braune Mycelschicht von der Galle abgetrennt, bilden sich in einer Perithecial- 
höhle die Hymenien, ohne Paraphysen, und erzeugen dicht stehende, cylindrische, 
glatte, farblose Conidien. 

Die Conidien sind schmalcylindrisch, an der Spitze abgerundet, normal 
4-ellig; nachträglich theilen sich die einzelnen Zellen noch weiter, so dass die 
keimenden Conidien gewöhnlich aus 8 Zellen in einer Reihe aufgebaut sind. 
Die Conidien sind 4 x dick, 28—40 « lang, grade oder leicht gebogen, und 
gelangen durch eine nachträglich entstehende, sehr breite, runde Öffnung der 
Perithecien nach aussen. 

Auf den Blättern des Connarus diversifolia bei Depok bei Buitenzorg 
sehr gewöhnlich. 


POIKILOSPORIUM BOGORIENSE Aa. 


In den Blüthenständen einer Panicum sp. in Buitenzorg. Mycelium in den 
Blüthenständen wachsend, die Zellen des Fruchtknotens und z. Th. der Hüllblätter 
ganz zerstörend, dann nach aussen kommend, mit einer dünnen stromatischen Lage 
die Aehrchen überziehend, und auf derselben die Sporen tragend. Solche Blüthen- 
stände tragen keine Samen, einzelne Ahrchen sind schwarz, an die Achse angepresst. 

Die Sporen bilden sich an der Oberfläche der schwarzbraunen stromatischen 
Schicht, als apicale Zellen, haben sehr kurze Stiele und fallen leicht ab. 
Die apicale Zelle theilt sich zunächst, bald transversal, bald longitudinal 
oder schief, eine oder beide der Theilzellen theilen sich weiter und so entsichen 
rundliche oder rundlich elliptische, gewöhnlich 4-zellige, manchmal 1—8-zellige 
Sporen, mit brauner und glatter Membran, die an den Grenzen der anstossenden 
Zellen etwas eingeschnürt sind. Die Sporen sind 8—20 x breit, die mehr- 
zelligen grösser, als die wenigzelligen. 

In Wasser ausgesät keimen die Sporen schnell mit langen, seplirten, 
farblosen Hyphen, ohne Conidien zu bilden. In Nähragar wachsen sie schr gut 
(Stickstoff als Pepton, Kohlenstoff ausserdem als Glukose dargeboten) und bilden 
umfangreiche weisse Mycelien auf der Oberfläche. Da wo die Agarschicht 
nur dünn ist und vertrocknet, bilden sich seitlich an den Hyplıen bald einzelne 
ebenso, wie die beschriebenen, gebaute Sporen, bald in die Luft ragende, runde, 
an der Oberfläche mit Sporen bedeckte, braunschwarze Knäuel, welche rundlich 
und bis 0.6 mm. breit sind. . 

Die Entwickelungsgeschichte zeigt, dass Poikilosporium bogoriense nicht mit 
den Ustilagineen, denen es äusserlich ähnelt, dagegen mit Geminella verwandt ist. 


40 


CERCOSPORA NICOTIANAE E. et E. 


Auf den Blättern, besonders auf den älteren, entstehen rundliche, braune, 
in der Mitte vertrocknete und weisse, gewöhnlich deutliche, abwechselnd dunkle 
und hellbraune Zuwachszonen zeigende Flecken. Auf der Unterseite trelen 
aus den Spaltöffnungen zu Büscheln gehäufte Conidienträger, gewöhnlich viele 
und kurze zusammen, selten nur 5, häufig 15—30, welche grade oder etwas gebogen, 
unverzweigt, mit wenigen (1—2) Querwänden und graubraun sind. An der Spitze 
oder neben der weiter wachsenden Spitze bilden sich die farblosen Conidien, 
die schmal und lang peitschenförmig sind, lang ausgezogen, 5—S-mal seplirt. 
Die Conidien sind gewöhnlich 1.2—2-mal so lang, als die Conidienträger. 

Die Conidienträger bis 6 x dick, 40—90 x lang, die Conidien 4—4.5 x dick, 
60—180 x lang. 

Die Länge der Conidien, und ihr Verhältniss zu der Länge der Conidien- 
träger stimmt nicht mit der Originalbeschreibung von Ellis und Everets. Besonders 
nicht die Exemplare von der trocknen Gegend in Klaten, wo die Conidienträger 
merkwürdig kurz und dicht gebüschelt sind. Da jedoch in dem feuchen 
Klima von Buitenzorg die Conidienträger weniger gedrängt stehen und bedeutend 
länger sind, so vermuthe ich, dass die Differenzen der nordamerikanischen 
Art vielleicht den klimatischen Einflüssen zuzuschreiben sind. 


SCOLECOTRICHUM CINNAMOMI ARac. 


Auf der Unterfläche der Blätter grauschwarze, rundliche, radiär wachsende, 
dichte und dünne Ueberzüge von 1—4 cm. Breite. Das Mycelium wächst 
zunächst epiphytisch auf der Cuticula, nachträglich dringen jedoch die Hyphen 
durch die Spaltöffnungen in das Mesophyll, lehen da parasitisch, verursachen 
das Absterben der Zellen, und so kommen oberhalb des Myceliums an der 
Oberseite der Blätter 1—2 cm. breite, braune vertrocknende Flecken zu Stande. 

Das Mycelium in dem Mesophyli ist fast farblos, grau, reich septirt, 
ebenso die auf der Cuticula liegenden Hyphen, aus welchen mehr oberflächliche 
dunkel braune, horizontale Hyphen entspringen, an welchen erst die 80—120 x 
langen aufrechtstehenden, torulösen, septirten, dunkel braunen, an der Spitze 
nıehr blassen, unverzweigten (nur ausnahmweise kommit ein ‘Ast vor), 3—B u 
dicken Conidienträger hervorwachsen. Die Conidien entstehen an der Spitze 
oder unmittelbar unterhalb der Spitze des Conidienträgers, sind länglich 
elliptisch, grau, gewöhnlich unterhalb der Mitte einwenig flach eingeschnürt, 
in der Jugend einzellig, nachträglich an der seichten Einschnürung mit einer 
Querwand, 2—3 £ dick, 8—12 x lang. 

Auf den Blättern des Cinnamonum zeylanicum bei Buitenzorg häufig. 


4 
NAFICLADIUM JANSEANUM Rac. 


(Cfr. Janse in Teysmannia VI, 427 sq., Tab. 1 sub nomine jav. »omo mentek”). 

Die Conidienträger erscheinen an röthlichbraun gefärbten, linearen, wenige 
Millimeter langen Flecken der Blätter, Ireten aus den Spaltöffenungen bald 
einzeln, bald zu 2—4 zusammen hervor, sind an der Basis etwas angeschwollen, 
einzellig oder in der Nähe der Basis mit einer Querwand versehen, höher 
querwandlos, unverzweigt, hie oder da etwas gebogen, oder ein wenig 
angeschwollen, 40—55 u lang, 3—5 „ dick, von hellgraubrauner Farbe, und 
tragen an der Spitze eine elliptische Conidie, welche in jungen Stadien farblos 
und einzellig ist, nachträglich hellbraunwandig und dreizellig wird. Seltener 
kommen 2—4-zellige Conidien vor. Die Conidien sind lang elliptisch, beider- 
seits abgerundet, an den Querwänden etwas eingeschnürt 18—22 x lang, 
4—6 „ breit. 

Diese Art kann man, als eine Ramularia mit etwas dunkler gefärhten 
Sporen betrachten, was auch am meisten der natürlichen Verwandtschaft, 
aber nicht der künstlichen Eintheilung Saccardo’s entspricht. Von Piricularia 
Oryzae Cav. durch.die nicht birnförmigen Conidien und kurzen Conidienträger 
verschieden. 


RAMULARIA CATAPPAE Aac. 


Auf den Blättern entstehen runde. dunkelrothe, nachträglich im Centrum 
vertrocknende und dann aschgraue Flecken, an deren beiden Seiten und erst als 
die Blattsubtanz der Flecke vertrocknet ist, die kurzen, dichten Büschel der 
Conidienträger entstehen. 

Die Conidienträger kurz, braunlich, sehr unregelmässig gezähnt, selten 
einmal verzweigt, gewöhnlich unverzweigt, die unverzweigten ohne Querwände, 
nicht grade, zu vielen beisammen stehend, apicale oder subapicale, schmal 
cylindrische, fast farblose Conidien bildend. Die Conidienträger bis 40 x, aus- 
nahmsweise bis 60 x lang, bis B x dick, die Conidien mit 3—4 Querwänden, 
bis 40 „ lang, 5—4 u dick. 

Auf den Blättern der Terminalia Catappa auf dem Strande der Insel 
Noesa Kambangan. 


TUBERCULINA PERSICINA Dim. 


Dieser Parasit der parasitischen Uredineen kommt sehr häufig auf den 
Gallen, welche durch die Puccinia periodica auf Dalbergia erzeugt werden, 
weiter auf den Gallen und den Uredohäufchen auf Derris elliplica, endlich 


42 


an den Stengelgallen, die auf Cinnamomum zeylanicum Aecidium Cinnamomi 
erzeugt. Bei letzter Art befällt Tuberculina junge Aecidien und verursacht, 
dass die Peridien geschlossen bleiben, die Aecidiosporen nicht nach aussen 
gelangen. Für die phanerogame Nährpflanze der Uredineen ist Tuberculina 
nicht nur nicht nützlich, da die Uredineae nicht getödtet wird, sondern 
schädlich, weil die Hyphen der Tuberculina auch zwischen den Zellen der 
krankhaften Uredineengeschwülste wuchern. 


VERZEICHNISS DER PARASITISCHEN ALGEN UND 
PILZE DES ZWEITEN THEILES, 


-- 2 —— nn. 


PAG. 
Siphoneae 
51. Phyllosiphon Arisari Kun. . . . 2 2 2 2 2 ren. 
Protodiscineae 
52. Elsinoe vilicola Rac. . » 2 2 2 2 2 2 nn 
55. Phymatosphaeria Galami Rac. . . 2 2 2 2 nenn 
Plectascineae | 
54. Balladyna Gardeniae Rac. . . ». 2 2 2 nme een. 006 
65. Aspergillus Penicillus (P. Henn) Rac. . . . . 2 22.0.0 7 
56. Parodiella Aceris Rat. - © 2 22a ß 
Discomycetes 


57. Hymenosypha Asplenii Rac. . . » 2 2 2 2 nen. 9 
58. Anbhella tristis Rac. . » 2 2 2 2 ne... W 
Microthyriaceae 
59. Micropeltis alangalang Rac. . . . 2 2 2 2 nenne Bß 
60. Asterina Cyathearum Rac. . ». » 2 2 2 nn nenne. 17 
Hysteriaceae 
61. Schizotliyrium Aceris (P. Henn.) Pat. . . . 2. 2 2 22 0..18 
62. Morenoella Marattiae Ra. . 2 2 2 om nenn. 20 
65. Morenoella Nephrodii Rac. . . > 2 2 2 2 nn nenn. 20 
64. Lembosia javanica (Pat.) Rac. . © 2 2 2 2 m 2 2 2 nn. 0 
65. Parmularia discoidea Ra. . » 2. 2. 2 2 m nn nenn. 2 
66. Hysterostomella Alsophilae Rac. . . » 2 2 2 2 nn nn. 22 
67. Nymanomyces Aceris laurini P. Heun. . » 2 2 2 2 2200.33 


.  Hypocreaceae 
68. Lambro insignis Race. -. ». » : > 2 2 2 ne nn. 33 
69. Konradia bambusina. .  : 2: 2 on rn 2... BB 

Sphaeriaceae 


70. Gibellina concentrica RBac. . 2 2 ro 2 2 2 NH 


100. 


4& 


Anthostomella Rottlerae Rac. . 
Euryachora Pithecolobii Rac. 


Dothidella Elaecarpi Race. . . . .. 
Ustilagineae 


Graphiola Arengae Rac. 

Uredineae 

Goplana Micheliae Rac. 

Puccinia Solnisii P. Henn. 
Puccinia periodica Rac. 

Puccinia Mapaniae Rac. 

Pucciniae Geophilae Rae. 
Schroeteriaster Elettariae Rac. 
Skierka Canarii Rac. . 
Triphragmium pulchrum Rac. . 
Caeoma Arundinae Rac. . 

Uredo (Hemileia) Phaii Rac. 
Uredo (Hemileia) Antidesmae Rac. 
Uredo Dianellae Rac. . 

Uredo Antidesmae dioicae Rac. 
Exobasidiae 

Exobasidium Symploci fasciculatae Rac. 
Kordyana Tradescantiae (Pat.) Rac. . 
Kordyana Pinaugae Rac. 
Incertae sedis 

Beniowskia graminis Rac. 
Haplosporella dendritica Rac. 
Staganospora disseminata Rac. 
Poikilosporium bogoriense Rac. 
Cercospora Nicotianae Ell. et Ev. 
Scolecotrichum Cinnamomi Rac. 
Napicladium Janseanum Rac. 
Ramularia Catappae Rac. . . , 
Tubercularia persicina Ditm. 


VERZEICHNISS DER NÄHRPFLANZEN. 


Acer laurinum Hassk.: Parodiella Aceris Rac. 


Nymanomyces Aceris laurini (Pat.) Henn. 
Aecidium Cinnamomi: Tuberculina persicina (Ditm.). 
Alsophila contaminans: Hysterostomella Alsophilae Rac. 
Antidesma Bunias: Uredo (Hemileia) Antidesmae Rac. 
Antidesma dioicea: Uredo Antidesmee dioicae Rac. 
Arenga saccharifera: Graphiola Arengae Rac. 

Aroideae variae: Phyllosiphon Arisari Kühn. 

Arundina speciosa: Caeoma Arundinee Rac. 
Arundinaria sp.: Konradia bambusina Rac. 
Asplenium pallidum: Hymenoscypha Asplenii Rac. 
Bambusa sp.: Konradia bambusina Rac. 

Calamus sp.: Phymatosphaeria Calami lac. 

Canarium commune: Skierka Canarii Rac. 


Cinnamonum zeylanicum et C. sp.: Scolecotrichum Eos Rac. 


Connarus diversifolius: Stagnospora disseminata Rac. 
Cyathea orientalis: Asterina Cyathearum Rac. 

Dalbergia sp.: Puceinia periodia Race. . . . 2... 
Derris elliptica: Tripbragmium pulchrum Rac. 

Derris sp.: Puceinia periodica Rac. 

Dianella javanica: Uredo Dianellae Rac. 

Diospyros sp.: Aspergillus Penicillopsis (Henn.) Rae. 
Elaeocarpus angustifolius: Dothidella Elaeocarpi Rac. 
Elettaria speciosa et E. sp.: Schroeteriaster Elettariae Rac. 
Gardenia lucida: Balladyna Gardeniae Rac. 

Geophila reniformis: Puccinia Geophilae Rac. . 
Homalonema aromatica: Phyllosiphon Arisari Kühn. 
Imperata arundinacea: Micropeltis alangalang Rac. 


Schizothyrium Aceris (Henn. et Lind.) Pat. 


46 


Janılosa aquaea: Haplosporella dendritica Rac. 
Lasianthus Jlatifolius : Gibellina concentrica Rac. 


Leucoxylon huxifolium: Aspergillus Penicillus (Henn.) Rac. 


Mapania sp.: Puccinia Mapaniae Rac. 
Marattia sambucina: Morenoella Marattiae Rac. 
Michelia velutina: Goplana Micheliae Rac. 


Nephrodium heterophyllum: Morenoella Nephrodii Rac. 


Nipa fruticans: Lembosia javanica (Pat.) Rac. 
Nicotiana Tabacum: Cercospora Nicotianae Ell. et Ev. 
Oryza sativa: Napicladium Janseanum Rac. 
Panicum nepalense: Beniowskia graminis Rac. 
Panicum sp.: Poikilosporium bogoriense Race. 


Phajus Blumei et sp. var.: ÜUredo (Hemiileia) Phaii Rac. 


Phyllostachys sp.: Konradia bambusina Rac. 
Pierardia dulcis: Aspergillus Penicillus (Henn.) Rac. 


Pinanga Kuhlii et Pinanga sp.: Kordyana Pinangae Rac. 
Pithecolobium lobatum: Euryachora Pithecolobii Rac. . 


Polypodium longissinum: Parmularia discoidea Rac. 
Polygonum chinense: Puceinia Solmsii Henn. . 
Puccinia periodica: Tuberculina persicina Ditm. 
Rottlera floribunda: Anthostomella Rottlerae Rac. 
Sterculia subpeltata: Lambro insignis Rac. 


Symplocos fasciculata: Exobasidiunn Symploci fasculatae Rac. 


Terminalia Catappa: Ramularia Catappae Rac. 


Tradescantia capitata: Kordyana Tradescantiae (Pat.) Rac. 


Vaccinium Teysmannianum: Anbellatristis Rac. 
Vitis serrulata: Elsinoe viticola Rac. 


or oı O7 
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[3 


—.- 


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PARASITISCHE 


ALGEN UND PILZE JAVAS 


III. '"THEIL 


DR. M. RACIBORSKI. 


ul HILL L 


HERAUSGEGEBEN VOM BOTANISCHEN INSTITUT ZU BUITENZORG, 


BATAVIA 
STAATSDRUCKEREI 
4900, 


VORWORT. 


Indem ich nach dem Abschluss des vorliegenden dritten Heftes die 
Beschreibungen der durch mich gesammelten parasitischen Pilze und Algen 
Java’s vorläufig unterbreche will ich an dieser Stelle einige Bemerkungen 
über die parasitäre Thallophyten-vegetation der untersuchten tropischen Gegend 
vorausscbicken. Man darf zwar nicht meinen, dass schonjetzt die parasitischen 
Pilze Java’s genügend bekannt sind. Trotz der schönen Funde und interessanten 
Untersuchungen, welche auf diesem Gebiete die wissenschaftlichen Besucher 
des botanischen Gartens in Buitenzorg, Graf Solms, Prof. Warburg, Prof. 
Karsten, Prof. Penzig, D’. Nyman und Dr. Massart gemaeht haben, so wie der 
mehr auf Krankheiten der Kulturpflanzen gerichteten Untersuchungen, welche 
in ’sLands Plantentuin und privaten Versuchsstationen durch die Herren 
Dr. Janse, D’. Breda de Haan, Prof. Zimmermann, D*. Krüger, Prof. Went und 
Dr. Wakker ausgeführt waren, trotz meiner eigenen Untersuchungen, die zwar 
längere Zeit hindurch, aber nur in freien Stunden und nicht systematisch 
betrieben waren, ist die Kenntniss der javanischen parasilischen Pilze weit 
davon entfernt, genügend bekannt zu sein. Es treten hier auf Java dem 
Untersucher gegenüber Schwierigkeiten hervor, von welchen man in Europa 
mehr frei bleibt und die durch die tropische Vegetation verursacht werden. 
Auf einige dieser wird hier hingewiesen. 

Die grösste Schwierigkeit ist durch den leicht begreiflichen Mangel der 
floristischen Kenntnisse der hiesigen, überaus reichen Flora bei einem Mycologen 
bedingt. Häufig findet man in dem Waıde parasitäre Pilze an Bäumen oder 
'Lianen, welche nicht blüben, nicht bestimmt werden können, und dann nimmt 
man auch Abstand von dem Beschreiben der parasilären Organismen, deren 
Wirtspflanze nicht benannt werden kann. Es kann sogar vorkommen, wie es 
mir mit dem Aecidium rhytismoides geschah, dass, nachdem nach es drei Jahren 
endiich gelang die Bluthen und Früchte der Nährpflanze zu bekommen und 
die freundliche Hilfe der Buitenzorger Phanerogamensystematiker in Anspruch 
genomen war, diese Nährpflanze, als ein neuer, bisker unbeschriebener Baum 
sich entpuppte. 


4 


Eine andere Schwierigkeit liegt in den zu grossen Dimensionen, welche 
die bei weitem meisten hiesigen Bäume und Lianen erreichen. Eine Ühnter- 
suchung, ob die meisten der hiesigen, wilden Bäume und Lianen parasitische 
Pilze ernähren, ist in den meisten Fällen unmöglich, man müsste doch, in die 
Bäumkronen klettern, um in der dichten Laubdecke eines tropischen Urwaldes 
nach denselben zu suchen. In solchen Fällen ist man auf die zufällig frisch 
abgebrochenen Aeste und abgefallenen Blätter beschränkt. Die Genossenschaften 
niedriger Pflanzen, wie solche in den kälteren Welttheilen das gros der 
Vegetation bilden, sind hier mit Ausnahme der hohen Gipfel der Vulkane 
und der Schattenpflanzen der Nephrodienzone der Gebirgswälder meistens nur 
als Nachwirkung der menschlichen Thätigkeit entstanden, wie die kurzlebigen 
Pflanzen-Formationen der Reisfelder, die alang-alang Flächen oder die niedrige 
Buschformation. 

Eine nicht. geringe Schwierigkeit bei dem Suchen wird endlich dadurch 
verursacht, dass in dem Walde nur ausnahmsweise eine Pflanze in dichtem 
Bestand auftritt, gewöhnlich aber einzelne Exemplare derselben Art weil von 
einander entfernt wachsen. 

Doch genügen die bisherigen Untersuchungen um manche charakteristische 
Züge der hiesigen parasitären Flora sowohl in systematischer, wie in bio- 
logischer Hinsicht zu erkennen. 

Zunächst erregt unsere Aufmerksamkeit die reiche Fülle der schwarzen 
epiphylisch an Stämmen und Blättern lebenden Pilze. Diese grosse, biologisch 
sehr interessante Gruppe der tropischen Epiphytenflora ist bisher nur sehr 
dürftig und zwar nur systematisch bekannt, obwohl eben hier sehr interessante 
morphologische Anpassungen an die Lebensweise, speciall was Befestigung und 
Wasseraufnahme, anbelangt vorhanden sind. Hoffentlich wird es mir in der 
Zukunft möglich meine Materialien in dieser Richtung zu bearbeiten. 

Viele dieser epiphyten Pilze fügen der Stützpflanze keinen sichtbaren 
Schaden zu, andere ernähren sich mit den Excreten derselben, wieder andere 
bewirken ohne parasitisch zu leben mauche schädliche Beeinflussung, welche 
endlich bis zum echten Parasitismus sich steigern kann. Solche graduelle 
Abstufung der Wirkung lässt sich sogar im Bereiche einer Gattung z. B. Meliola 
verfolgen, von welcher manche Arten (so auf Angiopteris evecla) Störungen 
im Blattwachstum verursachen, während andere keinen Schaden zufügen. 
Manche solcher Epiphyten sind für die Nährpflanze grade zu charakteristisch. 
Das überall in der Ebene häufige Paritium tiliaceum, häufig als Strassenbaum 
der ‚Stranddörfer gepflanzt, zeigt (ebenso wie viele andere Malvaceen) an der 
Blattunterseite, in der Mitte der dicken lingerförmigen Nerven fast ausnahus- 


B 


los je einen scharzen, kurzen Strich. Die Untersuchung zeigt, das ein schwarzer 
Pilz-Epiphyt, welcher in Culturen hohe Pyceniden-behälter des Capnodium 
bildet, die Blattnektarien occupirt und dieselben mit einer schwarzen, scharf 
begrenzten Lage überdeckt. 

Die Grenze zwischen den parasitären und epiphyten Pilzen ist nicht immer 
leicht zu finden. Es sind Arten vorhanden, wie z. B. das hier so häufige Septo- 
basidium, welches an der Rinde lebt und je nach der Pflanze nur von der todten 
Borke lebt oder auch der lebenden Pflanze Schaden zufügt. Eine solche Art fällt 
unter den Begriff der facultativen Parasiten. Nun scheint doch mit der de also 
Baryschen Trennung der facultativen und obligaten Parasiten ähnliches zu 
geschehen, wie mit der Trennung der Gase in zu verflüssigende und nicht zu 
verflüssigende; die Zahl der obligaten Parasiten schwindet immer mehr, in 
dem Grade, als die Versuche der künstlichen Kultur sich mehrer. Und dabei 
zeigt sich sogar, dass solche früher zu den obligaten Parasiten gerechnete Pilze, 
wie Phytophtora, sehr gut nnd leicht ohne die Nährpflanze zu ziehen sind, mit 
allgemein verbreiteten und gewöhnlichen Stickstoff- und Kohlenstoffquellen sich 
befriedigen (wie ich bei Phytophtora Nicolianae nachgewiesen habe), wenn 
nur für die Abwesenheit schädlicher Einflüsse (mögen es fremde Organismen 
oder chemische Körper sein) gesorgt wird. Es ist nun eine der sonderbarsten 
Eigenschaften der lebenden Wesen, dass sie — während des Lebens — den 
meisten Pilzen oder Bakterien nicht erlauben in threm Inneren zu vegetiren, 
während dieselben Pilze older Bakterien in den abgetödteten und steril 
gehaltenen Pflanzentheilen meistens vegetiren können. Die einzige, grosse 
Gruppe der Pilze, die, es trotz der diesberuglichem Versuche bisher nicht 
möglich war in künstlicher Nahrung zu ziehen, die also immer noch den 
Namen der obligaten Parasiten führen, ist die der Uredineen. 

Im Auftreten der Uredineen auf Java und in Europa merken wir, ab- 
gesehen von systematischen, manche biologische Differenzen. Während in Europa 
die meisten Teleutosporen zugleich Dauersporen sind, welche erst nach einer 
Ruheperiode keimen, sind die meisten Teleutosporen der javanischen Uredineen 
sofort, sogar ohne abzufallen, keimfähig. Andererseits ist es bei sehr vielen 
Uredineen Java’s auffallend schwierig die Teleutosporen aufzufinden, weil die- 
selben nur ganz kurze Zeit gebildet werden, gleich keimen ond verschwinden, 
der Parasit aber weiter und ohne Ende Uredosporen bildet. Deswegen konnte 
ich von mebreren der gewöhnlichsten hiesigen Urediueen die Teleutosporen 
nicht auflinden, nicht einmal bei der so verbreiteten Hemileia vastatrix, die 
fast an keinem Kaffeebaum fehlt. 

In systematischer Hinsicht interessant ist das Auffinden der Gattung Goplana, 


nn 
" 


einer Gattung welche zu den einfachst gebauten parasitischen Aurieulariaceen 
(Coleosperien) gehört und mit Stypinella nächst verwandt ist. 

Die Ustilagineen bieten hier nichts charakteristisches im Vergleich mit 
Europa. Ihre Zahl scheint nur bedeutend kleiner zu sein, doch werden die 
künftigen Forschungen dieselbe sicher erhöhen. Ustilago Maidis, habe ich auf 
Java, we Mais zu den häufigsten Kulturpflanzen gehört, nicht gefunden; eine 
Angabe darüber in der Litteratur bezieht sich offenbar auf die frisch importirten 
und inficirten fremden Samen. 

Die Peronosporeen — wie aueh die Erysipheen — der javanischen Flore 
ist dagegen im Vergleich mit Europa oder Nordamerika gewiss sehr arm, 
und zwar scheint unter den Peronosporeen die Gattung Phytophthora ınehr als 
Peronospora verbreitet zu sein, da ich hier trolz vieler Untersuchungen nur 
eine Peronosporaart finden konnte. 

Erysipheen habe ich in einem sicher bestimmbaren Zustand, also mit 
Perithecien, auf Java gar nicht gefunden. Dagegen finden sich die conidialen 
Stadien an verschiedenen Pflanzen, obwohl im Allgemeinen auch diese sehr 
selten sind. Cicinnobolus wuchert auch hier parasitisch in den Erysipheenhyphen. 

Dagegen treten ubrigen die Ascomyceten in einem Reichtum der Formen auf, 
der ein Gepräge der javanischen, parasitischen Flora bildet. Und zwar rind 
neben den unzähligen Pbyllachoraarten besonders stark die Gruppen der 
Hysteriaceen und Microthyriaceen vertreten. Die meisten verursachen ihren 
Nährpflanzen wenig Schaden. Die Sclerotinien vernichten hier ia der alpinen 
Zone die Früchte des Vaceinium relusum. 

Ebenso wie die Ascomycelen treten die parasilischen Chroolepideen in grosser 
Zahl und an den verschiedensten Pflanzen auf, manche stark beschädigend. 
Die überwiegende Zahl der Blatiflecken Krankheiten, welche im Buitenzorger 
Garten zu sehen sind, sind eben durch die von Karsten untersuchten Gephaleuros- 
arten verursacht. Durch diese Algen werden empfindliche Krankheiten bei 
Caryophyllus aromaticus, Myristica moschata, Cocos nucifera, Areca (hier aueh 
auf der jungen Rinde), Coflea, Garcinia, Dammara alba, Vanilla aromatica, 
Pandanus, Mangifera indica u. a. verursacht. Andere parasilische Algen, z. B. 
die Sipboneen (Phyllosiphon Arisari oder Phytophysa Treubii), sind nicht se 
schädlich, während die symbiotisch lebenden Nostocaceen in Azolla, Gycaswurzeln 
oder Gunnerastämmen sehr allgemein auftreten. 

Interessant sind weiter auf Java manche nur als weisse Mycelienstränge 
bekannte Pilze, welche auf der Oberfläche junger Triebe und Blälter sehr 
schnell wachsen und ohne in die Pflanze einzudringen die behafieten Theile 
rapid abtödten. Es ist mir nicht gelungen viele dieser sonderbaren Pilze zur 


7 


Fruktification zu bringen, sie verursachen jedoch eine schädliche Krankheit der 
Myristica moschata (Plantage am Salak), Kaffee und sehr vieler, anderer Pflanzen. 
Abnliche Mycelien auf einer Monimia in Buitenzorg gaben die Fruchtkörper 
der Campanella, ähnliche auf Pavelta haben sich als Marasmins entpuppt. 
Der Parasit des Kaffees ist unter dem Namen Pellicularia CGoleroga Cooke 
bekannt. Das Abtödten der Blätter und Zweige scheint in diesen Fällen 
in Folge eines für die Pflanze giftigen Excretes zu erfolgen. Ahnliche Mycelien, 
welche runde Sclerolien bilden und eine sehr grosse Anzalıl von Pflanzen 
schädigen oder tödten (junge Dracaena, Hydrocotyle, Polygonum, Eranthemum, 
Coleus, Saccharum oflicinarum etc.) sind den Zukerpflanzern unter dem Namen 
»Rod rot’ bekannt, eine Fruktification derselben ist unbekannt. 

Hexenbesenbildungen sind auf Java sehr verbreitet, doch nur in den 
wenigsten Fällen gelingt es dabei einen pilzlichen Parasiten, als die Ursache 
nachzuweisen. Sehr schöne Hexenbesen sind auf Selaginella Willdenowii, 
Quercus, Fagraea (am Lamongan in Ostjava fast alle Baume verunstaltet), 
Aeschynantlıus, den meisten Garciniaarten (in botanischen Garten in Buitenzorg, 
wo die Krankheit in den leizten Jahren sich zu vermehren und auf vorher gesunde 
Bäume überzugehen scheint), Pometia, Melastoma, Panax etc. zu finden. Durch 
Epichloe bambusina Pat. sind die Hexenbesen auf Bambusa und Gigantochloa- 
arlen, durch Epichloe montana die sonderbar verunstaltelen Blüthen und 
Kurztriebe der Myrsine aflinis, durch Ustilago Treubii Solms, die ähnlichen 
Gebilde auf Polygonum chinense, durch Uromyces Tepperianus die Neubildungen 
auf Acacia montana verursacht. 


CYSTOPUS CONVOLVULACEARUM Our. 


Auf der Insel Noesa Kambangan in den Blättern und Stengeln der Ipomea 
Turpethum Br. sehr häufig, ganze Sprosse deformirend. Die Unterseite der 
Blätter ist gewöhnlich dicht ımit weissen Pusteln der Conidienlager bedeckt. 


CYSTOPUS BLITI (Riv.) de Bary. 
Nur einmal auf Java, längs des Eisenbahnweges bei Djember auf 
Achyranthes sp. gefunden. 
USTILAGO COICIS Brefeld. 
Die Fruchtknoten werden ganz vernichtet und nach der Reife der Sporen- 


masse erscheinen sie als schwarze bis 1 cm. breite und hohe Ballen in welchen 
geschwärzte fädige Ueberbleibsel der Nälrpflanze, umgeben von vertrockneten, 


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strohgelben Hochblättern sichtbar sind. Die Sporen dickwandig, feinwarzig, 
dunkelbraun, 7—9 „ lang, kuglig bis kurz oval. Zwischen den reifen Sporen 
liegen auch deformirte blasige, gelbbraune, glatte Pilzzellen bald einzeln und 
dann kuglig, bald zu kurzen Fäden oder länglichen Ballen vereinigt. Bei der 
Keimung entsteht ein farbloses Promycelium, welches 3 Querwände zeigt und 
spindelförmige Conidien bildet. 

Auf Coix Lacryma am Abhang des Salak, oberhalb Tjigombong. Die Art 
stimmt mit einer Ausnahme gut mit der von Brefeld vor kurzem aus Simla 
beschriebenen Ustilago Coieis. Doch berichtet Brefeld von seiner Art: »die 
Keimung trat erst an dem Materiale ein, als es 2 Jahre hindurch auf oder 
in feuchter Erde im Keller aufbewahrt war, und auch hier nicht in Wasser, 
sondern nur in Nährlösung (Brefeld, Mycologische Untersuchungen, XII, 110). 
Die Sporen der javanischen Exemplare habe ich gleich nach dem Pflücken 
einerseits in Regenwasser, andererseits auf einer Agarnährlösung (Pepton 1%, 
Saccharose 2%, und anorganische Salze) ausgesät. 12 Stunden nach der Aus- 
saat waren auf Agar die meisten Sporen gekeimt, von denjenigen in Wasser 
nur manche und auch nachträglich wollten die meisten derselben nicht aus 
keimen. Es ist also möglich, dass ich eine andere Art als Brefeld in den 
Händen habe, da auch „die verjüngte Stelle an den Fruchtträgern” kaum 
wahrnembar war; möglich ist aber auch, dass die javanische Art nicht von 
der ostindischen verschieden ist, sondern dass die Sporen bald nach der Reife 
in ein Ruhestadium übergehen und in solchem Falle erst längere Zeit nohher 
keimfähig sind. 


ENTYLOMA NEPHROLEPIDIS Rac. 


Das Mycelium lebt im Inneren der lebenden Zellen, dringt in meristematische 
Theile der Pflanze und zwingt durch Reizwirkung die Pflanze Blätter zu 
entwickeln, welche den normalen nicht ähnlich sind, steril bleiben und bald 
absterben. Eine inficirte Pflanze bringt immer nachher anomale Blätter hervor. 
Diese erreichen nicht die normale Grösse, ihre Blättchen sind breiter und 
dicker, doch kürzer als die gesunden (bis 5 cm. breit und lang), am Rande 
wellig gekerbt, gewöhnlich hoch gewölbt, von blass gelbgrüner Farbe. Die 
Hyphen sind dünn (2—3 „), farblos, septirt, leben in den Zellen der Nähr- 
pflanze, verzweigen sich da zunächst nur spärlich, gehen in andere Zellen über 
und bilden zunächst die Teleutosporen, welche seitlich an kurzen Ansatzstellen, 
ordnungslos, von einander entfernt, in den Zellen entstehen. Die Teleutosporen 
sind farblos, birnförmig, mit abgeslutzter, schmaler Basis, breit abgerundetem 
Scheitel, dicht mit Plasma erfüllt und mit ziemlich dicker Wand versehen, 


9 


10—12 a breit, 18—20 „ lang. Sie bilden sich zuerst in den Epidermiszellen 
der Blattober- und Unterseite, nachträglich auch in sehr vielen Mesophylizellen, 
in späteren Stadien werden sogar manche Zellen mit den Teleutosporen dicht 
erfüllt. Die Art der Keimung ist mir unbekannt, sie keimen, frisch von der 
Pflanze genommen, weder in Wasser noch auf Nähragar; da jede zwei getrennte 
Zellkerne besitzt, so wird die Keimung vielleicht erst nach der erfolgten 
Copulation derselben stattfinden. 

Nachdem schon zahlreiche Teleutosporen gebildet sind, wachsen sehr viele 
Hyphen aus den Epidermzellen der Blattunterseite nach aussen, werden 
5—8 e dick, mit Plasma dicht erfüllt, und nicht grade, sondern wurstförmig, 
manchmal sogar stärker gekrümmt. Diese Lufthyphen bleiben kurz, werden 
einige Male septirt und treiben kurze, aber dicke Seitenäste. Sowohl die 
apicale Zelle dieser Hyphen, wie die erwähnten Seitenzellen, wie auch die 
einzelnen Zellen im Verlaufe der Hyphen werden frei als farblose, dünnwandige, 
ovale bis eiförmige, gewöhnlich gekrümmte, 14—20 „ lange, 5—10 „ breite 
Conidien. Nachträglich wachsen und verflechten sich die Traghyphen der 
Conidien immer weiter, so dass die Blattunterseite der älteren Blätter mit 
einem weissen, compacien, bis 80 x dicken Ueberzug bedeckt ist, welcher an 
die Conidiallagen der Tubureinia Trientalis errinnert. 

In Nephrolepis acuta in Buitenzorg nicht selten, besonders an den Arenga- 
bäumen. Es ist Schade, dass die Keimung der Teleutosporen, und dadurch 
die richtige Gattugsbestimmung des interessanten, endocellularen Parasiten 
unbekannt bleibt, welcher wahrscheinlich von Entyloma (auch die Art der 
Conidiallager spricht gegen Entyloma) verschieden ist. Verwandt ist vielleicht 
Entyloma Oleandrae Henn. aus Südafrika. 


UROMYCES INOCARPI ARa«c. 


Mycelium dick, Haustorien rundlich oder unregelmässig oval. Die Teleuto- 
sporensori (bis 200 „ breit) nur an ganz jungen, noch nicht harten Blättern, 
auf der Unterseite, unterhalb der Epidermis, welche nachträglich zersprengt 
und abgehoben wird, gebildet. Pseudoperidie oder Paraphysen fehlen. Auf 
kurzen Zellen des Polsters stehen auf farblosen, bis 3 » dicken, 12—56 u 
langen Stielen die lang ovalen, farblosen Teleutosporen. Diese sind glatt, 
dünnwandig, an der 6—8 „ breiten Spitze flach abgestutzt, 24—52 x lang, 
8—11 a breit. Die Keimung mit den Basidien erfolgt gleich nach der Aus- 
bildung, ohne dass die Teleutosporen abfallen. Die Basidie ist cylindrisch, 
60—110 re lang (die Differenzen in der Länge sind verursacht durch die 
wechselnde Länge des leeren, basalen Theiles), 6 » breit, vierzellig, grade, 


Fr, RN 


10 


farblos. Die Steriemen 6—12 „ lang, die Basidiosporen kuglig oder kurz 
birnförmig, 6—8 # breit. An den jungen Blättern zwischen den Basidiosporen, 
an den älteren oder an den Früchten in eigenen 200-800 a breiten Soir 
stehen die Uredosporen. Die Uredosori stehen gewöhnlich dicht nebeneinander, 
die mehrere Centimeter breiten Früchte sind manchmal mit denselben ganz 
überdeckt, orangegelb. Die Uredosporen kuglig oder kurz birnförmig, orangegelb, 
16—18 „ breit, ihre Wand ist gleichmässig mit feinen Stachelchen bedeckt. 

Sehr gewöhnlich in West und Ost-Java auf den Gajambäumen (Inocarpus 
edulis), deren infieirte goldgelbe Früchte von Weitem zwischen dem dunklen 
Blattgrünn sich bemerkbar machen. 


PUCCINIA TORENIAE Rac. 


Auf der Unterseite der Blätter rundliche, 2—5 mm. breite, flache oder 
wenig gewölbte Sorihäufchen von brauner Farbe. Die einzelnen Sori stehen 
dicht neben einander, sind rundlich, 140—190 „ breit, subepidermal angelegt, 
ohne Paraphysen. Die meisten Sporen pucciniaarlig, zweizellig, viele einzellige 
stehen dazwischen. Die Teleutosporen sind gestielt, gedrängt stehend, länglich 
oval, in der Mitte eingeschnürt, glatt, hellbraunwandig, die Wand an der 
Spitze ist stark verdickt, Stiel kurz. Sporen 40—850 „ lang, bis 16 „ breit, 
die obere Zelle breiter, gewöhnlich auch kürzer als die untere. Die Keimung 
mit Basidie erfolgt gleich nach der Reife, noch an der Nährpflanze. 

Auf Torenia asialica in der unteren Waldzone am Salak, in der Nähe 
des Kraters. 


PUCCINIA BREVISPORA Rac. 


Auf den Blättern sind unregelmässig zerstreute, rundliche, 1—3 mm. 
breite, oberseits braune, vertrocknende Flecken vorhanden, an deren Unterseite 
die 0.5—1 mm. breiten, Teleutosporenlager, bald einzeln, bald ringförmig 
angeordnet erscheinen. Diese sind braun, flach, oberflächlig (ursprünglich von 
der Epidermis bedeckt) und verursachen keine Gallenbildung. Die Teleuto- 
sporen hellbraun, glatt, diekwandig, kuglig-oval, an beiden Enden abgerundet, 
21—25 a breit, 24—28 „ lang, lang gestielt und zusammen mit dem Stiel 
abfallend ; Stiel farblos, dünnwandig, 4—5 # breit, 70—85 x lang. 

Auf der Unterseite der Blätter der Spermacoce sp. (Rubiaceae) in Buiten- 
zorg. Von der amerikanischen Pucc. Spermacoces (B. et Gooke), die P. Magnus 
(Die von Sintenis auf der Insel Portorico gesammelten Pilze, Engler’s Jahr- 
bücher XVII Tab. XII, fig. 1—2) abgebildet hat, durch die laugen Stiele der 
Teleutosporen verschieden. 


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PUCCINIA MACROCARYA Aaa. 


Die Hyphen wachsen zwischen den Zellen der Nährpflanze, sind 8—10 x, 
an manchen Stellen bis 18 „ breit, mit orangegelben Farbstoff erfüllt, reichlich 
septirt und verzweigl. Die dünn gestielten Haustorien sind kuglig oder oval, 
bis 18 „ breit, 15—30 g lang. Jede vegetative Hyphenzelle, Haustorium oder 
Ascidialspore zeigl ohne Fixir- und Färbemittel zwei, nicht weit von einander 
entfernte, 4&—5 „ breite, rundliche Zellkerne. Die Hyphen verursachen an 
den Blättern knollenartige, halbkuglige, 1—6 mm. breite und hohe Gallen, deren 
Oberseite flach, deren Unterseite halbkugelig und braun ist. An der Oberseite 
werden an den Gallen die Teleutosporenlager, an der convexen Unterseite die 
Aecidiosporenlager gebildet. Die Peridie schneeweiss, nach dem Öffnen stern- 
arlig aufspringend, aus farblosen, dickwandigen, flachen, polygonalen Zellen 
aufgebaut, die Aecidialbecher 0.5—1 mm. breit und tief. Die Aecidiosporen 
kurz oval, an den Enden mit verdickter, sonst fein punktirter Membran, bis 
58 „ breit, bis 44 „ lang, orangefarbig. Die Teleutosporenlager auf der 
flachen Oberseite der Gallen gebildet, mit der Basis wenig in dem Gewebe 
vertieft, bis 0.6 mm. breit. Die Teleutosporen dichtstehend, cylindrisch oval, 
in der Mitte nicht oder wenig eingeschnürt, auf langen farblosen, nicht ab- 
fallenden, dickwandigen Stielen sitzend. Stiel der Teleutospore bis 180 „lang, 
bis 24 „ dick, seine Membran farblos, bis 8 x dick. Die Teleutospore 
70—90 „ lang, 20—24 u breit, glatt, hellbraun, gleich keimend und zwar 
keimt die apicale Zelle apical, die untere treibt die Basidie unterhalb der 
Querwand. Durch die neuwachsenden Teleutosporen werden die alten, gekeimten 
abgerissen und liegen nun ihre leeren Skelete auf der Oberfläche der Teleuto- 
sporenlager. 

Auf den Blättern der Dendrophtoe pentandra L. (Loranthaceae), Buiten- 
zorg. Eine für Zellenstudien sehr brauchbare Art. 


TRIPHRAGMIUM THWAITESII B. & Br. 


Diese hübsche Art bildet ihre Teleutosporenlager in rundlichen Sori 
unterhalb der Epidermiszellen, die nachträglich zersprengt werden. Auf 
Heptapleuron verursacht sie die Bildung gelblicher, gewölbter Pusteln, auf 
jungen Paratrophiablättern und Blattstielen ruft sie hypertrophische Emergenzen 
bervor, welche dicht neben einander stehen und wie Perlen glänzen. Die 
Haustorien dieser Art sind büschelig und gehören zu den grössten unter den 
Uredineen. 

Von mir nur in höheren Regionen auf dem Salak und Gedeh angetroffen. 


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UREDO ARUNDINARIAE Sydow. 


_Sori auf der Blattunterseite zerstreut, rundlich, bis 0.3 mm. breit, am 
Rande von keulig angeschwollenen, den Uredosporen ähnlichen, aber glatten, 
braunköpfigen Paraphysen umgeben. Die Uredosporen entweder genau kuglig 
oder kurz und breit eiförmig, dickwandig, braun, mit sehr regelmässigen 
niedrigen Stachelchen bedeckt, in der Aequatorialfläche mit 4 kleinen und 
runden Keinıporen, lang gestielt, nach der Reife lange neben einander liegend, 
22—28 „ breit und lang. 

Sehr gewöhnlich auf den Phyllostachys- und Arundinariaarten in Buiten- 
zorg, ebenso an zahlreichen aus Japan importirten Bambusen in dem Berggarten 
in Tjibodas. Die Sori werden sehr häufig durch die Sphaeropsidee Darluca 
Filum parasitisch bewohnt. 

Obwohl in der Originaldiagnose Sydow’s weder von den eine niedrige 
Pseudoperidie bildenden breitköpfigen Paraphysen, noch von den charakteristisch 
placirten Keimporen die Rede ist und die japanesischen Originalexemplare mir 
nicht zur Verfügung stehen, halte ich es doch für wahrscheinlich, dass die Art aus 
Java mit der japanesischen identisch ist, da die Nährpflanzen zu derselben 
Gattung gehören, die Bambusen von Tjibodas sogar aus Japan (wahrscheinlich 
schon infizirt) bezogen sind und das Uredo aus Java, ebenso wie in Japan, 
von der Darluca Filum befallen ist. 


UREDO PITHECOLOBII Aa«. 


Auf der Unterseite der Blätter, bald vereinzelt, bald dichter, doch immer 
ganz regellos zerstreut, sitzen kleine, manchmal schwer sichtbare, 160—220 a 
breite, flache, gelblichbraune Uredosori. Diese sind angelegt unterhalb der 
Epidermis, welche zersprengt und abgehoben wird. Die Uredosporen braun- 
wandig, sehr fein punktirt, birnförmig, häufig gekrümmt, gegen die Basis 
verschmälert, mit abgerundeter Spitze, mit 2—3 aequatorialen Poren, 16—19 x 
breit, 20—24 „ lang, auf bis 16 % langen Stielen gebildet. Pseudoperidie fehlt. 

Auf den Blättern des Pithecolobium lobatum in Buitenzorg. 


UREDO FREYCINETIAE Aac. 


Auf der Unterseite der Blätter sind 0.5—2 cm. breite, runde, hellgelbe 
Flecke, deren Oberseite grüngelb oder auch hellgelb erscheint. Auf der Unter- 
seite stehen die winzig kleinen, mit blossem Auge unsichtbaren Uredohäufchen. 
Das Mycelium lebt zwischen den Zellen des Schwammparenchym, besteht aus 


13 


farblosen, wenig septirten, wenig verzweiglen Hyphen, welche in den Luft- 
höhlen unter den Saltöffnungen reichlicher vorhanden sind, ohne da ein 
compactes Bündel zu bilden. Von hier treten mehrere Hyphen durch die 
Spaltöffnung nach aussen und bilden apical je eine fast farblose, regelmässig 
mit stachligen Warzen bedeckte, runde oder eiförmig runde Uredospore. 
Diese sind 24—26 p breit, die Uredohäufchen sind 100—140 a breit, die 
Paraphysen fehlen. 

Auf den Blättern der Freycinetia imbricata auf dem Salak und dem 
Goenoeng Pantjar. 


CAEOMA CLERODENDRI Aac. 


Die Sori auf der Blattunterseite hervorbrechend, lange Zeit durch die 
dünne Epidermislage bedeckt und daun fast halbkugelig, im Umriss rundlich 
oder oval, 0.1—0.8 mnı. breit, orangelarbig. Pseudoperidie oder Paraphysen 
fehlen. Die Caeomasporen bilden sich durch wiederholte Quertheilungen der 
eine compacte Lage bildenden, fast cylindrischen Endhyphen, inden abwechselnd 
eine deutliche Zwischenzelle und eine Caeomaspore gebildet wird. Errinnert sonst 
sehr an die Gaeomıasori der europeischen Coleosporiumarten. Die Sporen oval, 
mit breit abgerundeten Enden und fast graden Seiten, orangegelb, dicht und 
stark punktirt, 14—19 u breit, 28—35 x lang. 

Sehr gewöhnlich auf Clerodendron fragrans, Cl. Blumeanum bei Buiten- 
zorg und Tegal. R 


AECIDIUM THELYMITRAE Rac. 


Auf den beiden Flächen der erkrankten Blätter brechen dicht neben ein- 
ander, orangegelbe, runde, bis 0.4 mm. breite Aecidialbecher durch. Die 
Peridialhülle aus verflachten, punktirten, dickwandigen Zellen gebildet, welche 
nach dem Öffnen nach aussen ragen und mehrere weisse Lappen bilden. Die 
Sporen rundlich eckig, dünnwandig, undeutlich punktirt, 20—24 # breit. 

Auf den Blättern der alpinen Erdorchidee Thelymitra javanica auf dem 
Gedeh und Pangerango, besonders häufig auf der aloen-aloen Fläche zwischen 
den Gipfeln des Gedeh und Goemoeroe. 


AECIDIUM PUSPA Rac. 


An den Blättern entstehen runde, carminrothe, 0.5—V.8 cm. breite Flecken, 
in deren Mitte an der Oberseite des Blattes je eine balbkuglige Pilzgalle steht, 
Die Gallen entstehen durch reiche, der Blattoberfläche parallele Theilungen 


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der Palissaden- und Schwammparenchymzellen, zwischen welchen die Hyphen 
des Parasiten sich verzweigen und sehr zahlreiche, gekrümmte, verzweigte 
Knäuelhaustorien in die Zellen treiben. Unterhalb der Epidermis sind an 
beiden Seiten der Galle die mit flacher Basis sitzenden, konisch zugespitzten, 
lange durch die Epidermiszellen bedeckten Spermogonienbehälter vorhanden, 
auf der Oberseite, sehr tief in dem Gallengewebe eingesenkt die wenigen, 
cylindrischen Aecidialbecher. Diese sind bis 0.5 mm. tief, bis 0.16 mm. breit, 
mit weisser, wenig herausragender Peridie, die aus sehr flachen, dünnwandigen, 
schwach punctirten Zellen gebaut ist. Die Aecidiosporen sind 4556 „ lang, 
22—26 „ breit, unregelmässig lang eiförmig, (häufig fast flaschenförmig mit 
ausgezogenem und schmalen Ende), farblos, dickwandig, dicht mit Warzen bedeckt. 
Auf den Blättern von Acronodia punctata auf dem Gedeh. 


AECIDIUM ELEAGNI Diet. 


Auf den jungen Blättern entstehen rundliche, gelbgrüne, längs den Nerven 
zusammenfliessende, 0.65—2 cm. breite, convexe Flecken, an deren Oberseite die 
Spermogonien, an der Unterseite die dicht stehenden Aecidialbecher sich öffnen. 

Die Spermogonienbehälter sich rund, mit wenig hervorragender flach- 
hügliger Mündung, gelb, sehr gross, mit ihrer Basis manchmal bis zu der 
unteren Epidermlage reichend, gewöhnlich bis zur Mitte des Mesophylis. 

Die Aecidialbehälter lang, mit ihrer Basis häufig bis zur Epidermis der 
Blattoberseite reichend, cylindrisch, in jungen Stadium, so lange die Peridie 
noch geschlossen ist, elliptlisch eiförmig, gegen die Spitze verschmälert. Die 
Peridie ragt nicht über die Epidermis; ihre Zellen sind klein, farblos, auf der 
Innenfläche fein warzig. Die Sporen sind farblos, sehr dünnwandig, dicht und 
fein warzig, kuglig oder kugligeckig, 17—20 x lang. 

Auf den jungen Blättern des Eleagnus latifolius auf dem Salak häufig 
und durch die gelbliche Farbe der inficirten Blätter sehr auflallend. 


AECIDIUM IPOMEAE Thüm. 


Auf den Blättern der Ipomea pes caprae auf der Insel Noesa Kambangan 
häufig. | 


AECIDIUM RHYTISMOIDES Rac. 


Auf den Blättern entstehen kreisrunde, verdickte, harte, russschwarze, 
0.5—1.5 cm. breite Polster, welche äusserlich den Stromata der Rhystisna 
ganz ähmich sind. Es sind Pilzgallen, welche an der Unterseite von einigen 


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Lagen der russschwarzen Korkzellen bedeckt sind, und in welchen die eylindrischen, 
tief eingesenkten Aecidiumperidien gebildet werden, welche bis zur Blatt- 
unterseite wachsen, da sich öffnen, und als weisse Punkte erscheinen. Die 
Peridialbecher sind 240—290 x breit, 500—600 x hoch, die Peridialzellen . 
sind farblos, verflacht, dichtwandig, dicht mit unregelmässigen, leistenarligen 
Verdickungen versehen; nur wenig über die Korkschicht heraus ragend; die 
Aecidiosporen sind farblos, in der Masse weiss, polygonal —5 eckig, dünn- 
wandig, sehr fein und dicht punctirt, bis 20 » breit, 20—23 p lang. 

Auf Diospyros sp. verosimiliter nova (nach der freundlichen Bestimmung 
des D’. Boerlage auf dem Salak sehr gewöhnlich). Eine der sonderbarsten 
Uredineen, welche makroskopisch einer Rhytisma täuschend ähnlich ist. 


LELUM USTILAGINOIDES nov. gen. et sp. 


Die Hyphen sind dünn, septirt, farblos oder blassgelb, leben zwischen den 
Zellen der jungen Sprosse, jungen Blüthenstände, Blattstiele, seltener Blätter, 
dieselbe zu anomalem Wachstum reizend, bis die inficirlen Stellen zu dicken, 
länglichen Gallen sich umbilden. Echte: Haustorien fehlen, doch sind an den 
Hyphen kleine Auswuchse vorhanden, welche der Zellwand fest anliegen. 
Mehrere (6—10) Zellschichten unterhalb der Epidermis wird entweder in der 
ganzen Galle eine zusammenhängende, dünne pseudoparenchymatische Schicht 
in den Intercellularräumen, oder (seltener) nur rundliche Behälter gebildet. 
Die Zellen der Aussenseite jener Schicht stehen dicht gedrängt, sind kurz 
cylindrisch, farblos, und bilden an der Spitze je zwei Sporen. Die Bildung 
der Sporen erfolgt ohne Sterigınen, indem die Scheitelfläche der Stielzelle sich 
dichotom spaltet und die beiden, noch jungen Aeste sich durch eine Querwand 
von der Stielzelle trennen. Die Stielzelle verschrumpft, bevor die Sporen reif sind. 
Bei der Reife wird die dicke, bedeckende Zellenlage emporgehoben und zerrissen, 
ohne bald abzufallen. Die reife Sporenmasse hellbraun, kafleefarbig. Die ein- 
zelnen Sporen oval, mit fast graden längeren Seiten, am Scheitel abgerundet, 
20—24 u lang, 7—11 x breit. Ihre Wand fast farblos, mit einem Stich in’s 
Gelbe, dick, mit hohen, kurzen, dicht und unregelmässig neben einander stehenden 
Leisten bedeckt. Die Sporen keimen bald mit einer oder zwei Hyphen, ohne 
Conidien zu bilden. 

In den jungen Trieben eines bezeichneten im Botanischen Garten in 
Buitenzorg als Lageita funifera Baumes, welcher aber nach der Bestimmung 
des D’. Boerlage zur Gattung Persea gehört. 

Makroskopisch ähnelt unser Pilz einer Ustilaginee, die Bildung und die 
Keimung der Sporen unterscheidet ihn jeduch genügend. 

Es ist wahrscheinlich, dass er zu den Autobasidiomyceten gehört. In solchem 
Falle wäre die Stielzelle eine Basidie, die Sporen Basidiosporen. Gegen diese 
Annahme scheint der Mangel an Sterigmen zu sprechen, für dieselbe das 
regelmässige Auftreten von zwei Sporen auf einer Stielzelee Nur dann 
können wir diese Frage sicher entscheiden, wenn bewiesen wird, dass in der 


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Stielzelle eine Copulation zweier Zellkerne stattfindet oder nicht. Im ersteren 
Falle wird Lelum zu den Exobasidiomyceten gehören, im anderen wird seine 
systematische Stellung unsicher. 

Eine Ahnlichkeit ist mit der Ustilagineen- Gattung Cintractia Cornu vorhanden. 

Ich habe diese Art längere Zeit auf Agar kultiviert, olıne- irgend welche 
Sporenbildung zu bekommen. Sehr merkwürdig ist die sehr stark negativ 
heliotropische Krümmung und Wachstum der Hyphen, die mir in solchem 
Grade bei keinem anderen Pilz bekannt ist und die Eindringen der Hyphen 
in das Nährgewebe erleichtert. 


EXOBASIDIUM VULCANICUM ARac. 


Auf den Blättern entstehen runde, 0.5—1 cm. breite, orange- oder citronen- 
gelbe Flecke, welche von einer gelbgrünen, schmalen Invasionszone begrenzt 
sind. Die Blattlamina ist in diesen Flecken nicht dicker, als die gesunde Blattfläche, 
flach, von einer Gallenbildung ist nichts zu bemerken. Mycelium lebt zwischen 
den Zellen, häuft sich zu einer fast pseudoparenchymatischen Lage unterhalb 
der Epidermis der Blatiunterseite und bildet da sehr zahlreiche runde Sori. 
Die Sori sind bis 0.2 mm. breit, heben und sprengen die bedeckende 
Epidermisschicht, und die farblosen Basidien treten nach aussen. Die Basidien 
sind cylindrisch, bis 26 x lang, bis 4 x dick, mit vier bis 2 » langen Sterigmen 
an der Spitze, welche je eine grade, cylindrisch ovale, 16—18 x lange, 
5—4 » breite Basidiospore tragen. 

Einer der gewöhnlichsten Parasiten der alpinen Zone der Vulkane Java’s. 
Auf Rhododendron javanicum, R. retusum, auf dem Salak, Gedeh, G. Guntur, 
Merapi und Tenger beobachtet. 

Intensivgelbe Farbe der erkrankten Blätter, keine Wölbungen der Lamina 
oder Hypotrophien derselben, endlich die Länge der Sporen (verglichen mit 
den Angaben in Saccardo »Sylloge fungorum” für die zahlreichen, bis jetzt 
bekannten Exobasidiumarten) bilden Differenzen der javanischen Art von den 
japanesischen, europeischen oder amerikanischen Arten. 


TRAMETES CARYOPHYLLI ARac. 


Fruchtkörper gewöhnlich an den Stellen der abgebrochenen Aeste am 
Stamm sitzend, halbirt, lederig hart, ihre Basis $—10 cm. breit, 1—6 cm. 
hoch, die freie sterile Oberfläche nur 0.5—2 cm. breit, sonst ist ein Frucht- 
körper gewöhnlich etwa 1 cm. dick. Die sterile Oberfläche dunkelbraun, 
concentrisch gefurcht, die Furchen 1—1.5 mm. breit, die dazwischenliegenden 

2 


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Leisten bis 1 mm. hoch, dachig, mit sehr niedrigen, erst unter der Lupe sichtbaren, 
graden, steilen Haaren dicht besetzt. Das Innere des Hutes lederig fast holzig, 
dunkelbraun. Das Hymenium an der Unterseite des Hutes entwickelt, 1 mm. 
dick, nur wenig heller als die Hutsubstanz, aus sehr engen, genau walzen- 
förmigen Röhren bestehend, deren freie runde Öffnung 90—100 x breit ist. 
Die Wände dieser Röhren sind 40—50 „ breit, an der Aussenfläche mit 
Hymenien überzogen, im Inneren ähnlich wie die Hutsubstanz ausgebildet. 
Keine Cystiden ragen über die Fläche des Hymeniunıs. Die Basidien viersporig, 
die Sporen sehr klein, kurz oval, glatt, mit gelbbrauner Wand, 3.5—4 x lang, 
bis 2.5 x breit. 

Sehr häufig auf den Stämmen des Caryophyllus aromaticus in Buitenzorg. 
Hut ist im Umriss selır unregelmässig, häufig musschelförmig, Rand gewöhn- 
lich flach bogig, häufig wellig, im Querschnitt spitz abgerundet. 


CRYPTOMYCES PONGAMIAE (Berk. et Br.). 


Auf der Oberseite der Blätter, an gelblich grünen, wenig deutlichen, 
rundlichen, 0.5—1 cm. breiten Flecken stehen unregelmässig zerstreute, rund- 
liche oder eckige, manchmal zusammenfliessende 0.5—1 mm. breite, kohl- 
schwarze, wenig erhabene Warzen, welche nach dem Vertrocknen der Flecke 
unregelmässig sich öffnen. Die Hymenien werden zwischen den Pallisadenzellen 
und Epidermis gebildet und sind von den kohlschwarzen Epidermzellen lange 
bedeckt, blassgeblich. Die Asci farblos, keulenförmig cylindrisch, achtsporig, 
die Sporen wenigstens in den oberen Theilen der Asci zweireihig, glatt, 
breit elliptisch, farblos, einzellig. Die Asci sind 80—94 „ lang, bis 18 « breit, 
die Ascosporen sind 14 x lang, 8—9 x breit, die Paraphysen farblos, vergäng- 
lich, unverzweigt. 

Auf den Blättern der Derris elliptica und Derris elliptica var. glaucophylla 
bei Buitenzorg. 


CRYPTOMYCES (CRIELLA) RHODODENDRI Aae. 


Auf der Unterseite der Blätter stehen im Blattgewebe eingesenkt und zu- 
nächst von der Epidermis bedeckt, schwarze, 1— 1.5 mm. breite, flach gewölbte, 
Phyllachora- ähnliche, rundliche, oder 5—4-eckige oder kurz ovale Frucht- 
körper, welche von einer sehr schmalen (bis 9.5 mm.), hellgrünen Reactionszone 
umgeben sind. Bei der Reife öffnet sich das bedeckende Fruchtgehäuse unregel- 
mässig, zum Theil wird es abgeworfen, am Rande bleibt es aber eine erhabene 
Umfassung der jetzt frei liegenden, schwarzen Fruchtscheibe bildend. Frucht- 
gehäuse ebenso wie Hypothecium schwarz. Epithecium fehlt. Die Paraphysen 


19 


nicht zahlreich, fadenförmig, an der Spitze 2 x breit. Die Asei cylindrisch, 
an der Spitze abgerundet, gegen die Basis verschmälert, 10 % breit, 100 „lang, 
achtsporig. Die Sporen glatt, kurz und breit, oval, 7 » breit, 10—12 r lang, an 
den Spitzen breit abgerundet, glatt, dunkelbraunwandig, in einer Reihe liegend. 

An der Unterseite der Blätter des Rhododendron javanicum auf dem Gedeh. 


COCCOMYCES RHODODENDRI Aac. 


Die Hyphen leben zwischen den Zellen der Blätter und verursachen die 
Bildung vertrocknender 1 cm. breiter, weisslicher, von einer 1 mm. breiten, 
kirschrothen Reactionszone umgebener Flecke. Auf jedem Fleck bilden sich 
mehrere (6—20), unregelmässig stehende, 1 mm. breite, gewöhnlich 5oder 
4.eckige schwarze Fruchtkörper, welche lange von dem schwarzen, mit der 
Epidermis verwachsenen Fruchtgehäusescheitel bedeckt sind. Bei der Reife 
springt diese in einigen, bleibenden, sternartigen Lappen auf, die graue Frucht- 
scheibe offen lassend. Epithecium und Paraphysen fehlen. Hypothecium ebenso 
wie Fruchtgehäuse schwarz. Asci linear cylindrisch, farblos, nicht angeschwollen, 
achtsporig, 6—7 x breit, 125—140 „ lang. Die Ascosporen linear, 1 r breit, 
fast von der Ascuslänge, farblos. 

Auf den Blättern des Rhododendron javanicum am Gedeh. 

Mangel der Paraphysen und lineare Asci unterscheiden unsere Art von 
anderen Coccomycesarlen. 


COCCOMYCES TJIBODENSIS ARac. 


Aufl den Blättern entstehen hellbraune, unregelmässige, 1—5 cm. breite 
Flecke, an deren ‚Unterseite die rundlichen, schwarzen Fruchtkörper unregel- 
mässig zerstreut stehen. Die Fruchtkörper sind im Blattmesophyli eingesenkt, 
von schwarzbraunem Fruchtgehäuse umgeben, genau rundlich, 0.5—0.5 mm. 
breit, anfangs geschlossen, nachträglich springt die bedeckende Epidermschicht 
zusammen mit dem bedeckenden Fruchtgehäuse lappig auf, die runde schwärz- 
liche Fruchtscheibe offen lassend. Die sternartig aufgehobenen Lappen bleiben 
lange Zeit erhalten. Die Paraphysen fadenförmig, unverzweigt, an der Spitze 
häufig etwas angeschwollen. Die Asci cylindrisch keulenförmig, gegen die 
Spitze verschmälert und dann abgerundet, farblos, bis 85 x lang, bis 15 g breit, 
achtsporig. Die Sporen spindellörmig, cylindrisch, farblos, 2—3 u dick, bis 
24 « lang, anfangs zweizellig, nachträglich zahlreichere Querwände zeigend. 

Auf den Blättern des Stinkbaumes (Lasianthus latifolius) bei Tjibodas auf 
dem Gedeh und auf dem Salak häufig. 


| USST EEE 


IRYDYONIA nov. gen. Sphaeropezizae affinis. 


Mycelium dünn, farblos, in den Intercellularräumen der Pflanze parasitisch 
mit pseudoparenchymatisch verwebten Hyplıen lebend. Zwischen der Epidermis 
der Blattunierseite und den Mesophylizellen wird eine ausgedehnte, aber dünne 
pseudoparenchymatische Lage gebildet, in welcher die Hymenien entstehen. 
Die jungen Hymenien sind von der Epidermis und einer dünnen Lage des 
mycelialen Pseudoparenchyms bedeckt, nachträglich wird die Epidermis zu- 
sammen mit jener dünnen mycelialen Decke, welche mit der Epidermis 
verwachsen ist durch eiven longitulinalen Riss zersprengt und zur Seite 
gehoben, und dann stehen die Hymenien offen. Diese sind elliptisch, auf sehr 
dünnem Hypothecium, in das Nälhrgewebe der Nährpflanze eingesenkt, sitzend, 
ohne Peridie, weichgelatinös, hellbraun. Die Paraphysen sehr dünn, faden- 
förmig, unverzweigt, an der Spitze nicht verdickt. Die Asci cylindrisch keulen- 
förmig, mit Jod sich nicht bläuend, achtsporig. Die Sporen mit farbloser, 
glatter Membran, spindelföürmig, anfangs mit zwei Vacuolen, später, noch 
in dem Schlauch zweizellig, an beiden Enden zugespilzt, und da in je einen 
oder seltener zwei, grade oder bogig gekrümmte Stachelchen (ähnlich den 
Conidien von Pestalozia) ausgezogen. Seltener finden sich zwischen diesen 
Sporen auch solche, deren Enden die Stacheln fehlen. 


IRYDYONIA FILICIS Rac. 


Auf den Blattfiedern entstehen zunächst gelblichgrüne, nachträglich braun- 
grüne Flecke, welche gewöhnlich von den Haupinerven bis zum Rande 
reichen und durch die Seitennerven begrenzt sind. Auf der Unterseite der- 
selber stehen dicht zwischen den Secundärnerven ovale, lang elliptische, hell- 
braune Hymenien, welche in das Blattgewebe eingesenkt sind und mit einem 
Längsriss sich öllnen. Die Fruchtscheibe ist glänzend, weich, hellbraungelb, 
0.3—1 mm. lang, bis 0.5 mm. breit. Die Paraphysen farblos, 1 # breit; die 
Asci 70—80 x lang, 16—18 „ breit, achtsporig. Die Sporen zweireihig 
liegend, spindelförmig zweizellig 12—16 x lang, 6—7 « breit, hyalin, glatt, 
mit einem oder zwei 4—6 p langen Stacheln an den Spitzen. 

Auf Blechnum orientale. Goenoeng Pantjoer bei Buitenzorg. 


21 
MICRONECTRIA PTEROCARPI Rac. 


Die erkrankten Blätter zeigen unregelmässige, nicht scharf begrenzte 
gelblich grüne Flecken, welche nach der Reife der Perithecien braun werden 
und vertrocknen. In dem noch grünen Blattgewebe lebt das Mycelium zwischen 
den Zellen, als farblose, dünne Hyphen, und bildet in der oberen Blattfläche 
zahlreiche, einzeln stehende, im Querschnitt runde, bis 100 x breite, im 
Längsschnitt rundlich eiförmige, bis 120 x» hohe Perithecien. Die Perithecien- 
wand ist deutlich ausgebildet, orangegelb. Die Perithecien sitzen in dem 
Mesophyli und zwar zwischen den zur Seite gedrängten Pallisadenzellen, ihre 
Basis ragt bis zum Schwammparenchym, ihre apicale, runde Öffnung ist sehr 
deutlich, doch oberhalb der Epidermis der Blattoberseite nicht vorragend. 

In der Perithecienhöhle sind spärliche, nachträglich verschwindende, sehr 
dünne, farblose, in den apicalen Theilen dichotom gegabelte Paraphysen vor- 
handen, zwischen welchen die wenigen (8—16), bündelförmig zusammen- 
hängenden farblosen Asci stehen. 

Die Asci sind stiellos, gegen die Basis verschmälert, in der Mitte stark, 
fast kugelig angeschwollen, gegen die Spitze verschmälert und abgerundet, 
doch reicht die Ascushöhle nur bis zur Basis der verschmälerten Spitze und 
ist deswegen in der oberen Hälfte halbkugelig abgerundet; die verschmälerte, 
22—24 „ lange, und an der Basis ebenso breite Ascusspitze ist farblos, homogen 
und verschleimt bei der Reife der Ascosporen. Die 8 Ascosporen sind fast 
cylindrisch, an beiden Enden abgerundel, doch an einem Ende ein wenig 
dicker, 30—33 p lang, bis 5 a breit, farblos, mit 4—6 Querwänden, an den 
Querwänden ein wenig eingeschnürt. Die Asci sind 65—75 „lang, 50 „breit, 
alle Sporen liegen einander parallel in derselben Höhe. 

Auf den Blättern des Pterocarpus indicus bei Buitenzorg, häufig sehr 
viele Blätter eines Baumes antastend und dieselbe zum frühen Absterben bringend. 

Ich habe diese Art, welche mit Sphaerulina Sacc. verwandt zu sein scheint, 
doch keine dunkel gefärbten Hyphen bildet, zu der Gattung der Hypocreaceaen 
Micronectria Speg. gerechnet, deren einzige bekannte Art, M.guaranitica Speg. 
aus Amerika, saprophytisch lebt, cylindrische Schläuche besitzt, und äusserst 
dünne fadenförmige Sporen bildet. 


HYPOCREA SACCHARINA Rac. 


Die weissen, diekwandigen Iiyphen leben auf und zwischen den Blatt- 
scheiden, besonders der jungen Blätter, dringen auch in die grossen Luflraune 
der Blätter und verursachen manchmal die gänzliche Verwesung der noch zu- 


23 


sammengewollten Blätter, wobei die Stengelspitze in der Streckung gehemmt 
wird und verfaulen kann. Zwischen den roth gefärbten Blattscheiden bilden 
sich dünne weisse, compacte Mycellagen, auf den äusseren Blattscheiden werden 
die Fruchtkörper gebildet. Die Fruchtkörper sind chocoladebraun, rundlich, 
gewöhnlich 2—3 mm. breit, am Rande lange von einer weissen, wachsenden 
Zone umgeben, manchmal bis 8 mm. breit, und dann gewöhnlich nicht flach, 
sondern mit unregelmässigen, hügligen Erhebungen. Die Fruchtkörper sind 
aussen von einer sehr dünnen braunen Rindenschicht bedeckt, unter welcher 
das weisse Hymenium und Hypothecium liegt. Die Perithecien stehen sehr dicht 
neben einander, nur durch die dünne Gehäusewände von einander gelrennt, sind 
eiförmig oval, mit einer nicht hervorragenden, schmalen Öffnung, 220—240 x 
hoch, 120—150 „ breit. Perithecienwand dünn, fast farblos, mit kaum 
merklichen Stich ins Gelbe, deutlich ausgebildet. Paraphysen fehlen. Asei 
cylindrisch 60—70 u lang, 4—5 „breit, mit Jod sich nicht bläuend, ursprünglich 
achtsporig, nachträglich durch Theilung der Ascosporen 16sporig. Die Asco- 
sporen (heilen sich gewöhnlich nicht alle gleichzeitig, so dass in den jüngeren 
Asci grössere und kleinere Sporen zu sehen sind. Die Theilsporen farblos, 
glatt, kuglig oder kurz oval, 2—35.5 „ breit. 

Diese Art verursacht eine Krankheit des Zuckerrohrs in den Bibitgärten 
und ist in der Residenz Preanger häufig anzutreffen. Ausserlich errinern die 
Erscheinungen der Krankheit an diejenigen, die ich (Archiev voor de Java-Suiker- 
industrie 1898) bei Tergenrohr beschrieben habe, doch sind zugleich Hunderte 
der Fruchtkörper auf den Blattscheiden sichtbar. Es ist das, die zweite 
Hypocreaart, welche auf Zuckerrohr auf Java auftritt. D’. Went hat bekannt- 
lich eine Hypocrea Sacchari beschrieben, welche vielleicht die Serehkrankheit 
verursacht (D’. F. A. F. C. Went, de Serehziekte p. 531; overgedrukt uit het 
Archief voor de Java-Suikerindustrie 1893). Hypocrea Sacchari Went konnte 
ich leider nicht finden, auch Went hat dieselbe auf den wachsenden Rohr- 
pflanzen nicht gesehen, und deswegen könnte man die Frage aufwerfen, ob 
beide von einander verschieden sind. Als Differenzen kann ich aber angeben 
die farblose Membran der Theilsporen, kürzere Asci, farblose oder fast farblose 
Wand der Perithecien bei H. saccharina, während die Hypocrea Sacchari Went 
braune Perithecienwand, 100 x lange Asci, olivengrüne (»sporidiis fumose 
olivaceis”) Theilsporen besitzt. Vielleicht sind jedoch die beiden Arten identisch. 


HYPOCRELLA DISCOIDEA (Berk. et Br.) Sacc. 


Die Fruchtkörper sind 2—3 mm. breit, bis 1 mm. hoch, mit einer orange- 
rothen Rindenzone und hellgelbem Inneren, am Rande (im Querschnitt) breit ab- 


25 


gerundet, gegen die Basis verschmälert und übergehend in einen rundlichen, anı 
Rande orangerothen Hypothallus, welcher der Oberfläche der Pflanze fest anliegt, 
sehr dünn ist, nach der Reife und dem Abfallen der Fruchtkörper an der Pflanze 
übrig bleibt und in der Mitte eine dunklere, bis 0.8 mım. breite Scheibe 
zeigt, als Stelle an welcher die Hyphen in die Zellen der Nährpflanze eindringen, 
sicb da nur wenig verzweigen, nicht weit hinneinwachsen und die Frucht- 
körper befestigen. Die. Aussenfläche der Fruchtscheibe flach gewölbt, in jungen 
Stadien uneben und in der Mitte Conidien bildend, dann mit den niedrigen, flach 
konischen Mündungen der ganz eingesenkten Perithecien dicht bedeckt. Die 
Perithecien flaschenförmig, bis 0.3 mm. lang, 120 z breit, mit deutlichem Gehäuse. 
Die Asci linear spindelförmig, farblos, bis 180 » lang, bis 6 x breit, achtsporig. 
Die Sporen farblos, lang linear, mehrere Male septirt, an den Querwänden 
nicht eingeschnürt, 60—75 „ lang, 2 x breit, in die Theilzellen, wenigstens 
in dem Ascus oder der Perithecialhöhle, nicht zerfallend. Paraphysen fehlen. 

Auf Elettaria und Amomumarten in Depok bei Buitenzorg sehr häufig, 
und zwar immer an den Blattscheiden, nächst dem Rande derselben. Eine 
andere, schneeweisse, sonst ähnliche Hypocrella (?) Art, mit derselben Loca- 
lisation an den Scheidewändern wächst sehr häufig auf Elettariastämmen in 
der unteren Waldzone der Gebirge, doch sind mir davon keine perithecien- 
tragende, sondern nur die Conidialformen (Aschersonia) bekannt. 

Von anderen hiesigen Hypocrellaarten, durch die nicht in die Theilzellen 
zerfallenden Ascosporen verschieden. 


EPICHLOE MONTANA Rac. 


Die unmittelbar unterhalb der Vegetationsspitze inficirtea Achselknospen 
der Blätter wachsen zu kammartig verflachten, gegabelten und höckerigen, 
1—2 cm. langen und breiten, kurz gestiellen, hexenbesenarligen Gebilden 
aus, welche am meisten an die Wurzelknöllchen der Alnusarten errinern. 
In der Jugend sind dieselbe mit einer schneeweisen, bis 400 p dicken, dichten 
Mycellage bedeckt, in welcher die Perithecien eingesenkt sind. Nachträglich 
verschwindet das Mycelium an den älteren Hexenbesen, die jedoch nicht mehr 
wachstumsfähig sind, keine Blätter produciren und absterben. Die Gallen, 
welche durch die Epichloe verursacht sind, konımen so zu Stande, dass keine 
angelastete Vegetationsspitze sich entwickeln kann, es versuchen die Seiten- 
knospen der verkürzten Triebe sich zu entwickeln, doch ohne Erfolg, und so 
weiter bis die normalen Gallen entstehen. 

Die Perithecien sind ganz eingesenkt, mit einer nicht hervorragenden, kleinen 
Mündung, von einer dünnen und kleinzelligen Perithecienwand umgeben, kuglig, 


24 


gegen die Spitze krugartig verschmälert, 260—280 x breit, ohne Paraphysen. 
Die Asci achtsporig, cylindrisch, an der Spitze abgerundet, gegen die Basis 
verschmälert, farblos, bis 28 „ breit, 200—220 x lang. Die Ascosporen farblos, 
linear, fast von der Ascuslänge, 4—5 „ breit, glatt, durch sehr viele Querwände 
getheilt, doch in Ascus nicht zerfallend. 

Auf Myrsine affinis auf dem Salak. 


KONRADIA SECUNDA Aac. 


Wächst epiphytisch auf den glatten Internodien oder an den Knoten 
mehrerer Bambusa und Melocanna Arten, dieselbe mit chocoladebraunem, 
papierdüunem, fest anliegendem 1—6 cm. langem Hypothallus überziehend. 

Auf dem Hypothallus erhebt sich gewöhnlich ein (seltener 2—5) unregel- 
mässig kugliger, knollenförmiger Fruchtkörper, 8—12 mm. hoch und breit, 
der wit schmaler Basis dem Hypothallus aufsitzend, dunkelbraun, doch nicht 
schwarz, an der Oberfläche von den einwenig herausragenden Perithecien 
rauh ist. Am Querschnitt ist der Fruchtkörper dunkelaschgrauer Farbe mit 
1—2 concentrischen Zonen, frisch von einer korkartiger Consistenz, nach den 
Vertrocknen hart, aus dicken braunwandigen Hyphen, zwischen welche sehr grosse 
Luftraume (die Wasser im Regen aufsangen) vorhanden sind. Die hymeniale 
Schicht ist schwarz, die ganzen Fruchtkörper überzieheud, bis 0.3 mm. dick. 

Die Perithecien sind verkehrt eiförmig, bis 0.3 mm. hoch, mit einer bis 
40 a dicken, dichten und schwarzen Wand, einer bis 130 x hohen und bis 
90 x breiten Perithecialhöhle, an der hohen und hervorragenden Mündung 
mit einer Lage hellbrauner Hyphen besetzt. Die Asci sind sehr dünnwandig, 
schmal keulenförmig, 80—95 „ lang, im oberen, breiten Theil bis 16 # dick, 
in der Jugend 8 schmalspindelföürmige Sporen bergend, welche bald in sehr 
zahlreiche Theilsporen sich theilen. Die reifen Asci dicht mit sehr zahlreichen, 
bis 3 x langen, 3 » breiten, glatten, dunkeln braunwandigen kugligovalen 
Theilsporen erfüllt. 

Die Art ist, der Beschreibung Atkinson’s nach, der Hypocrella tuberculi- 
formis B. et Br. aus Amerika sehr ähnlich, doch durch die dunkelbraunen 
Theilsporen leicht zu unterscheiden. Konradia banıbusina ist an der Oberfläche 
und im Inneren russschwarz, hat nicht hervorragende Perithecien, und 
cylindrische Fruchtkörper. 


USTILAGINOIDEA (?) VIRENS (Cooke) Takahashı. 


Gewöhnlich werden nur wenige Früchte einer Ahre von dem Pilz zu 
einem rundlich ovalen, an der Oberfläche zerstäubenden und gold ochergelben, 


25 


im Inneren sclerotischen, harten und weissen, 8 bis 8 nım. langen und breiten 
Fruchtkörper umgewandelt, welche, an der Basis von den geschwärzten Resten 
der Spelzen umgeben ist. Die conidienbildenden Hyphen verlaufen senkrecht 
zur Oberfläche, und schnüren schr zahlreiche, runde Conidien ab. Die Conidien 
sind 5—7 „ breit, genau kuglig, an der Oberfläche mit zahlreichen, orange- 
gelben Partikelchen bestäubt, welche in Chloral löslich sind, sonst den Membran- 
wärzchen ähneln. Nach dem Entfernen dieser gefärbten Körnchen, welche 
auch zwischen den Sporen zahlreich liegen, erscheint die Wand der Sporen 
sehr dünn, blass gelblich fast farblos, und (unter starker Oelimmersion beoh- 
achtet) glatt oder kaum punktirt. 

Ustilaginea Oryzae Bref. habe ich trotz der langen Forschungen auf Java 
nicht gefunden. Bei D’. Janse habe ich zwar ein in den Kulturgarten in Tjikeumeh 
gesammeltes Exemplar dieser (?) Art gesehen, welches vielleicht mit einer fremden 
Reisvarietaet eingeführ wurde. Ust. virens scheint von A. Oryzae durch die 
goldochergelben, nicht schwarzen Fruchtkörper und die fast farblosen nicht 
schwarzen Sporen verschieden, Differenzen, welche vielleicht nicht durch ver- 
schiedene Varietäten der Nährpflanze bedingt sind. Takahashi identificirt jedoch 
die beiden Arten. Nach der Keimung auf einer Agarlage bilden die Hyphen 
unzählige kleine, farblose Conidien. 

Geliört zu den seltenen Parasiten der Oryza sativa. Gefunden bei Buitenzorg. 


PHYLLACHORA TJANKORREH Rae. 


In den Blättern schwarze, rundliche, 1—2 mm. breite, flach gewölbte, 
rothgelb umsäumte, vereinzelt stehende Stromata, in welchen einige bis 250 a 
breite, flach kuglige Perithecien sitzen; Paraphysen fadenförmig. Asci lang 
cylindrisch, nur wenig beiderseits verschmälert, 180 x lang, 20 „ breit, an der 
Spitze flach abgerundet, achtsporig. Die Sporen lang oval, beiderseits verschmälert, 
glatt und farblos, 24—28 „ lang, 8 « breit, an beiden Enden etwas verdickt. 

In den Blättern der Lianenbamıbuse, Dinochloa Tjangkorreh Bl. auf dem Salak. 


PHYLLACHORA LAURINEARUM Aac. 


Auf den Blättern entstehen gelbgrüne, 0.5—0.8 cm. breite, unregelmässig 
rundliche Flecken, in deren Centrum je ein rundliches oder kurz elliptisches, 
kohlenschwarzes, gewölbtes, 1.6—2 ınm. breites Stroma gebildet wird. In 
jedem Stroma entstehen mehrere (3—6) Perithecien, ohne eigene Wandung, 
unregelmässig rund, 300—400 x breit, mit einer deutlichen, kleinen, rund- 
lichen Mündung auf der Oberseite des Blattes. Paraphysen (in reifen Perithecien) 
nicht vorhanden. Die Asci schmal cylindrisch, mit konischer Spitze, achtsporig. 


26 


Die Sporen oval, glatt und farblos, liegen in einer Reihe im Schlauch. Die 
Asci sind 12 2 breit, 140 x lang, die Sporen 8 £ breit, 16 x lang, an den 
Enden abgerundet. 
In den Blättern der Litsaea chrysocoma und Tetranthera sp. auf dem Gedeh. 
Bei den Sporen, welche nach der Reife in der Perithecialhöhle bleiben 
und nicht ausgeworfen werden, wird mit der Zeit die Membran braun, wie 
bei der Gattung Auerswaldia. 


PHYLLACHORA ELETTARIAE Par. 


Auf der Unterseite der Blätter stehen kohlschwarze, glänzende, wenig 
gewölbte, länglich eiförmige, flach warzige Stromata welche bis 7 mm. lang, 
gewöhnlich 1—2.5 mm. breit sind. Das Mycelium erfüllt die Epidermiszellen 
mit dem schwarzen stromatischen Gewebe, welches von der Membran der 
Epidermiszellen bedeckt wird. In jedem Stroma liegen zahlreiche (13—50), 
kleine, flach linsenförmige Perithecien, ohne eigene (vom Stroma differente) 
Wandung, die bis 200 x hoch, bis 500 „ breit und rundlich sind. Jede 
Perithecialhöhle hat eine sehr schmale Mündung in dem Stroma, dieselbe ist 
jedoch durch die Epidermis der Nährpflanze lange Zeit geschlossen, kreisförmig. 
Die Paraphysen sind farblos, fadenförmig, sehr dünn, unverzweigt. Die Asci 
sind cylindrisch, dünnwandig, bis 14 „ breit, 50—60 „ lang, 4-sporig. Die 
Sporen sind glatt, farblos, einzellig, länglich elliptisch, mit 2 Vacuolen, bis 
5 a breit, 24 „ lang, an den Enden abgerundet. Jod färbt die Schläuche nicht. 

Auf den Blättern verschiedener Ellettariaarten auf dem Salak und Gedeh. 


PHYLLACHORA MARMORATA Rac. 


Stromata rundlich, flach gewölbt, bis 0.5 mm. breit, sehr häufig zusammen- 
fliessend, grössere Blattportionen an der Unterseite bedeckend und dann sehr 
dicht, aber immer nur zwischen den Nerven stehend, so dass die Nerven als 
hellgrüne Striche die mit den schwarzen Stromata bedeckten Stellen durch- 
kreuzen. In einen Stroma 1—3 Hymenien, die Höhlen linsenförmig mit kleiner 
Öffnung, mit sehr zahlreichen, sehr dünnen, fadenförmigen Paraphysen, welche 
an der Spitze wenig keulenförmig angeschwollen, und wenigstens die nalıe 
der Öffnung stehenden an der Spitze hellbraun gefärbt sind. Die Asei eylindrisch, 
bis 1% „ breit, bis 70 x lang, achtsporig. Die Sporen einzellig, glatt, farblos, 
rundlich oder sehr kurz elliptisch, fast rundlich, in einer Reihe in dem Ascus 
und dann die kurz elliptischen (ransversal liegend, 10—11 r lang, bis 10 x breit. 

In den Blättern von Ficus hispida bei Buitenzorg überall gewöhnlich. 


27 
PHYLLACHORA STENOSPORA (Berk. et Br.) Sacc. 


Die Stromata bis 0.4 mm. lang, oval, gewöhnlich zu eiförmigen bis 3 mm. 
breiten Sori concentrisch geordnet, manchmal sind die Sori unregelmässig 
länglich, die einzelnen Stromata zusammenfliessend, an beiden Blattflächen 
entwickelt, doch, auf der Unterseite des Blattes reichlicher. In jedem Stroma 
gewöhnlich eine, seltener 2—3 Perithecialhöhlen, welche fach elliptisch, bis 
220 „ breit, 60—100 a hoch sind. Die Paraphysen sind sehr dünn, faden- 
förmig, die Asci schmalcylindrisch, achtsporig, die Sporen schief, in der Mitte 
zweireihig liegend. Die Sporen farblos, glatt, einzellig, elliptisch spindelförmig, 
gegen die abgerundeten Spitzen verschmälert, 19—21 a lang, 7—8 u breit. 

Auf Panicum nepalense auf dem Salak. 


AUERSWALDIA ARENGAE Rac. 


Stromata glänzend, russschwarz, unregelmässig zusammenfliessend, gewölhn- 
lich bis 5 cm. lang, bis 2 cm. breit, aber auch bis 1 dm. lang, oder nur 
% mm. breit und lang, und dann rundlich, uneben, mit flachen Emporwölbungen. 
An jeder Emporwölbung sind die Ostiola als winzig kleine, weissliche Punkte 
sichtbar, die bald einzeln, bald 2—5 beisammen, häufig in einer Längsreihe 
angeordnet sind. 

Auf dem Längsschnitt sind in einem Stroma rundlich rechteckige, bis 0.8 mm. 
breite, bis 0.5 mm. hohe Hölhlungen der Perithecien sichtbar, welche keine 
differenzirte Wand besitzen und, so lange sie nicht entleert sind, weiss erscheinen. 
In den Perithecien entstehen von den basalen und seitlichen Wänden aus sehr 
zahlreiche, farblose, breit spindelförmige, an der schmalen Spitze abgerundete 
Asci, welche 160—220 » lang, 22—350 x breit und achtsporig sind. Die 
Ascosporen sind genau rund, mit einer dicken, glatten, braunen Memhran, in 
einer Reihe gelagert, 11—16 x breit. 

In den lebenden Blättern der Arenga saccharifera überall sehr häufig, auf 
Arenga obtusifolia auf der Insel Noesa Kambangan und in Buitenzorg, auf 
Caryota propinqua bei Buitenzorg häufig. 


HYALODOTHIS INCRUSTANS Aac. 


Stroma schwarz, randständig wachsend, an der Oberseite der Blätter, 
besonders längs der Nerven entwickelt, unregelmässig länglich, 0.5—3 cm. lang, 
bis 1 cm. breit, bis 0.5 mm. hoch, an der Oberfläche der Epidermiszelleu an 
die Cuticula fest angeschmiegt und durch zahlreiche braune Ilyphen, welche 
in die Epidermiszellen und sogar in die Mesophylizellen eindringen, festsitzend, 


er: 


uneben, dicht mit rundlichen, bis 1 mm. breiten Emporwölbungen versehen. 
Die Perithecienhöhlen mit einer kleinen, runden Öffnung, flach linsenförmig, 
ohne differenzirte Wandung, mit unverzweigten, fadenförmigen Paraphysen 
und farblosen Schläuchen. Die Asci lang oblong, bis 17 u breit, bis 60 «lang, 
achtsporig. Die Sporen liegen in zwei Reihen, sind einzellig, glatt, farblos, 
ellipsoidisch, an den Enden breit abgerundet, bis 12 „ lang, 5 a breit. 

Auf der Oberseite der grossen Ficusblätter in Buitenzorg. 

Die beiden anderen, von Patouillard und Hariot beschriebenen Arten der 
Gattung Hyalodothis scheinen von unserer Pflanze sehr verschieden zu sein, 
besonders wegen der kleinen Perithecienhöhlen, welche bei der javanischen 
Art 210—290 u breit, 90—120 x hoch sind und flachen Boden haben. 


MORENOELLA CALAMI Rac. 


Die Blattflecken, auf denen der Pilz vegetirt, sind beiderseits gelbbraun ver- 
färbt, obwohl ich keine Hyphen in das Blatigewebe eindringend gesehen habe. 
Auf der Oberseite der Blätter sind die Flecke 1—3 cm. breit, unregelmässig 
rundlich, braunschwarz, am Rande chocoladefarbig und zeigen in der 1—8 nım. 
breiten Randzone nur lose, mit bossem Auge deutlich sichtbare, radiär wachsende 
Hyphen. Im Centrum der Fläche sind die Hyphen noch dichter gelagert und 
da erscheinen die Perithecien, in der Randzone der Flacke kann man dagegen 
die radiär wachsenden, schwarzbraunen, dickeren Hyphen unterscheiden, auf 
welchen in regelmässigen Abständen die Haftllappen (Hyphopodien) entspringen, 
welche in dünne, nach allen Seiten austretende, hellbraune, gewundene, häufig 
längs der Zellgrenzen der Nährpflanze verlaufende Hyphen enden. 

Die Perithecien linear, gewöhnlich unverzweigt, 0.5—1.5 mm. lang, 
120—150 „ breit, etwa 1 mın. von einander entfernt, regellos zerstreut, mil 
einer, 40—60 u schmalen Längspälte sich öffnend. Parenphysen fehlen, Asci 
achisporig, oval keulenförmig, bis 40 x lang, bis 14 „ breit. Die Sporen 
braunwandig, zweizellig. glatt, in der Mitte nicht eingeschnürt, an den Enden 
abgerundet, verschmälert, bis 16 & lang, 6—7 u breit. 

Auf den Blättern einer Calamus sp. Salak. 


MORENOELLA GEDEANA Rac. 


Auf der Unterseite der Blätter russschwarze, 1—10 mm. breite und runde 
Rasen des Luftimycels, auf welchem die Fruchtkörper gebildet werden. Durch 
die Spaltöffnungen dringen vereinzelte, dicke, braune, wenig verzweigte Hyphen 
in des Innere des Mysophylis bis in die Nähe der Gefässbündel und verursachen 


29 


die Bildung runder, roth gefärbter Flecken, welche an der Oberseite der Blätter 
besonders auffallend sind. Die Lufthyphen 6—8 «dick, braun, ohne Hyphopodien 
doch mit zahlreichen seitlichen Anschwellungen, uneben, geschlängelt, häufig 
mit einander verwachsend. Die Perithecien gewöhnlich kurz oval, seltener 
gegabelt, bis 0.3 mm. lang, bis 180 „ breit, russschwarz, mit Längsriss sich 
öffnend. Paraphysen fehlen. Die Asci breit eilörmig, dickwandig, bis 50 x 
breit, 75—80 # lang, ihre Membran nach dem Entleeren der Sporen bleibend, 
achtsporig. Die Sporen oval, mit abgerundeten Enden, in der Mitte lief ein- 
geschnürt, 18—20 x breit, 55—40 # lang. Ihre Wand noch in den Schläuchen 
braunschwarz, dicht mit kleinen, dunklen Wärzchen bedeckt. 

Auf der Unterseite der Blätter des Rhododendron retusum; sehr gewöhn- 
lich auf dem Gedeh. Sehr nahe verwandt ist M. macrospora Sacc. und Paol. 
aus Malakka.. Da jedoch die Verfasser nichts von der warzigen Sporen- 
membran erwähnen, so glaube ich in der vorliegenden Art eine noch un- 
bekannte Species vor mir zu haben. 

var. calamicola Rac. 

Auf der Oberseite der Blätter weit von einander entfernte, rundliche oder 
kurz ovale Fruchtkörper, welche bald im Centrum, bald mit einem Längsriss 
sich öffnen. Die Asci sind z. Th. achtsporig, zum Theil 4-sporig. Sonst 
stimmen die Hyphen, Sporen und Dimensionen mit der Morenvella Vaccinii. 

Auf Calamusblättern auf dem Gedelı. 


LEMBOSIA LONGISSIMA ARac. 


Auf der Blattunterseite runde oder elliptische, bis 7 mm. breite, russschwarze 
Stromata, die am Rande gezähnt und sehr niedrig sind, und in welchen die 
schmalen, lanzettlichen, einfachen oder gegabellen oder verzweigten Perithecien 
in allen Richtungen verlaufen. Die keimende Spore treibt beiderseits braune, 
seplirte, wenig verzweigte Hyphen hervor, welche der Epidermis anliegen, 
und an manchen Stellen eine zunächst kleine, nach Art der Phycopellis bedeckte, 
schwarze Scheibe, den Anfang eines Peritheciun, aufbanen. Die Perithecien 
lanzettlich, öffnen sich mit einer schmalen, lanzettlichen Spalte, wachsen nach- 
träglich am Rande nicht ganz gleichmässig weiter, sondern so, dass endlich am 
Rande fein gezähnte, bis S mm. breite schwarze Ueberzüge entstehen, auf welchen 
in allen Richtungen die schmalen Hymenien verlaufen. Dieses ganze stromatlische 
Gebilde ist nur an einer oder wenigen Stellen befestigt, indem dünne Hyphen 
in die Spaltöffnungen eindringen, ohne jedoch in dem Blaltgewebe umfangreich 
zu wachsen, und ohne solche subepidermale Lagen zu bilden, wie Lembosia 
javanica bei Nipa es thut. Die Längspalten der Hymenien sind 50—60 e breit, 


50 


100 x bis 4 mm. lang. Die Paraphysen kurz und fadenförmig, nicht bis zu 
Ascusspitzen reichend, die Asci achtsporig fast farblos, mit Jod sich nicht 
bläuend, schmal keulenförmig, bis 17 & breit, 58—44 x lang, achtsporig. Die 
Sporen liegen gewöhnlich zu vier in gleicher Höhe, sind glatt, oval, beiderseits 
verschmälert, braunwandig, in der Mitte septirt, zweizellig, 5—6 « breit, 
15—17 u lang. 

Auf der Unterseite der Blätter der Nephrolepis acuta auf dem Goenoang 
Pantjar und am Salak bei Buitenzorg. Durch die sehr langen, 1—4 man. 
erreichenden Perithecien charakterisirt. 


MENDOGIA nov. gen. Hysteriacearum. 


Epiphytisch lebend. Stroma rund, schwarz, flach halblinsenförmig, durch 
eine schwarze, eine Zellschicht dicke Schuizschicht bedeckt, radiär wachsend, 
ohne Luftmycel. In jedem Stroma sind mehrere Perithecien, nicht radiär, 
häufig ringförmig geordnet, ausgebildet. Die Paraphysen an der Spitze reich 
in kurze Zellen septirt und verzweigt, mit einander verwebt. Die Asei cylindrisch 
keulenförmig, achtsporig. Die Sporen hyalin, glatt mit 4—5 Querwänden, 
die inneren Theilzellen länglich 1 oder 2-mal getheilt. 

Dem Hysterographium nächst verwandt, doch sind mehrere Perithecien 
in einem Stroma vorhanden. Stromarinde, wie bei den Microtliyriaceen 
gebaut, bei jeder Rindenzelle ist ein farbloser Tüpfel in der äusseren Wand 
vorhanden. Scheint in ähnlichem Verbältniss zu Hysteropsis und Hyslerographium 
wie Synglonium zu Glonium zu stehen. 


MENDOGIA BAMBUSINA Aac. 


Die Stromata rund, ohne Luftmycel, sehr flach linsenförmig, 1—2 mm. 
breit, manchmal dicht nebeneinander wachsend, dann seitlich verwachsend und 
mit einer schwarzen Kruste grössere Flächen bedeckend. Unterhalb der 
Stromata, welche keine Hyphen in die Stengel senden, ist die Oberfläche der 
Halme etiolirt, gelblich. 

Die Perithecien linear, 0.5—1.5 mm. lang, mit sehr schmaler Längspalte 
sich öffnend, häufig bogig gekrümmt, gewöhnlich eines in der Mitte des Stroma 
und mehrere (3—6) ringsherum, dem Rande parallel. Die Asci farblos, 
cylindrisch keulenförmig, an der Spitze abgerundet, 19—22 £ breit, bis 62 « 
lang, achtsporig. Die Sporen schief liegend, oval, farblos oder blassgrau, glatt, 
17—19 » lang, 8 « breit, mit 4—b (Juerwänden, die inneren 2 el auch 
in der Längsrichtung einmal getheilt. Epithecium braun. 

Sehr gewöhnlich in Buitenzorg als Epiphyt auf den dünneren, grünen und 
glatten Zweigen der dornigen Bambuse (Schizostachyunn Blumeanum) und 
der Lianenbambuse (Dinochloa Tjangkorrelı). Perithecienbau und Sporengestalt 
ist bei unserer Art ganz ähnlich dem Hysterographium und Hysteropsis Rehn:. 
Bau des Stroma errinnert ganz an Lembosia javanica. 


3% 
PARODIELLA PERISPORIOIDES (Berk. et Curt.) Speg. 


Die Perithecien kuglig, an der Basis etwas verflacht, 240—270 £ breit, 
bis 250 » hoch, an der Basis mit in das Blatigewebe eindringenden Hyphen 
angewachsen, schwarz, glatt, ohne Luftmycel, sehr dicht auf der Oberseite der 
Blätter stehend, besonders dicht längs der Nerven, die dadurch, als schwarze 
Streifen erscheinen, manchmal die ganze Blattoberseite dicht bedeckend. 

Die Paraphysen fadenförmig, farblos. Die Asci schmal keulenförmig, 
an der Spitze abgerundet, gegen die Basis langsam verschmälert, achtsporig, 
100—110 # lang, 22 # dick. Die Ascosporen zweizellig, mit einer glatten, 
braunen Wand, lang oval, beiderseits verschmälert, in der Mitte eingeschnürt, 
26—30 # lang, 8—10 £ breit. 

Auf der Oberseite der Blätter der Flemingia lineata bei Tegal sehr häufig. 


PARODIELLA MUCUNAE Rac. 


Auf den jungen Blättern entstehen oberseits hellgrüne, eckig durch die 
Nerven begrenzte, 0.5—8 cın. breite Flecken, auf deren Unterseite dicht neben 
einander, sogar sich gegenseitig berührend, kuglige, schwarze, bis 200 & breite, 
mündungslose Perithecien stehen. Luftmycel nicht vorhanden. Farblose Hyphen 
wuchern zwischen den Mesopliylizellen der Nährpflanze. Die Oberfläche der 
Perithecialwand uneben, im durchscheinenden Licht grünlichschwarz. Paraphysen 
fehlen. Asci klein, kurzcylindrisch, achtsporig, 50 x lang, 8—9 x breit. 
‚Sporen hyalin, oblong, fast grade oder etwas gebogen, 11 „ lang, 5 « breit, 
glatt, einzellig, schief, in der Mitte der Schläuche in 2 Reihen liegend. 

Von den anderen Parodiellaarten, mit denen sie sonst sehr nahe verwandt 
ist, unterscheidet sich unsere Art durch einzellige, hyaline Sporen und den 
Mangel der Paraphysen. 

Auf Mucuna sp. in Buitenzorg und Depok. 


DIMEROSPORIUM OCCULTUM Aac. 


Parasitisch in den Hymenien der Asterina Sponiae, seltener in der 
Gesellschaft der Hyphen letzgenannter Art auf den Blättern der Sponia. Luft- 
mycel fehlend oder nur als kurze, braune, septirte Hyphen entwickelt. Die 
Perithecien kuglig, dünnwandig, in der Jugend hellbraun, nachträglich braun- 
schwarz, mit wenigen nacl oben gerichtelen, diekwandigen braunschwarzen, 
50—80 x langen, unverzweigten, graden oder amı Ende zurückgebogenen 
Hyphen besetzt. Paraplıysen fehlen. Die Asci keulig cylindrisch, mit Jod 
sich nicht bläuend, 14—17 # breit, 50—56 # lang, achtsporig. Die Sporen 


53 


in 2 Reihen in dem Schlauch liegend, schmalelliptisch, glatt, braunwandig, 
zweizellig, «—B a breit, 15 « lang, in der Mitte ein wenig eingeschnürt. 
Sehr gewöhnlich an den Blättern der Sponia virgata auf dem Salak. 


MELIOLA QUADRISPINA Rac. 


Mycelium lebt epiphytisch an Stengeln und Blattstielen und erzeugt 
schwarze, 1.5—3 mnı. breite, rundliche, flache Polster. Die horizontalen Hyphen 
sind braunschwarz, seplirt, 10 # breit, verlaufen sehr dicht neben einander, 
und bilden sehr viele zweizellige, dem Substrat anliegende Hyphopodien 
von 12 x Breite, 18 x» Länge. Die senkrecht abstehenden Haare sind grade, 
120—160 x lang, an der Spitze gegabelt, die beiden Gabeläste gabeln sich 
in der Nähe der Basis noch einmal, und so entstehen vier, bis 4 x dicke, aus 
3—4 kurz cylindrischen Zellen bestehende, braunschwarze Aeste von 40—70 k 
Länge, weiche dem Substrat parallel oder schief nach oben gerichtet sind. 
Die Peritbecien kuglig oder flachkuglig, sitzend, ohne Anhängsel, schwarz, 
bis 210 x breit, im Inneren mit zahlreichen farblosen Asci und bald vergäng- 
lichen, cylindrischen, unregelmässig gekrümmten Paraphysen. Die Asci vier- 
sporig, farblos, kurz spindelförmig, oval, ihre Membran verschleimt bevor die 
Ascosporen normale Grösse und Farbe erreichen. Die Ascosporen 5-zellig, glatt, 
braunschwarz, bis 14 x breit, bis 12 x dick, bis 38 x lang, lang oval, al- 
gerundet an den Enden, an den Querwänden eingeschnürt. 

Auf Ipomeaarten in Buitenzorg. 


MELIOLA CURVISETA Aac. 


Epiphytisch auf beiden Seiten, häufiger auf der unteren Blatiseite lebend, 
hier schwarze, runde, kleine, 1—3 mm. breite Flecken bildend. Die Mycel- 
fäden reich septirt, bis 10 « breit, radiär wachsend, mit zahlreichen, abwechselnd 
links und rechts stehenden Hyphopodien versehen. Die Hyphopodien zweizellig, 
eine untere kleine Stielzelle Lrägt die grössere, unregelmässig 4 —5 eckige, 
gewhönlich concave Ränder besitzende, 18—22 x breite Kopfzelle. Die Borsten 
stehen an jungen Exemplaren rings um die Perithecien, an älteren unregel- 
mässig auf dem ganzen Rasen des Pilzes, sind schwarz, glatt, bis 12 # dick, 
22P%—250 „ lang, an der Spitze dunkelbraun, unverzweigt, doch an der Spitze 
immer halbkreisförmig zurückgebogen, ähnlich der amerikanischen M. Musae. 
Die Asci achtsporig. Die Sporen oval, braun, 5-zellig, an den Querwänden 
ein wenig eingeschnürt, 34—56 # lang, 14—16 £ breit, an den Enden 
abgerundet. Nur die jungen, noch farblosen und kleinen Sporen liegen in 

3 


a 5 PU ng 


34 


den Schläuchen, nachträglich liegen sie frei in der Perithecialhöhle. Die 
Perithecien kuglig, schwarz, bis 160 » breit, olıne Mündung. 

Auf den Blättern einer Phanera sp. in Tjampea bei Buitenzorg. Mit M. Musae 
und M. densa Cooke verwandt. Scheint der Pflanze keinen Schaden zuzufügen. 


ASTERINA ALPINA Rac. 


Die keimende Spore treibt an der Blattoberfläche Hyphen, welche radiär, 
von einander entfernt wachsen und bis 1 cm. breite Rasen bilden, auf welchen 
zahlreiche Fruchtkörper angelegt werden. Die Hyphen sind braunschwarz, 
septirt, bis 9 & dick, mit zahlreichen, seitlichen, halbkugeligen, 9—14 & langen 
Hyphopodien. Die Fruchtkörper rund, flach linsenförmig, am Rande nur wenig 
oder gar nicht in die Lufthyphen ausstrahlend, bis 0.4 mm. breit, im Centrum 
sich öffnend, gewöhnlich mit einigen radiären Rissen aufspringend. Paraphysen 
fehlen. Asci oval, breit eiförmig, 50—52 x breit, 68—80 « lang, achtsporig. 
Die Sporen oblong, zweizellig, in der Mitte eingeschnürt, mit dicker, schwarz- 
brauner, dicht mit kleinen Wärzchen bedeckter Membran, 17 x breit, 58 x lang. 

Auf den Blättern der Acronodia punctata auf dem Gedeh epiphytisch wachsend. 


ASTERINA SPONIAE Rac. 


Die keimende Spore treibt an der Oberseite der Blätter radiär verlaufende, 
braunschwarze, septirte und. verzweigte Hyphen, welche zusammen rundliche, 
gewöhnlich 1 mm. breite, schwarze, epiphylle, anliegende Mycelien bilden. Die 
Hyphen sind mit der Guticula durch die kurzen, isodiametrischen, braunen, ein- 
zelligen und sitzenden, an dem Rande 5—4 lappigen Hyphopodien verklebt. 
Die Hyphopodien sind bis 8—11 x lang. Ausser den Hyphopodien treten an 
der Unterseite der Hyphen, besonders nahe dem Rande der Mycelstrahlen sehr 
zahlreiche nach Art der Phycopeltis wachsende, verwachsene Hyphen auf, welche 
die braune, radiäre Rinde der Perithecien bilden. Es werden also auf einem 
Mycelflocken (ähnlich wie bei Lasiobotrys) sehr zahlreiche, flach discusartige, 
rundliche oder am Rande gelappte, freie oder häufiger mit einander verwachsene 
Perithecien angelegt. Diese öffnen sich nicht durch einen Porus, sondern durch 
das Abwerfen der dunklen Decke mit einer sternartigen Oeffnung, so dass die 
wenigen, reifen Asci jetzt von oben frei sichtbar sind. Die Perithecien sind 
100—200 a breit. Die Paraphysen fehlen. Die Asci kuglig eiförmig, durch 
Jod nicht gebläut, achtsporig, 42—45 x lang, 54 # breit. Die Sporen braun- 
wandig, glatt, oval, in der Mitte wenig eingeschnürt, 22—24 £ lang, 10—12 x breit. 

Sehr häufig auf der Oberseite der Blätter der Sponia virgala auf dem Salak. 


55 
CLYPEOLUM TALAUMAE Rac. 


Auf der Unterseite der Blätter stehen flache, halblinsenförmige, runde, 
0.5—1.8 mm. breite, harte, gegen die Spitze konische Perithecien mit dicker 
schwarzer, harter und brüchiger Wand. Deutliche Oeffuung fehlt, doch ist 
diese angedeutet, und bei dem Druck oder Alter springt die Perithecienwand 
unregelmässig radiär. Die Basalläche des Perithecium weiss, die Paraphysen 
sehr zahlreich, fadendünn, unverzweigt. Die Asci cylindrisch, beiderseits 
eiwas verschmälert, farblos, dünnwandig, 120 x lang, bis 17 a breit, mit Jod 
sich nicht bläuend, 8-sporig. Die Sporen glatt, farblos, oblong, beiderseits 
verschmälert, in der Mitte septirt, 50—36 £ lang, 4—6 a dick, noch in den 
Schläuchen in die beiden Tochterzellen zerfallend, in 2 Reihen schief neben 
einander liegend. 

Auf der Unterseite der Blätter der Talauma mutabilis auf dem Goenoeng Pan- 
ljar ohne denselben Schaden zuzufügen. In das Blattinnere werden keine Hyphen 
gesendet, die Art lebt also nur epiphytisch auf dem Blättern. Dagegen konnte 
ich immer unterhalb der Perithecien Reste von Phycopeltis finden und es 
scheint, dass Clypeolum, wie andere Arten dieselbe als Nahrung benutzt. 
Die Art errinert an Cl. Loranthi Karsten et Har., doch erwähnen die Autoren 
nicht das charakteristische Zerfallen der Sporen in ihren Theilzellen. 


SCOLECOPELTIS SALACENSIS Aac. 


Genau runde, flach halblinsenförmige, 0.5—0.8 mm. breite, schwarze Peri- 
thecien, mit einer deutlichen runden, apicalen Oeffnung, ohne ein dunkel gefärbtes 
Luftmycel, epiphytisch lebend, keine Hyphen in die Zellen der Blattlamina sendend. 

Am flachen Boden des Peritheciums stehen dicht neben einander lang 
ovale, beiderseits verschmälerte und an der Spitze abgerundete, dickwandige, 
farblose, bis 34 x dicke, bis 180 & lange Asci, in welchen 8 Ascosporen an- 
gelegt werden. Die jungen Ascosporen sind schmal spindelförmig, einzellig, 
theilen sich bald durch Querwände in 6—12 Zellen, welche ebenso, wie 
die Schläuche, in welchen sie eingeschlossen sind, wachsen; dabei runden sich 
die Theilsporen ab, trennen sich von einander und erreichen endlich eine 
Länge von 24 g, bei einer Breite 10 x. Die Theilsporen sind farblos, glatt, 
einzellig, oval mit flach abgerundeten Enden. Zwischen den Schläuchen sind 
sehr viele, fadendünne, sehr reich verzweigte Paraphysen vorhanden, in welche 
die Schläuchen eingebettet sind. 

Auf der Unterseite der Blätter von Acrostichum (Elaphoglossum) callaefolium 
und Michelia velulina als Epiphyt wachsend am Salak. 


36 


Die Anwesenheit der Paraphysen stimmt nicht mil der Spegazinischen 
Gattung. Jod färbt die Schläuche nicht. 


STIGMATEA HYDROCOTYLES ac. 


Auf lebenden Blättern von Hydrocotyle zunächst blass gelbgrüne, rundlich 
polygonale, bis 0.5 cm. breite Flecken erzeugend, an deren Unterseite dicht 
stehende Perithecien sich bilden. Die Perithecien sind subepidermal, im 
Mesophyli mit der unteren Hälfte eingesenkt, mil der oberen Hälfte über die Blatt- 
fläche hervorragend, doch von Epidermresten bedeckt, mit einer die Epidermishülle 
durchbrechenden runden, etwas an Gnomonia errinnernden Mündung. Peri- 
thecien rundlich, 100 bis 115 & breit, mit einen schwarzen Gehäuse, ohne 
Paraphıysen, mit einem Bündel gekrümmter, wurstförmiger, farbloser Asci. 
Die Asci sind 32—850 x lang, 12—14 x breit, achtsporig. Die Sporen hyalin, 
zweizellig, beide Zellen gleich gross, spindelförmig, mit spitzen Enden, grade | 
oder etwas gekrümmt, 14—16 x lang, 5—4 « breit, und treten erst aus den 
verfaulten Blattflecken hervor. 

Auf Hydrocotyle sp. bei Buitenzorg. 


STIGMATEA PONGAMIAE Rac. 


An den Blättern entstehen gelbgrüne, unregelmässig zusammenfliessende, 
bis 5 cm. breite Flecken, an deren Ober- und Unterseite die sehr dicht 
stehenden Perithecien als dicht zerstreute schwarze Punkte erscheinen. 

Die Perithecien sind rundlich, mit schwarzer und dünner Wandung, 
180—220 „ breit, etwas niedriger als breit, mit einer nach der Unterseite des 
Blattes ofleneun Mündung, tief in dem Blattgewebe eingesenkt, ohne Paraphysen, 
mit büschelig zusammenhängenden farblosen Asci. Die Asci sind schmal, 
cylindrisch flaschenlörmig, an der Spitze flach abgerundet, 68—65 „ lang, 
14—16 „ breit, achisporig. Die Ascosporen sind farblos, in zwei Reihen 
liegend, zweizellig, die untere Zelle etwas länger, aber schmäler als die obere, 
15 « lang, 6 « breit. 

Auf den Blättern der Pongamia glabra auf dem Strande der Insel Noesa 
Kambangan. 


PHYSALOSPORA SYMPLOCI Rac. 


Auf den lebenden Blättern stehen rundliche oder unregelmässig rundliche, 
1—2 mm. breite, orangegelbe Flecken, die etwas dicker, als die gesunde Blait- 
äche sind, und auf deren Oberseite einige runde, schwarze, bis 0.3 breite 
Pünktchen zu sehen sind. Es sind nämlich in den inficirten, orange verfärbten 
Flecken in dem Mesophyli einige Perithecien entwickelt, die entweder einzeln 


37 


stchen oder zu 3&—3 beisammen, mit den Wänden sich berührend. Die Peri- 
thecienwandung gut entwickelt, braunschwarz, das eigentliche Stroma fchlt, 
und nur wenn mehrere Perithecien beisammen stehen, als braunes, mit 
Hyphen erfültes Gewebe schwach angedeutet. Die Perithecien flachkuglig, 
bis 260 # breit, mit der schmalen Mündung die Epidermis der Blattoberseite 
durchbrechend und ausserst wenig hervorragend. Die Paraphysen fadenförmig, 
2—3 „ dick, farblos; die Asci achtsporig, eylindrisch, beiderseits verschmälert, 
gegen die Spitze ausserdem etwas ausgezogen und flach abgestutzt, farblos, 
mit Jod sich nicht bläuend, bis 120 x lang, bis 22 x breit, die abgestutzie 
apicale Fläche bis 7 » breit. Die Sporen schief einreihig liegend, farblos und 
glatt, einzellig, dünnwandig, oval, beiderseits breit konisch verschmälert, bis 
10 £ breit, 19—21 x lang. | | 
Auf den Blättern des Symplocos fasciculata am Goenoeng Pantjar. 


TRABUTIA STEPHANIAE Aa«. 


In den Blättern entstehen runde, harte, glänzend schwarze, 2 mm. breite 
Stromata, einer Phyllachora ähnlich. Die dünnen Mycelfäden leben anfangs 
in den Intercellularen und so lange sind die Blattflecken nur grüngelblich ; 
nachher treten sie in die Mesophylizellen ein, füllen dieselbe gänzlich ınit einem 
pseudoparenchymatischen Gewebe, werden dunkelbraun, und so entstehen die 
erwähnten Stromata, in welchen die Epidermlagen beider Seilen dunkelschwarz, 
das Mesophyli nur braun erscheint. In jedem Stroma entwickeln sich mehrere 
(4—11), rundliche Perithecien. mit einem deutlichen, schwarzen und dünnen 
Gehäuse, mit schmaler, nicht hervortretender, gegen die Oberseite gerichteter 
Mündung. Die Perithecien sind bis 150 » breit. Paraphysen fadenförmig, 
farblos, septirt, dünn. Die Asci kürzer als die Paraphysen, mit Jod sich 
nicht bläuend, fast cylindrisch, beiderseits nur wenig verschmälert, an der 
Spitze flach abgerundet, bis 95 x lang, bis 12 x breit, achisporig. Die Sporen 
farblos, einzellig, kurzspindelförmig, 20— 24 x lang, 5 z breit, in der Mitte 
in 2—3 Reihen, gegen die Spitze der Asci einreihig liegend. 

Auf den Blättern der Stephania capitata (Menispermaceae) in Buitenzorg. 


NEOTTIOSPORA LONGISETA Aac. 


Ueber die ganze Blattfläche dicht zerstreut stehen rundliche, röthlich 
umsäunte, im Centrum schwarze, 1—2 mm. breite, auch zusammenfliessende 
und dann bis 3 mm. breite Flecken, vom Phyllachorahabitus. In den kleinen, 
schwarzen Stromata sitzen je eiu oder 2 flache Perithecien, welche au der 
Blattoberseite als convexe, flache Hügel hervor ragen, und an der Blattoberseite ihre 


38 


kleine Mündung haben. In Inneren der bis 240 » breiten, aber sehr flachen 
Perithecialhöblungen sitzen auf farblosen sehr kurzen Stielen, die ovalen, 
beiderseits zugespitzten, einzelligen, farblosen (oder schwachgrauen) (in der 
Masse etwas bräunlichen) Conidien, welche 20—24 x lang, 10 « breit sind. 
An der Spitze trägt jede Conidie eine gleich in der Nähe der Basis gegabelte 
oder in 3 Aeste auslaufende, sehr dünne, farblose Borste, welche 1.5 bis 
3-mal so lang als die Conidie ist. 
Auf den Blättern des Spatholobus littoralis Hassk. (?), Salak. 


DIPLODIELLA CARYOTAE ARac. 


Die Unterseite der Blattfieder mit russschwarzen, 0.5—1 mm. breiten, 
halbkugligen, sehr harten und festsitzenden Wärzchen zerstreut bedeckt. Das 
Mycelium lebt zwischen den Zellen, die Intercellularen mit sehr kleinzelligem, 
gelblich braunem Pseudoparenchym ausfüllend. Die Fruchtkörper unterhalb der 
Epidermis angelegt und unter dieser Bedeckung fast die normale Grösse erreichend, 
nachher wird die Epidermis zersprengt und die Peridienöffnung steht frei. Die 
Wand des Fruchtkörpers sehr dick. Die Sporen glatt, braunschwarz, oblong, 
14—16 x lang, 6 x dick, in der Mitte septirt. Paraphysen fehlen. 

Die Art habe ich in der Gesellschaft der Auerswaldia Arengae Rac. 
gefunden, sie gehört vielleicht nicht in den Entwickelungsgang derselben, da 
ich unsere Diplodiella weder auf Arenga saccharifera, noch auf A. obtusifolia 
gefunden habe. 

Auf Caryota propinqua auf dem Goenoeng Pantjar. 


CERCOSPORELLA ATROPUNCTATA Race. 


Auf den grünen Blättern des Desmodium umbellatunı auf der Insel Noesa 
Kambangan. 

Auf den noch jungen Blättern rundliche oder unregelmässige Flecken von 
2—20 mm. Breite, vielfach zusammenfliessend. Auf diesen braungrünlichen 
Flecken stehen dicht gedrängt, einzelne, mit blossem Auge gut sichtbare 
Häufchen der Conidienträger, wodurch der Pilz makroskopisch einer Stigmatea 
ähnlich erscheint. 

Die Conidienträger treten aus den Spaltöffnungen, aus einem dichten und 
braunem, pseudoparenchymatischen Gewebe, seltener an der Oberseite, häufig 
an beiden Seiten der Flecken. Die Conidienträger braun, unverzweigt, 2—4-mal 
seplirt, grade, steif, zu vielen (50—100) beisammen stehend, apicale Conidien 
bildend, 5—8 x dick, 120—140 x lang. Die Conidien blass grau, fast farblos, 


39 


2-—3-mal septirt, spindelförmig, nicht deutlich ausgezogen (also mehr Ramularia 
ähnlich), 40—56 £ lang, 8 » breit. 

Eine charakteristische Art, von der Ramularia Desmodii Cooke und 
Cercosporella Raveneliana Thüm. sehr verschieden. 


CERCOSPORA UBI Rac. 


An den Blättern entstehen rundliche, nicht scharf begrenzte, sondern 
allmählig in die gesunde Lamina übergehende, seltener durch die Nerven 
begrenzte und dann polygonale Flecken, von 1—1.5 cm. Breite, welche an 
der Oberseite gelblich, im Centrum braunlich an der Unterseite graubraun 
und von den langen Conidienträgern, wie bestäubt aussehen. 

Die Conidienträger treten in Bündeln zu 4 his 10 aus den Spaltöffnungen 
der Blattunterseite, wachsen grade nach oben, gewöhnlich unverzweigt, nur 
selten ein bis 2 Aeste tragend, 60—115 x lang, 4—5 x dick, seplirt, im 
oberen Theile gezähnt, braun. Die Sporen haben eine blasse, ein wenig 
bräunliche Membran, sind fast immer gekrümmt, mehr (3—7-) zellig, an dem 
unteren Ende dicker, sonst fast cylindrisch, gekrümmt, 50—70 x (gewöhnlich 
60 „) lang, 2.5—4 u dick. 

Von der Cercospora Dioscoreae EIl. et Mart, einer nordamerikanischen 
Art, durch die langen Conidienträger genügend verschieden. 

Auf den Blättern der Dioscorea alata Buitenzorg. 


STRUMELLA ANNULARIS Race. 


Parasitisch; die Hyphen intercellulär wachsend, auf den Blättern kreisrunde, 
schwarze, bis 5 mm. breite, vertrocknende Flecken bildend. Auf der Unterseite 
der Blätter, nahe dem Rande der Flecken treten die braunschwarzen Conidial- 
lager nach aussen. Diese sind 0.5—0.7 mm. breit, rund oder eiförmig, und 
stehen dicht beisammen als erhabene Warzen, zusammen einen Ring bildend. 

Die einzelnen Conidiallager sind bis 0.53 mm. hoch, flach gewölbt und 
bestehen aus braungrauen Hyphen, welche im Inneren des Lagers zu einem 
dichten Körper verwachsen sind, von welchem dicht gedrängte, dicke, reich 
septirte, verzweigte Hyphen überall nach aussen ragen. Diese Hyphen haben 
eine doppelte Wand, ihre apicalen Zellen werden zu Conidien, welche die 
äussere Membran durchbrechen und nach aussen treten. Die Conidien sind 
eilörmig mit abgestuizter, verschmälerter Basis, brauner, warzigpunktirter 
Membran, einzellig. 10—14 » lang, 7—8 « breit; die Conidienträger bis 
6 # dick. Die Conidienträger haben unterhalb der Spitze, als Anzeichen der 


40 


schon früher abgegliederten Gonidien kragenförmige Wandverdickungen, welche 
bis 3 übereinander vorhanden sind. 

Auf den Blättern der Vaccinium Teysmannianum Miq. in Tjibodas häufig, 
makroskopisch einem Teleutosporenlager ähnlich; vielleicht zu Anhellia als 
Conidialstadium gehörend. | 


MARSONIA TETRACERAE Aac. 


Auf den Blättern entstehen runde, 2—4 cm. breite, randständig wachsende, 
hellbraune Flecken, an deren Oberseite in dunkleren, bis 1 mm. breiten Ringeu, 
welche durch bis 2.5 mm. breite, hellere Ringe von einander getrennt sind, 
die winzig kleinen, dunkelbraunen, rundlichen, bis 0.2 mm. breiten Conidial- 
lager dicht beisammen stehen. 

Die Conidiallager flach, kreisförmig, unterhalb der Epidermis angelegt, 
die abgehoben wird und in der Mitte sich öffnet. Die Conidien glatt, mit 
grauer Wandung, cylindrisch, beiderseits zugespitzt, 38—46 x lang, 3.5 x breit. 

Auf verschiedenen Tetraceraarten (Dilleniaceae) bei Buitenzorg. Die er- 
krankten Blätter erinnern an die durch Pestalozia monochaeta verursachte 
Krankheit der Castanienblätter. 


PESTALOZIA MONOCHAETA Desm. 


Sehr schädlich und verbreitet auf den Blättern der Casianea vesca in 
Tjibodas. Häufig sind fast alle Blätter eines Baumes angetastet, zum grössten 
Theil vertrocknet und fallen frühzeitig ab. 


ZUSÄTZE. 


1. Ueber die Phymatospaeriaceen. 

In der Umgebung von Buitenzorg ist eine Myriangiumart sehr häufig an 
Aesten und Stämmen anzutreffen. Besonders häufig ist dieselbe auf der weichen 
Rinde der Carica Papaya, aber auch ebenso häufig auf Stachylarpheta und 
Morusarten. Die Art stimmt bis auf die Grösse der Sporen ganz mit Myriangium 
Duriaei Mtg. et Berk, über welches eine ausgezeichnete Monographie von 
Millardet vorhanden ist. Als Grösse der Sporen giebt Millardet 24—32 z Länge, 
9—15 » Breite bei den italienischen, und 25—55 x Länge, 9—14 « Breite 
bei den südamerikanschen Exemplaren, während dieselben bei der javanischen 
Art 9—12 ». breit, bis 23 » lang sind. 


4 


Patouillard hat unter dem Titel »Note sur deux genres nouveaux de 
pyrenonycätes (Bull. de la SociötE botanique de France, Tome 53, 1886 
p. 155—1856) eine Gattung Pyrenotheca beschrieben mit der einzigen Art 
P. Yunnanensis Pat., welche in China auf der Buxusrinde lebt, der Beschreibung 
nach mit dem javanischen Myriangium, sogar was die Sporengrösse anbelangt, über- 
einstimmt, so dass ich die javanische Art Myriangium Yunnanense benennen muss. 

Nun hat Spegazzini (Fungi Puiggar. 1. p. 174) und nachher Saccardo 
(Syl. Fung. VIII, p. 847) die Pyrenotheca Pat. in die wenig bekannte Gattung 
Phymatospliaera Pass. gezogen. Phymatosphaera abyssinica Passerini (Nuovo 
giornale botanico Italiano VII, 1875 p. 188—189, Tab. V, Fig. 11), ein Rinde 
bewohnender Pilz aus Abyssinien, ist bedeutend kleiner, hat etwas kleinere Sporen, 
doch scheint sonst, der Beschreibung nach, mit Myriangium übereinzustimmen. 

Dem Myriangium nächstverwandt, und eigentlich nur ein Myriangium mit 
einem sehr kleinen Stroma ist die Gattung Cookella Sacc., deren eine Art 
(C. javanica) ich näher untersuchen konnte, ferner auch die Gattung Eurytheca 
De Seynes (Sur un nouveau genre de Spheriaces; Bull. de la Societe botan. 
de France, Tome 25, 1878 p. 87—88 cum fig.). Bei Eurytheca stehen jedoch 
die Asci in einer Schicht in dem Stroma, die Sporen sind nur querseptirt. 

Die erwähnten drei Genera gehören zu der Ascomycetenfamilie Myriangiae 
Millardet; ob die wenig bekannten Pilze Molleriella Wint. und Harknessiella 
Sacc. auch hieher oder zu den Gymnoasceen gehören, müssen weitere Unter- 
suchungen lehren. Die Gattung Anhellia, welche auch hierher gehört, habe 
ich früher beschrieben. 

Den Myriangieen nahe stehend, mit in einer Schicht (wie bei Eurytheca) 
liegenden Asci, doch durch den vegetativen Aufbau ganz verschieden ist die 
Gattung Atichia Flotow. Ueber den vegetativen Aufbau dieses sonderbaren 
Epiphyten existirt die glänzende Untersuchung Millardet’s; die Asci waren 
bisher nicht gefunden. Diese bilden sich in besonderen kissenförmigen Emer- 
genzen der Aeste unterhalb der Oberfläche, zwischen den gewöhnlichen Hyphen, 
einzeln, doch zusammen in einer Schicht liegend. Die Ascosporen sind zwei- 
zellig, braun. Die javanische Art, welche von der europeischen verschieden 
zu sein scheint, nenne ich A. Millardeti, die ihren Platz in dem System neben 
den Myriangieae in einer besonderen Familie Atichiae Mill. einnehmen soll. 

Ausser den oben erwähnten Myriangeen hat Spegazzini und nachher 
Saccardo in seine Pilzfamilie der Phymatosphaeriaceen noch einige andere 
Genera gesetzt, nämlich Phillipsiella Gooke, Leptophyma Sacc., Microphyma Speg., 
Ascomycetella Ell. Ich habe auf Java zwei verschiedene Leptophymaarten, 
drei Microphyma und eine neue Gattung Protasia Rac., die alle zu epiphyllen 


42 


Pilzen gehören, untersucht. Alle gehören in die Familie der Gymnoasceen und 
bilden ihre Asci in einem mehr oder weniger lockeren Hyphenrasen, in einer 
Schicht. Leptophyma unterscheidet sich von Microphyma nur durch die helle 
Farbe ihrer Fruchtrasen, Protasia von Microphyıma durch die Anwesenheit 
steiler Borsien rings um das Hymenium. Eine der javanischen Microphyma- 
arten, wie auch die erwähnte Protasia, haben jedoch eine mehr feste, einschichtige 
Decke oberhalb der Asci, die gewöhnlich noch vor der Reife zerbröckelt, 
dennoch schon an manche Aspergillaceen errinert. Ob dagegen Microphyma 
Speg. von Lecideopsis und Conida generisch, wegen der epiphyllen Lebens- 
weise zu trennen ist, ist mir fraglich. 

Es bleibt mir noch die javanische Phymatosphaeria Calami Rac. zu 
erwähnen, welche in diesen Heften (Il, pag. 4—5) beschrieben wurde. 
Dieser hübsche Pilz ist systematisch von Myriangium mehr entfernt. Hier 
entstehen aus dem intercellulären Mycel parallele Hyphen, also Paraphysen, 
welche nach aussen wachsen und ein niedrige, knorpelhartes Kissen bilden. 
Die Paraphysen sind unverzweigt oder wenig verzweigt, an der Spitze etwas 
keulig angeschwollen, aussen mit einer gallertknorpeligen Substanz, welche 
die ganzen Hyıelialpolster überzieht, überzogen. Zwischen diese Paraphysen 
wachsen die Asci in einer Schicht hinein. Gehäuse fehlt. Das Hypothecium 
und die äussere Lage der knorpeligen Decke der Paraphysen sind schwarz. 

2. Berkeley und Broome haben in »Enumeration of the Fungi of Ceylon 
(The Journal of the Linnean Society XIV, 1875, pag. 95) ein Aecidium rhylis- 
mojdeum, welches auf Diospyrosblättern auf Ceylon vorkommt, beschrieben. 
Die Art von Ceylon ist wahrscheinlich mit dem javanischen Ae. rhytismoides 
Rac. identisch, obwohl die Verfasser »sporis subglobosis, laevibus’”’ angeben. 

3. Ueber die Uredineengattung Goplana. 

P. Magnus hat in »Einigen Bemerkungen zu Dietels Bearbeitung der 
Hemibasidii” (Bot. Centralblatt. Bd. 74, 1898, pag. 5 des Separatabdruckes) 
die Gattung Chaconia Juel zu den Coleosporien gerechnet. Er meint »die von 
den Zweigen der verzweigten Sterigmen des Lagers ahgeschiedenen Endzellen, 
wären dann die Teleutosporen, die nach der Weise von Coleosporium sich in 
vier über einander liegende Zellen theilen, die den Sporidien den Ursprung 
geben”. Wäre das bei Chaconia der Fall, dann würde ich Goplana mit der- 
selben vereinigen müssen. Es ist aber nicht so. Wie die Abbildung fig. 17 
und 18 Tab. III bei Juel zeigt (Die Ustilagineen und Uredineen der ersten 
Regnell’schen Expedition in Bihang till K. Svenska Vet. Akad. Handlingar. 
Band 25 Afd. III p 10) zeigt, keimen die Teleutosporen mit apicalen Basidien. 
Dass die auf den erwähnten Figuren mit dem Buchstaben »t” bezeichneten 


43 


Zellen wirklich Teleutosporen, nicht aber ihre Stielzellen sind, beweist Juel 
(l. c. p. 15), indem in denselben »ein einziger grosser Kern zu sehen ist”. 
Eine Chaconiaart habe ich auf Java bisher nicht angetroffen, verwandte Arten 
glaube ich in zwei Uromycesarten (U. Inocarpi und U. Payenae) zu sehen, deren 
dünnwandige, glatte, porenlose, lange Teleutosporen sofort und ohne abzufallen 
apical mit Basidien keimen. Von der Gattung Goplana habe ich dagegen noch 
zwei andere Arten gefunden (G. Aporosae und G. Meliosmae) von welchen die 
letztere durch ein z. Th. epiphylles Mycelium ausgezeichnet ist. 

4. Ueber Dimerosporium und einige verwandte Pilze. 

Unter dem Namen Dimerosporium hat Fuckel eine Asterina beschrieben. 
Nachträglich wurden unter diesen Namen zahlreiche Perisporiaceen mit kugligen 
Perithecien, Lufthyphen und zweizelligen, braunen Sporen eingereiht. Obwohl 
es am besten wäre, diesen Namen ganz fallen zu lassen, so fasse ich als 
Dimerosporium die auf epiphytischen Pilzen parasitisch lebenden Arten mit 
sitzenden kugligen Perithecien. In eine andere Gattung, Balladyna, fallen zwei 
Arten, welche epiphytisch wachsen, Hyphopodien und lang gestielte, nur je 
einen Ascus bergende Perithecien besitzen (Ball. Gardeniae und Ball. Medinillae). 
Die Gattung Alina Rac. lebt parasitisch in den Zellen, bildet radiäre Rasen an 
der Oberfläche, kurz gestielte Perithecieon mit mehreren Asci und besitzt keine 
Hyphopodien. Nächst verwandt ist die Gattung Asterina, wo nicht nur das 
sterile Mycelium, sondern auch die Perithecien an die epiphylle Lebensweise 
angepasst sind. Die Perithecien werden seitlich an den Hyphen ähnlich 
wie bei Balladyna, Alina, Dimerosporium oder Meliola angelegt, wachsen 
konisch sich verbreiternd gegen die Blattfläche hin. Die flache Perithecienwand 
gegen die Blattfläche wird nicht oder sehr mangelhaft angelegt, die konische 
Spitze des Perithecium ist zugleich dessen ältester, basaler Theil. Das Oeffnen 
der Perithecien erfolgt auf verschiedene Weise, bald durch Zerfallen der Decke 
in viele kleine Stücken, bald durch Abwerfen der Decke, am häufigsten durch 
radiäre Sprünge. Manche Arten haben kurz eiförmige, muschelförmige Peri- 
thecien, die mit einem Riss springen (Brefeldiella Speg.), die Arten mit läng- 
lichen Perithecien führen den Namen Morenoella Speg. 

5. Die oben beschriebene Hypocrea saccharina ist nicht identisch mit 
der gleichnamigen Art von Berkeley, deswegen ändere ich ihren Namen in 
H. saccharalis. 


VERZEICHNISS DER PILZE. 


Peronosporeae 

Cystopus Convolvulacearum Otth. 
Cystopus Bliti (Biv.) de Bary. 
Ustilagineae 

Ustilago Coicis Brefeld. 
Entyloma Nephrolepidis Rac. 
Uredineae 

Uromyces Inocarpi Rac. 
Puccinia Toreniae Rac. 
Pueccinia brevispora Rac. . 
Puccinia macrocarya Rac. 
Triphragmium Thwaitesii B. et Br. 
Uredo Arundinariae Sydov. 
Uredo Pithecolobii Rac. 

Uredo Freycinetiae Rac. 

Casoma Glerodendri Rac. 
Aecidium Thelymitrae Rac. 
Aecidium Puspa Rac. 

Aecidium Eleagni Diet 
Aecidium Ipomeae Thüm. 
Aecidium rhytismoides Rac. . 
Exobasidieae 

Exobasidium vulcanicum Rac. 
Lelum ustilaginoides Rac. 
Polyporeae 

Trametes Caryophylli Rac. 
Phacidiaceae 

Cryptomyces Pongamiae (B. et Br.) 
Cryptomyces Rhododendri Rac. . 


PAG. 


45 


PAG. 
Coccomyces Rhododendri Rac. . » » » 2 2 2 2 220.0. 19 
Coccomyces tiibodensis Rac. . - . » 2 2 2 2 2 2 22.2. 19 


Irydionia lies Ra. . >» 2 2 2 on nen. 20 
Hypocreaceae 
Microneetria Pterocarpi. - - : > 2: 2 2 en. A 
Hypocrea saccharalis Rac. . . . . . 2 2 2 nn nn. 21 
Hypocrella discoidea (B. et Br... . > 22 2 2 onen. 2% 
Epichloe montana Rac. . . ». . 2 2 2 2 nn nenn. 93 
Konradia secunda Rac. . . 2 m m nn nenne. 24 
Ustilaginoidea virens (Gooke) Takahashi. . . . 2 2 2 2020294 
Dothideacsae 
Phyllachora Tjankorreh Rac. . » . 2 2 2 ne nn. 3b 
Pbyllachora Laurinearum Rac. . . . 2 2 2 2 onen. 3b 
Phyllachora Elettariae Pat. . . . 2 2 or nn nn 26 
Phyllachora marmorata Rac. . . . 2. 2 m m nn. 36 
Phyllachora stenospora (B. et Br). . . 2 2 2 2 2 222.97 
Auerswaldia Arengae Rac. . . 2 on. 97 
Hyalodothis inerustans Rac. . . . 2 2 2 oo nn nn. 97 
Hysteriaceae 
Morenoella Calami Rac. . . 2: 2 or ren. 28 
Morenoella gedeana Rac. . . . 2: nn 28 
var. Calamicola Race . 2 2 oo re. 29 
Lembosia longissima Rac. . . . : 2: 2 vr nenn. %9 
Mendogia bambusina Rac. . . . » 2 2 2 2 2 2 nen. Fl 
Perisporiaceae 
Parodiella perisporioides (B. et Gurt.) Spyeg. - - » 2 22.2..32 
Parodiella Mucunae Rac. . . . 2 2 2 on nn. 32 
Dimerosporium occultum Race. . . . 2 2: 2 2 2 2 222.3 
Meliola quadrispina Rac. . . . 2 2 2 2 m mn nen. 33 
Meliola curvisesta Rac. . » 2 2: 2 2 onen. 33 
Asterina alpina Rac. .  : 2: 2 er rennen 34 
Asterina Sponiae Rac. . . 2. 2. 2 m m 2 2 nn nn. 34 
Microthyriaceae 
Clypeolum Talaumae Rac. . . 2 2. 2 2 m nen. 3b 
Scolecopeltis salacensis Rac. SE ee a u er a au er 
Sphaeriaceae 


Stigmatea Hydrocotyles Rac. . . 2 2 2 on en. 56 


46 


PAG. 
Stigmatea Pongamiae Rac. 36 
Pbysalospora Symploci Rac. . 56 
Trabutia Stephaniae Rac. . 57 
Imperfecti 

Neottiospora longiseta Rac. 57 
Diplodiella Caryotae Rac. 38 
Cercosporella atropunctata Rac. 58 
Cercospora Ubi Race. . . .. , 39 
Strumella annularis Rac. . 59 
Marsonia Tetracerae Rac. 40 
Pestalozia monochaeta Desm. 40 


Ausserdem sind in den Zusätzen folgende Pilzgenera kritisch besprochen : 
Alina, Atichia, Balladyna, Ghaconia, Dimerosporium, Goplana, Leptophyma, 
Microphyma, Myriangium, Phymatosphaera, Protasia, Pyrenotheca. 


[2 


VERZEICHNISS DER NÄHRPFLANZEN. 


Achyranthes sp.: Cystopus Bliti (Biv.) de Bary. 
Acronodia punctala: Asterina alpina Rac. 

Aecidiun Puspa Rac. . 
Acrostichum callaefolium: Scolecopeltis salacensis Rac. 
Amomum sp.: Hypocrella discoidea (B. et Cooke). 
Arenga obtusifolia: Auerswaldia Arengae Rac. 


Arenga saccharina: Auerswaldia Arengae Rac. 
Arundinaria sp. Uredo Arundinariae Sydou. 
Asterina Sponiae: Dimerosporium occultum Rac. 
Bambusa sp.: Konradia secunda Rac. 

Blechnum orientale: Irydionia filicis Rac. 

Calamus sp.: Morenoella Calami Rac. 
Morenoella gedeana var. calamicola. 
Caryophyllus aromaticus: Trametes Caryophylli Rac. 
Caryota propinqua: Auerswaldia Arengae Rac. 


Diplodiella Caryotae Rac. 
Castanea vulgaris: Pestalozia monochaela Desm. 
Clerodendron fragrans: Caeoma Clerodendri Rac. 
Clerodendron Blumeanum: Caeoma Ülerodendri Rac. 
Coix Lacryma: Ustilago Coicis Brefeld 

Dendrophtoe pentandra: Puceinia macrocarya Rac. . 
Derris elliptica: Cryptomyces Pongamiae (B. et Br.). 


Desmodium umbellatum: Cercosporella atropunctata Rac. 


Dinochloa Tjankorreh: Phyllachora Tjankorreh Rac. 
Dioscorea alata: Cercospora Ubi Rac. 

Diospyros sp.: Aecidium rhythysmoides Rac. . 
Eleagnus latifolius: Aecidium Eleagni Diet. 
Elettaria sp.: Hypocrella discoidea (B. et Cooke). 
Pliyllachora Elettariae Pat. 


22 


48 


Ficus hispida: Phyllachora marmorata Rac. 
Ficus sp.: Hyalodothis incrustans Rac. 


Flemmingia lineata: Parodiella perisporioides (B. et Br.). 


Freycinelia imbricata: Uredo Freycinetiae Rac. 
Heptapleuron sp.: Triphragium Thwaitesii B. et Br. 
Hydrocotyle sp.: Stigmatea Hydrocotyles Rac. 
Inocarpus edulis: Uromyces Inocarpi Rac. 

Ipomea pes caprae: Aecidium Ipomeae Thüm. 


Ipomea Turpelhum: Cystopus Convolvulacearum Otth. 


Ipomea sp.: Meliola quadrispina Rac. i 
Lasianthus latifolius: Coccomyces tiibodensis Rac. 
Melocanna sp.: Konradia secunda Rac. 

Michelia velutina: Scolecopeltis salacensis Rac. 
Mucuna sp.: Parodiella Mucunae Rac. 

Myrsine affınis: Epichloe montana Rac. 
Nephrolepsis acuta: Eotyloma Nephrolepidis Rac. 


Lembosia longissima Rac. 
Oryza saliva: Ustilaginoidea virens (Cooke). 
Panicum nepalense: Balansea Claviceps Speg. 


Persea sp.: Lelum ustilaginoides Rac. 

Phanera sp.: Meliola curviseta Rac. 
Phyllostachys aurea: Uredo Arundinariae Sydow. 
Phyllostachys sp.: lUredo Arundinariae Sydow. 
Pithecolobium lobatum: Uredo Pithecolobii Rac. 
Pongamia glabra: Stigmatea Pongamiae Rac. 
Pterocarpus indicus: Microneetria Pterocarpi Rac. 
Rhododendron javanicum: Exobasidium vulcanicum Rac. 


Coccomyces Rhododendri Rac. 
Rhododendron retusum: Exobasidium vulcanicum Rac. 


Morenoella gedeana Rac. 
Saccharum offieinarum: Hypocrea saccharalis Rac. 
Schizostachyum Blumei: Mendogia bambusina Rac. 
Spatholobus littoralis Hassk.: Neottiospora longiseta Rac. 
Spermacoce sp.: Puccinia brevispora Rac. 


Phyllachora stenospora (B. et Br.). 
Paratrophia sp.: Triphragmium Thwaitesii (B. et Br.). 


Cryptomyces Rhododendri Rac. 


PAG. 


49 


Sponia virgata: Asterina Sponiae Rac. 

Stephania capitata: Trabutia Stephaniae Rac. 
Symplocos fasiciculata: Physalospora Symploci Rac. 
Talauma mutabilis: Clypeolum Talaumae Rac. 
Tetracera sp.: Marsonia Tetracerae Rac. 
Tetranihera sp.: Phyllachora Laurinearum Rac. 
Thelymitra javanica: Aecidium Thelymitrae Rac. 
Torenia asiatica: Puccinia Toreniae Rac. 


Vaccinium Teysmannianum: Strumella annularis Rac. . 


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